Christian Fleck

Tabelle 3: Übersicht über in der Marienthal-Studie benutzte Methoden

NICHTREAKTIVE TECHNIKEN

1. Amtliche Statistiken und Dokumente
  • Wahlstatistiken
  • Bevölkerungsstatistiken
  • Beschwerden bei der Industriellen Bezirkskommission
2. Dokumentenanalysen
  • Geschäftsbücher
  • Bibliotheksfrequenzen
  • Abonnentenzahlen
  • Mitgliederzahlen von Vereinen
  • Tagebuch
3. Beobachtungsverfahren
  • Messung der Gehgeschwind[ig]keit

REAKTIVE TECHNIKEN

1. Teilnehmende Beobachtung und Familienbesuche
  • Aktionsforschung
  • Kleideraktion
  • Ärztesprechstunden
  • Schnittzeichenkurs
  • Mädchenturnkurs
  • politische Mitarbeit
  • Erziehungsberatung
2. Expertenbefragungen
  • Lehrer, Pfarrer, Bürgermeister, Ärzte, Geschäftsleute, Vereinsfunktionäre
3. Projektives Material
  • Schulaufsätze, Preisausschreiben,
4. Tests
  • psychotechnische Prüfung
5. Schriftliche Befragung
  • Inventare(z.B. der Mahlzeiten)
  • Zeitverwendungsbögen
6. Direkte Befragung
  • Lebensgeschichten

Anmerkung: kursiv gesetzt sind jene Vorgangsweisen, für die es nachweislich »Vorbilder« gab

Christian Fleck: Zur Einführung. Politische Emigration und sozialwissenschaftlicher Wissenstransfer. Am Beispiel Marie Jahodas, in Marie Jahoda: Arbeitslose bei der Arbeit. Die Nachfolgestudie zu »Marienthal« aus dem Jahr 1938. Aus dem Englischen von Hand Georg Zilian. Herausgegeben und mit einer Einführung versehen von Christian Fleck. Frankfurt/Main–New York: Campus Verlag 1989 (= Studien zur Historischen Sozialwissenschaft. Herausgegeben von Gerhard Botz, Albert Müller und Gerald Sprengnagel. 11.), S. vii-xxxii, hier S. lxxi.

© Reinhard Müller -- Graz, im Oktober 2006

MARIENTHAL-STUDIE
Otto Bauer als Anreger
Erhebungsinstrumente
Forschungsplan
methodolog. Grundregeln
inhaltliche Bedeutung
Verfasserschaft
Veröffentlichung
"Zwei Jahre später"
50 Jahre danach
zu "Einstweilen wird es Mittag"