Ernst Manheim (rechts vorne) im Kreise ungarischer Revolutionäre im Flüchtlingslager Wien-Grinzing: József Révai (1), Elena Andreevna Grabenko, verheiratete Lukács (2), Ernst Manheim (3), Károly Garay (4), Irma Sinkó, geborene Rothbart (5), und ihr Mann Ervin Sinkó (6), die Frau von Károly Garay (7), ein Lagerangestellter und ein österreichischer Genosse


Ernst Manheim als Student in Wien 1920





Ernst Manheims erste Emigration führte ihn im Jänner 1920 nach Wien, wo er enge Kontakte zu den ungarischen Flüchtlingen der Räterepublik unterhielt, unter anderem zum Philosophen György / Georg Lukács (d.i. György Szegredi Löwinger; 1885-1971).



Manheim setze hier 1920/21 bis 1923 sein Studium an der Universität in Wien fort. Er studierte zunächst Chemie und Physik, seit dem Wintersemester 1921/22 Philosophie und Geschichte, belegte aber auch eine Lehrveranstaltung beim Soziologen Max Adler (1873-1937) über "Geschichte und Theorie des Marxismus". Von November 1921 bis Juni 1922 hielt sich Manheim in Schwaz in Tirol auf und war währenddessen formell auch Student an der Universität in Innsbruck.