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Ida Bauer

verheiratete Adler; Patientendeckname: Dora

geb. Wien, am 1. November 1882

gest. New York, New York, 1945

bekannte Patientin von Sigmund Freud

Ida Bauer, Tochter des wohlhabenden Textilindustriellen Philipp Bauer (1853–1913) und dessen Ehefrau »Käthe« Katharina Bauer, geborene Gerber (1862–1912), sowie Schwester des sozialdemokratischen Politikers, Ökonomen und Soziologen Otto Bauer (1881–1938), bildete sich autodidaktisch fort. Von einem Freund ihres Vaters sexuell bedrängt, erkrankte sie psychisch und wurde von ihrem Vater 1900 zu Sigmund Freud (1856–1939) gebracht; dieser heute wohl bekanntesten Patientin Freuds gab Freud den Decknamen »Dora«, dazu veranlasst durch »Dora« Dorothea Breuer (1883–1938), der jüngsten Tochter seines damaligen Weggefährten, des Internisten und Physiologen Josef Breuer (1842–1925).

1904 heiratete Ida Bauer den Unternehmer und wenig erfolgreichen Komponisten Ernst Adler (?–1932), mit dem sie den Sohn Kurt Herbert Adler (1905–1988) hatte, der später Dirigent, Kapellmeister und Operndirektor wurde, unter anderem unter Max Reinhardt (1873–1943) am Theater in der Josefstadt in Wien und mit dem Dirigenten und Komponisten Erich Wolfgang Korngold (1897–1957) korrespondierte. Ernst Adlers Vermögen war nach dem Ersten Weltkrieg vernichtet, er selbst als Invalide von der Front zurückgekehrt. Nachdem ihr Sohn bereits 1938 nach New York (New York) geflüchtet war, konnte auch Ida Bauer 1939 über Frankreich nach New York gelangen. Dort verstarb sie an Dickdarmkrebs.

© Reinhard Müller
Stand:
April 2006

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