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Edmund Hellmer

1912 bis 1919: Edmund Ritter von Hellmer

geb. Wien, am 12. November 1850

gest. Wien, am 9. März 1935

Bildhauer

Edmund Hellmer absolvierte das Polytechnikum in Wien, studierte dann Architektur, doch wandte er sich nach nur einem Semester der Bildhauerei zu. Er kam zu seinem Onkel, dem Bildhauer und Xylografen Josef Schönfeld (1821–1878), in die Lehre. Hellmer studierte seit 1866 Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Franz Lukas Bauer (1798–1872). Währenddessen arbeitete er im Atelier von Hans Gasser (1817–1868), mit dessen Unterstützung er sich vorübergehend in Paris aufhalten konnte. 1869 trat er erstmals als Bildhauer in die Öffentlichkeit, unternahm dann eine Studienreise nach Italien, wo er fast zwei Jahre in Rom (Roma) lebte. 1870 nach Wien zurückgekehrt, arbeitete er zunächst als freischaffender Bildhauer. 1879 wurde Hellmer supplierender, 1882 ordentlicher Professor der allgemeinen Bildhauerschule der Akademie der bildenden Künste in Wien, wo er 1901 bis 1922 abwechselnd Rektor und Prorektor war; außerdem leitete er an der Akademie 1901 eine Spezialschule für Bildhauerei und 1902 bis 1922 eine systemisierte Spezialschule. Hellmer, der 1912 in den Adelsstand erhoben wurde, emeritierte an der Akademie 1922. Er war Mitglied des »Deutschen Künstlerbunds« und Gründungsmitglied der »Wiener Secession«.

Edmund Hellmer verkehrte unter anderem im Kreis der Kunstmäzenin Jenny Mautner (1856–1938) und deren Mann, dem Großindustriellen Isidor Mautner (1852–1930), welcher seit 1925 auch Besitzer der Textilfabrik Marienthal war, und schuf für diese auch eine Garten-Brunnenfigur.

Edmund Hellmer gilt heute als Repräsentant des Historizismus, von dem zahlreiche Werke auf öffentlichen Plätzen Wiens zu finden sind.

Selbstständige Publikationen von Edmund Hellmer

● Lehrjahre in der Plastik. Theil 1. Wien: Schroll 1900, 19 S. Mehr nicht erschienen.

● Ein Monumentalbrunnen und seine Entstehung. Skizzen, Studien, Varianten und Details von Edmund Hellmer’s Marmorbrunnen an Seiner Majestät Hofburg am Michaelerplatz in Wien, darstellend, »Die Herrschermacht Österreichs zu Lande«. Herausgegeben von Edmund Hellmer Jr. Wien: Schroll 1900, 22 S., XXVII Bl.

© Reinhard Müller
Stand:
Juni 2008

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