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Carl Merz

das ist Carl Czell

geb. Brassó / Kronstadt, Ungarn (heute Braşov, Rumänien), am 30. Januar 1906

gest. Wien, am 31. Oktober 1979

Kabarettist und Schriftsteller

Carl Merz kam 1924 nach Wien und studierte an der Hochschule für Welthandel (heute Wirtschaftsuniversität) Wien, wo er 1928 den Abschluss als Diplomkaufmann (Dkfm.) machte. Anschließend wandte er sich jedoch dem Theater und Kabarett zu, trat als Schauspieler und Conferencier auf, schrieb eigene Texte und war 1933 bis 1935 Mitglied des Kabaretts »Literatur am Nachmarkt«. Danach spielte er an verschiedenen österreichischen und deutschen Bühnen und wurde auch wegen Kritik des Nationalsozialismus inhaftiert.

1945 bis 1947 trat Carl Merz im Kabarett »Lieber Augustin« auf, dessen Direktion er 1946 übernahm. Er lernte Helmut Qualtinger (1928–1986), Michael Kehlmann (geb. 1927) und Gerhard Bronner (1922–2007) kennen, mit denen er 1952 bis 1960 mehrere Programme am Neuen Theater am Kärntnertor in Wien schrieb und spielte: »Brettl vorm Kopf«, »Blattl vorm Mund«, »Glasl vorm Aug«, »Spiegl vorm G'sicht« und »Dachl überm Kopf«. Berühmt wurde er mit seinem gemeinsam mit Helmut Qualtinger verfassten Psychogramm des Nachkriegsösterreichers »Der Herr Karl« (1961). Unheilbar krank, wählte Carl Merz den Freitod.

Gemeinsam mit Helmut Qualtinger verfasste Carl Merz den Artikel »Die Test-Pest grassiert«, erschienen 1955 im »Wiener Kurier (Wien)« in der damals bekannten Glosse »Blattl vor’m Mund«. Hier wird Gramatneusiedl nur nebenbei erwähnt, doch war diese Glosse wesentlich mitverantwortlich, dass der Name dieser Gemeinde in Österreich bisweilen mit Provinzialismus und Hinterwäldlertum, mit einem Ort am Ende der Welt assoziiert wird. (Mehr darüber.)

Selbstständige Publikationen von Carl Merz

● Eisrevue. Roman. München–Icking: Kreisselmeier 1959, 267 S.

● (Mit Helmut Qualtinger) Blattl vor’m Mund. Mit einem Vorwort von Hans Weigel. München: Langen, Müller 1959–1961, 2 Bände:

1. Band: 1959, 92 S.

2. Band: 1961, 104 S.

● Traumwagen aus zweiter Hand. Roman. München–Icking: Kreisselmeier 1961, 267 S.

● (Mit Gerhard Bronner & Helmut Qualtinger) Glasl vorm Aug. (Mit einem Vorwort von Axel von Ambesser. Zeichnungen: Rudolf Angerer.) München: Langen, Müller 1960, 85 S.

● (Mit Helmut Qualtinger) Der Herr Karl. München: Langen, Müller 1962, 97 S. Enthält auch: Unternehmen Kornmandl.  Geisterbahn der Freiheit. Später auch unter dem Titel: Der Herr Karl und weiteres Heiters.

● (Mit Helmut Qualtinger) Alles gerettet. Der Ringtheaterbrand-Prozeß. (Mit einem Geleitwort von Oscar Fritz Schuh.) MünchenWien: Langen, Müller 1963, 83 S.

● Der Herr in Grau. Komische Oper. Text: Carl Merz, Musik: Heimo Erbse. 1965.

● (Mit Helmut Qualtinger) Die Hinrichtung. Ein Theaterstück in acht Bildern. MünchenWien: Langen, Müller 1965 (= Theater-Texte. 1.), 60 S.

● (Mit Helmut Qualtinger) An der lauen Donau. Szenen und Spiele. MünchenWien: Langen, Müller 1965, 246 S.

● Urlaubsfreude ist die reinste Freude. Texte. WienDüsseldorf: Econ 1967, 165 S.

● Jenseits von Gut und Krankenkasse. Erzählungen. MünchenWien: Langen, Müller 1968, 199 S.

● Der Opernnarr. Wien: Amalthea 1972, 287 S.

● (Mit Helmut Qualtinger & Gerhard Bronner) Qualtinger’s beste Satiren. Vom Travnicek zum Herrn Karl. Mit Texten von Helmut Qualtinger, Gerhard Bronner und Carl Merz. Herausgegeben und mit einem Nachwort von Brigitte Erbacher. MünchenWien: Langen, Müller 1973, 335 S.

● (Mit Helmut Qualtinger) Österreichs goldene 50er Jahre. Das Beste aus dem »Blattl vor'm Mund«. Ausgewählt von Brigitte Sinhuber-Erbacher. Mit Illustrationen von Rudolf Angerer. WienMünchen: Amalthea 1984, 239 S.

Drehbücher von Carl Merz

● (Mit Helmut Qualtinger) Der Herr Karl. Fernsehfilm, schwarz-weiß, Österreich 1961. Regie: Erich Neuberg.

● (Mit Egon Eis) Er kann’s nicht lassen. Film, schwarz-weiß, BRD 1962. Regie: Axel von Ambesser.

● (Mit Rudolf Thiele) DM-Killer. Film, schwarz-weiß, Österreich & BRD 1965. Regie: Rudolf Thiele.

● (Mit Helmut Qualtinger) Die Hinrichtung. Fernsehfilm, schwarz-weiß, BRD 1966. Regie: Erich Neuberg.

● (Mit Michael Kehlmann) Kurzer Prozeß. Fernsehfilm, schwarz-weiß, BRD 1969. Regie: Michael Kehlmann.

● Passion eines Politikers. Fernsehfilm, schwarz-weiß, Österreich 1970. Regie: Otto Anton Eder.

● (Mit Michael Kehlmann) 3:0 für Veigl. Fernsehfilm (Reihe »Tatort«), Farbe, BRD 1974. Regie: Michael Kehlmann.

Über Carl Merz auf dieser Website

● Carl Merz & Helmut Qualtinger: Die Test-Pest grassiert. in: Wiener Kurier (Wien), 11. Jg. (19. März 1955):

● Große Chronik von Gramatneusiedl, Marienthal und Neu-Reisenberg:

© Reinhard Müller
Stand:
Juli 2012

Bibliografie
Drehbücher
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