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Sigismund Peller

geb. Tarnopol, Galizien (heute Ternopil’ / Тернопіль, Ukraine), am 16. Dezember 1890

gest. San Diego, California, am 12. Juli 1985

Sozialmediziner

Sigismund Peller, Sohn eines jüdischen Kaufmanns, studierte 1908 bis 1909 Rechtswissenschaften und 1909 bis 1913 Medizin an der Universität Wien, wo er 1914 zum Doktor der Medizin (Dr. med.) promoviert wurde. Während seiner Studentenzeit war er auch in der zionistischen Bewegung aktiv. 1914 bis 1916 war Peller Arzt in einem Flüchtlingslager, 1916 bis 1917 praktizierte er am Allgemeinen Krankenhaus in Wien, 1917 bis 1918 war er Militärarzt in der österreichisch-ungarischen Armee. 1918 bis 1923 arbeitete Peller als Arzt am Allgemeinen Krankenhaus, studierte daneben 1919 bis 1922 an der Universität Wien. 1923 bis 1926 war Peller als Arzt an der Wiener Allgemeinen Poliklinik, ehe er 1926 bis 1928 Direktor des Wiener Städtischen Gesundheitsamtes wurde, für das er dann 1929 bis 1933 als Arzt arbeitete.

1933 heiratete Sigismund Peller die Montessori-Lehrerin und Psychoanalytikerin Lili Esther Roubiczek (1898–1966).

Im April 1934 emigrierte Sigismund Peller nach Palästina, um einer Verhaftung als exponierter Sozialdemokrat zu entgehen. Er betrieb eine Orangenplantage, praktizierte als Arzt und war publizistisch tätig. 1935 bis 1939 war Peller Dozent für medizinische Statistik und Demografie an der Hebräischen Universität in Jerusalem (القدس / ירושלים), unterbrochen 1936 bis 1937 von einer Gastdozentur an der School of Hygiene and Public Health der Johns Hopkins University in Baltimore (Maryland).

1938 emigrierte Sigismund Peller in die Vereinigten Staaten von Amerika, deren Staatsbürger er 1943 wurde. 1938 bis 1940 Fellow in Human Biology an der Johns Hopkins University, war er 1940 bis 1943 Research Associate an der Graduate School of New York University, außerdem Lecturer on Cancer Epidemiology am Columbia University Hygiene Institute, School of Medicine. 1945 bis 1968 betrieb Peller eine Privatpraxis als Arzt in New York (New York).

Selbstständige Publikationen von Sigismund Peller

● Fehlgeburt und Bevölkerungsfrage (eine medizinisch-statistisch und sozial-biologische Studie). StuttgartLeipzig: Hippokrates-Verlag 1930 (= Hippokrates-Bücher für Ärzte. 5.), 295 S. und Tabellen.

● Der Geburtstod (Mutter und Kind). LeipzigWien: Deuticke 1936 [recte 1935], VII, 110 S.

● Further studies on the role of irritation in cancer. Baltimore, Md.: Johns Hopkins University Press 1937 (= Human biology. 9.), S. 5764.

● Lung cancer among mine workers in Joachimsthal. Baltimore, Md.: Johns Hopkins University Press 1939 (= Human biology. 11.), S. 130143.

● Cancer in man. New York, N.Y.: International Universities Press [1952], xviii, 556 S.

● Cancer in childhood and youth. Bristol: Wright 1960, xii, 291 S.

● Quantitative research in human biology and medicine. Bristol: Wright 1967, xi, 422 S.

● Cancer research since 1900. An evaluation. New York, N.Y.: Philosophical Library 1979, xv, 394 S.

● Not in my time. The story of a doctor. New York, N.Y.: Philosophical Library 1979, xiv, 374 S.

© Reinhard Müller
Stand:
Oktober 2007

Bibliografie
 
Biografien