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Andries Sternheim

geb. Amsterdam, am 17. Mai 1890

gest. Auschwitz, Generalgouvernement (des Deutschen Reichs; heute Oświęcim, Polen), am 6. März 1944

Sozialwissenschaftler, sozialdemokratischer Partei- und Gewerkschaftsfunktionär

Andries Sternheim, Sohn eines Kaufmanns, war seit 1904 – wie Isidore Gompertz Keesing (1876–1943) – Diamantenschleifer, wurde 1908 Mitglied beim »Algemeene Nederlandsche Diamantbewerkersbond« (ANDB; Allgemeiner Niederländischer Diamantenschleiferverband) und 1909 der »Sociaal-Democratische Arbeiderpartij« (SDAP; Sozialdemokratische Arbeiterpartei), in deren Rahmen er 1916 Vorstandsmitglied der Bezirksorganisation Amsterdam III wurde.

Andries Sternheim, der sich seit 1910 auch mit Statistik beschäftigte, war von 1914 bis 1920 Angestellter des Städtischen Arbeitsamts in Amsterdam und 1920 bis 1931 Leiter der Bibliothek und des Archivs des »Internationalen Gewerkschaftsbundes« (IGB; International Federation of Trade Unions, IFTU) in Amsterdam. Daneben war er gewerkschafts- und parteipolitisch in zahlreichen Organisationen und Kommissionen aktiv und publizierte in einschlägigen Organen.

Seit 1931 beim Internationalen Arbeitsamt in Genf / Genève tätig, wurde Andries Sternheim 1934 Leiter der Genfer Zweigstelle des Frankfurter Instituts für Sozialforschung.

1938 kehrte Andries Sternheim nach Amsterdam zurück, wo er zunächst seine Forschungen fortsetzte, seit 1939 als Leiter eines Steuerberatungsbüros arbeitete und im November 1940 aus »rassischen« Gründen von den deutschen Besatzern entlassen wurde. Im Januar 1944 danach in der Privatwirtschaft tätig; im Januar 1944 wurden Sternheim und seine Frau von den deutschen Besatzern verhaftet, ins Konzentrationslager Auschwitz (Oświęcim, Polen) deportiert, wo sie von Nationalsozialisten ermordet wurden.

Selbstständige Publikationen von Andries Sternheim

● (Übersetzer) Friedrich Adler: De verdedigingsrede. Gehouden op 19 en 20 Mei 1917 voor het Buitengewoon gerechtshof (Ausnahme-Gericht) te Weenen. Vertaald van Andries Sternheim. Met een inleidend woord van F[rank] van der Goes. Amsterdam: Ontwikkeling 1917, 30 S. Original: Friedrich Adlers politisches Bekenntnis. Friedrich Adlers Ausführungen anläßlich des Attentatsprozesses nach dem stenographischen Bericht der Wiener Arbeiter-Zeitung. Wien 1917.

● Volkerenbond en wereldvrede. Amsterdam: Ontwikkeling 1920 (= Populair-wetenschappelijke herdrukken. 5.), 100 S.

● Het socialisme in zijn nieuwste schakeeringen. Amsterdam: Elsevier 1922 (= Elsevier’s algemeene bibliotheek. 6.), II, 103 S.

● Het bankwezen in Nederland. Dutch banking, its development and its results. Bewerkt door Dr. A. Sternheim. ‘s-Gravenhage: Morks [1925], 132 S. Niederländisch-Englisch.

● De sociaal-democratie en Sovjet-Rusland. Amsterdam: Ontwikkeling 1926, 16 S.

● (Andreas Sternheim) Der Schutz der arbeitenden Jugend. Zusammengestellt von Andreas Sternheim. Herausgegeben vom Internationalen Gewerkschaftsbund. Amsterdam/Berlin: Internationaler Gewerkschaftsbund / Verlagsgesellschaft des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes 1930 (= Internationale Gewerkschaftsbibliothek. 2. / Reihe Berichte und Dokumente. 1930. 1–2.), 122 S.

● Enkele sociologische beschouwingen over het gezinsverband. Groningen: [s.l. 1935], 14 S. Separatabdruck aus: Mensch en maatschappij, 11. Jg., Nr. 4 (Juli 1935).

● Het probleem van den vrijen tijd in den totalitairen staat. Amsterdam: t Koggeschip [1939], 15 S. Separatabdruck aus: Mensch en maatschappij, 15. Jg., Nr. 1.

Über und Texte von Andries Sternheim auf dieser Website

● Sternheim, Andries: Lazarsfeld-Jahoda, Marie und Hans Zeisl, Die Arbeitslosen von Marienthal. Ein soziographischer Versuch über die Wirkungen langdauernder Arbeitslosigkeit. Mit einem Anhang zur Geschichte der Soziographie. S. Hirzel. Leipzig 1933. (VI u. 123 S.; RM 5.–, geb. RM 6.30), in: Zeitschrift für Sozialforschung (Paris), 2. Jg., Nr. 3 (November 1933), S. 416–417:

● Große Chronik von Gramatneusiedl, Marienthal und Neu-Reisenberg:

© Reinhard Müller
Stand:
April 2006

Bibliografie
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