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Constant von Wurzbach

das ist Constantin Wurzbach; seit 1854: Constantin Wurzbach Edler von Tannenberg; seit 1874: Constantin Wurzbach Ritter von Tannenberg; Pseudonym: W. Constant

geb. Laibach, Krain (heute Ljubljana, Slowenien), am 11. April 1818

gest. Berchtesgaden, Bayern, am 17. August 1893

Lexikograf und Schriftsteller

Constantin Wurzbach, Sohn eines Advokaten, publizierte bereits als Gymnasiast in Laibach in verschiedenen Zeitschriften. Er studierte 1835 bis 1837 Rechtswissenschaft an der Universität Graz (Steiermark), wo er auch gute Kontakte zu den dortigen Schriftstellern unterhielt. 1837 bis 1843 war er beim Militär – zuletzt im Rang eines Unterleutnants der Infanterie – in Krakau (seit 1838 Galizien; Kraków, Polen) und seit 1841 in Lemberg (Galizien; L’viv / Львів, Ukraine). Daneben studierte er seit 1841 Philosophie an der Universität Lemberg, wo er 1843 zum Doktor der Philosophie (Dr. phil.) promoviert wurde. 1843 trat er vom Armee- in den Zivildienst über und wurde Skriptor (wissenschaftlicher Beamter) an der Universitätsbibliothek in Lemberg. 1847 bis 1848 war er Redakteur der »Gazeta Lwówska« (Lwów [L’viv / Львів]; Lemberger Zeitung) und Vertrauter des Gouverneurs von Galizien Franz Grafen Stadion (1806–1853).

1848 übersiedelte Wurzbach nach Wien, wo er Bibliothekar an der kaiserlichen Hofbibliothek wurde, blieb aber weiterhin de facto für Franz Grafen Stadion tätig, der mittlerweile Innenminister in Wien war. 1849 wurde Wurzbach Bibliothekar (eigentlich Vorstand) der Administrativen Bibliothek des Ministeriums des Innern in Wien, zuletzt im Rang eines k(aiserlich) k(öniglichen) Hof- und Regierungsrats. 1874 wurde er zwecks Vollendung seines sechzigbändigen »Biographischen Lexikons des Kaiserthums Österreich« (1856–1891; enthält 24.254 Biographien) dienstfrei gestellt (1891 pensioniert) und lebte seither in Berchtesgaden (Bayern).

Constant von Wurzbach, der auch als Lyriker und Prosaist hervortrat, gilt heute als der bedeutendste lexikografische Biograf des Kaisertums Österreich.

Selbstständige Publikationen von Constant von Wurzbach

● (W. Constant) Mosaik. Krakau [Kraków]: ?? 1841, ?? S.

● Elemente der Geometrie, oder: Theoretische und praktische Planimetrie. Mit 352 Figuren auf 19 Tafeln. Lemberg/Lwow [L’viv / Львів]: Winiarz 1845, VIII, 272 S.

● Die Volkslieder der Polen und Ruthenen. Historisch erläutert. Lemberg/Lwow [L’viv / Львів]: Winiarz 1846, ?? S.

● (W. Constant) Polnische Sprichwörter. Erläutert und mit ähnlichen anderer Nationen verglichen. Lemberg/Lwow [L’viv / Львів]: Stockmann 1846, 80 S. Später unter seinem Namen unter dem Titel: Die Sprichwörter der Polen historisch erläutert, mit Hinblick auf die eigenthümlichsten der Lithauer, Ruthenen, Serben und Slovenen und verglichen mit ähnlichen andrer Nationen mit beigefügten Originalen; ein Beitrag zur Kenntniß slavischer Culturzustände.

● Publizistische und parlamentarische Studien. Tagesfragen von den ausgezeichnetsten Staats-Männern der Gegenwart behandelt und mitgetheilt. Wien: Gerold 1848, VIII, 167 S.

● (Anonym) Parallelen. Leipzig: Wigand 1849, XII, 110 S.

● (Anonym) Von einer verschollenen Königstadt, ein romantisches Gedicht. Vom Verfasser der »Parallelen«. Wien: Pfautsch & Voß 1850, XVI, 300 S.

● Bibliographisch-statistische Übersicht der Literatur des österreichischen Kaiserstaates vom 1. Jänner – 31. December. Wien: Manz (seit Zweiten Bericht: Hof- und Staatsdruckerei) 1853–1857, 3 Bände in 5:

[1]. Band: Erster Bericht vom 1. Jänner bis 31. December 1853. Zweite vermehrte Auflage. 1856, VII, 214 S.

[2]. Band: Zweiter Bericht vom 1. Jänner bis 31. December 1854. 1856, XXII, 686 S.

[3/1]. Band: Dritter Bericht vom 1. Jänner bis 31. December 1855. 1. 1857, XXI, 613 S.

[3/2]. Band: Dritter Bericht vom 1. Jänner bis 31. December 1855. 2. 1857, IV S. & S. 615–1273.

[3/4]. Band: Dritter Bericht vom 1. Jänner bis 31. December 1855. Repertorien, zusammengestellt von Alexander Gigl. 1857, 80 S.

● Die Kirchen der Stadt Krakau, eine Monographie zur Geschichte und Kirchengeschichte des einstigen Königreichs Polen. Wien: Mechitharisten 1853, XII, 402 S.

● Das Elisabethen-Buch. Festalbum denkwürdiger Fürstinnen… Zur Vermählungsfeier Seiner Majestät des Kaisers Franz Joseph I. von Österreich mit Elisabeth Eugenie Herzogin in Baiern. Wien: Pfautsch & Voß 1854, 121 S.

● (W. Constant) Der Page des Kaisers, ein Gedicht von der Treue. Düsseldorf: Arnz 1854, 82 S.

● (W. Constant) Gemmen. Erzählende Dichtungen. Hamburg: Hoffmann & Campe 1855, VIII,199 S.

● Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich, enthaltend die Lebensskizzen der denkwürdigen Personen, welche seit 1750 in den österreichischen Kronländern geboren wurden oder darin gelebt und gewirkt haben. Wien: Hof- und Staatsdruckerei 1856–1891 & 1923, 60 Bände (und 1 später erschienenes Register):

1. Band: A – Blumenthal. 1856, XIV, 482 S.

2. Band: Bninski – Cordova. 1857, 464 S.

3. Band: Coremans – Eger. 1858, 448 S.

4. Band. Egervári – Füchs. 1858, 415 S.

5. Band: Füger – Gsellhofer. 1859, 420 S.

6. Band: Guadagni – Habsburg (Agnes – Ludwig). Mit 8 genealogischen und geschichtlichen Tafeln. 1860, VIII, 475 S.

7. Band: Habsburg (Magdalena – Wilhelmine) – Hartlieb. 1861, IV, 444 S.

8. Band: Hartmann – Heyser. Mit 2 genealogischen Tafeln. 1862, 498 S.

9. Band: Hibler – Hysel. Mit 1 genealogischen Tafel. 1863, VI, 503 S.

10. Band: Kablonowski – Karolina. 1863, 514 S.

11. Band: Károlyi – Kiwisch und Nachträge (I. Folge). Mit 9 genealogischen Tafeln. 1864, VI, 457 S.

12. Band: Klácel – Korzistka. Mit 10 genealogischen Tafeln. 1864, 502 S.

13. Band: Kosarek – Lagkner. Mit 4 genealogischen Tafeln. 1865, XXII, 503 S.

14. Band: Laicharding – Lenzi und Nachträge (II. Folge). Mit 9 genealogischen Tafeln. 1865, IV, 524 S.

15. Band: Leon – Lomeni. Mit 5 genealogischen Tafeln. 1866, IV, 483 S.

16. Band: Londonio – Marlom. Mit 3 genealogischen Tafeln. 1867, IV, 498 S.

17. Band: Maroevich – Meszlény. Mit 2 genealogischen Tafeln. 1867, 493 S.

18. Band: Metastasio – Molitor. Mit 7 genealogischen Tafeln. 1868, IV, 492 S.

19. Band: Moll – Mysliveczek. Mit 6 genealogischen Tafeln. 1868, IV, 518 S.

20. Band: Nabielak – Odelga. Mit 4 genealogischen Tafeln. 1869, 502 S.

21. Band: O’Donnell – Perényi. Mit 7 genealogischen Tafeln. 1870, 510 S.

22. Band: Pergen – Podhradszky und Nachträge (III. Folge). Mit 6 genealogischen Tafeln. 1870, IV, 512 S.

23. Band: Podlaha – Prokesch–Osten und Nachträge (IV. Folge). Mit 6 genealogischen Tafeln. 1872, 404 S.

24. Band: Prokop – Raschdorf und Nachträge (V. Folge). Mit 4 genealogischen Tafeln und dem General–Register über die bisherigen 5 Nachträge. 1872, V, 434 S.

25. Band: Rasner – Rhederer. Mit 5 genealogischen Tafeln. 1873, 426 S.

26. Band: Rhédey – Rosenauer und Nachträge (VI. Folge). Mit 5 genealogischen Tafeln. 1874, VI, 419 S.

27. Band: Rosenberg – Rzikowsky. Mit 5 genealogischen Tafeln. 1874, 374 S.

28. Band: Saal – Sawiczewski und Nachträge (VII. Folge). Mit 4 genealogischen Tafeln. 1874, V, 396 S.

29. Band: Sax – Schimpf. Mit 2 genealogischen Tafeln. 1875, 362 S.

30. Band: Schindler – Schmuzer. Mit 7 genealogischen Tafeln. 1875, IV, 370 S.

31. Band: Schnabel – Schröter. Mit 3 genealogischen Tafeln. 1876, XX, 368 S.

32. Band: Schrötter – Schwicker. Mit 2 genealogischen Tafeln. 1876, 397 S.

33. Band: Schwarzenberg – Seidl. Mit 5 genealogischen Tafeln. 1877, 362 S.

34. Band: Seidl – Sina. Mit 7 genealogischen Tafeln. 1877, 374 S.

35. Band: Sinacher – Sonnenthal. Mit 6 genealogischen Tafeln. 1877, IV, 364 S.

36. Band: Sonnklar – Stadelmann. Mit 13 genealogischen Tafeln. 1878, 336 S.

37. Band: Stadion – Stegmayer. Mit 6 genealogischen Tafeln. 1878, 346 S.

38. Band: Stehlik – Stietka. Mit 8 genealogischen Tafeln. 1879, 369 S.

39. Band: Stifft – Streel. Mit 4 genealogischen Tafeln. 1879, 385 S.

40. Band: Streeruwitz – Suszycki. Mit 9 genealogischen Tafeln. 1880, 368 S.

41. Band: Susil – Szeder. Mit 9 genealogischen Tafeln. 1880, V, 314 S.

42. Band: Szedler – Taaffe. Mit 6 genealogischen Tafeln. 1881, V, 330 S.

43. Band: Tabacchi – Terklau. Mit 6 genealogischen Tafeln. 1881, 301 S.

44. Band: Terlago – Thürmer. Mit 9 genealogischen Tafeln. 1882, 327 S.

45. Band: Thugut – Török. Mit 11 genealogischen Tafeln. 1882, V, 287 S.

46. Band: Toffoli – Traubenburg. Mit 8 genealogischen Tafeln. 1882, 309 S.

47. Band: Traubenfeld – Trzeschtik. Mit 8 genealogischen Tafeln. 1883, 291 S.

48. Band: Trzetrzewinski – Ullepitsch. Mit 9 genealogischen Tafeln. 1883, V, 319 S.

49. Band: Ullik – Vassimon. Mit 10 genealogischen Tafeln. 1884, VI, 326 S.

50. Band: Vastag – Villani. Mit 6 genealogischen Tafeln. 1884, 320 S.

51. Band: Villata – Vrbna. Mit 4 genealogischen Tafeln. 1885, 338 S.

52. Band: Vrcevic – Wallner. Mit 8 genealogischen Tafeln. 1885, 314 S.

53. Band: Wallnöfer – Weigelsperg. Mit 4 genealogischen Tafeln. 1886, 319 S.

54. Band: Weil – Weninger. Mit 11 genealogischen Tafeln. 1886, 312 S.

55. Band: Weninger – Wied. Mit 7 genealogischen Tafeln. 1887, VI, 312 S.

56. Band: Wiedemann – Windisch. Mit 8 genealogischen Tafeln. 1888, 316 S.

57. Band: Windisch–Grätz – Wolf. Mit 4 genealogischen Tafeln. 1889, 316 S.

58. Band: Wolf – Wurmbrand. Mit 14 genealogischen Tafeln. 1889, 342 S.

59. Band: Wurmser – Zhuber. Mit 12 genealogischen Tafeln. 1890, 400 S.

60. Band: Zichy – Zyka. Mit 8 genealogischen Tafeln. 1891, XXXIX, 383 S.

61. Band: Register zu den Nachträgen. 1923, 16 S.

● Österreichs historische-geographische Literatur im Jahre 1855. Wien: Hof- und Staatsdruckerei 1857, 176 S.

● (W. Constant) Kameen, erzählende Dichtungen. Düsseldorf: Arnz 1856, IX, 138 S.

● Zur Literatur der Wallenstein-Trilogie von Schiller, ein bibliographischer Versuch. Wien: Hof- und Staatsdruckerei 1859, 5, 35 S.

● Das Schiller-Buch. Festgabe zur ersten Säcularfeier von [Friedrich] Schiller’s Geburt 1859. Mit XL Tafeln Abbildungen und Photo-Autographen. Wien: Hof und Staatsdruckerei 1859, XXIV, 324 S.

● Habsburg und Habsburg-Lothringen, eine biblio-biographisch-genealogische Studie. Wien: Hof- und Staatsdruckerei 1861, VIII, 505 S.

● Joseph Haydn und sein Bruder Michael. Zwei bibliographische Künstler-Skizzen. Wien: Hof- und Staatsdruckerei 1861, 48 S.

● Historische Wörter, Sprichwörter und Redensarten in Erläuterungen. Prag [Praha]: Kober 1863, XVI, 367 S.

● Glimpf und Schimpf in Spruch und Wort. Sprach- und sittengeschichtliche Aphorismen. Wien: Lechner 1864, VII, 197 S.

● [Wolfgang Amadeus] Mozart-Buch. Wien: Wallishausser 1869, 295 S.

● Franz Grillparzer. Wien: Hügel 1871, 64 S. Umschlagtitel: Festschrift zum achtzigsten Geburtstage Franz Grillparzers.

● (W. Constant) Cyclamen. Wien: Hügel 1873, 233, IX S.

● (W. Constant) Aus dem Psalter eines Poeten. Darmstadt: Otto 1874, VII, 110 S.

● [Karl] Rokitansky, zum Besten eines Reisestipendiums für einen Doctoranden der Medizin. Wien: Braumüller 1874, 18 S.

● Ein Madonnen-Maler unserer Zeit. Biographische Studie. Mit zwei Kunstbeilagen. Wien: Manz 1879, VIII, 172 S. Über Eduard Steinle.

● Die Familie Widmanstetter, seit 1668 Beckh-Widmanstetter. Wien: Hof- und Staatsdruckerei 1887, 23 S.

Über und Texte von Constant von Wurzbach auf dieser Website

● [Wurzbach, Constant(in) von]: Todesco, Hermann, in ders.: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich, enthaltend die Lebensskizzen der denkwürdigen Personen, welche seit 1750 in den österreichischen Kronländern geboren wurden oder darin gelebt und gewirkt haben. Von Dr. Constant von Wurzbach. Fünfundvierzigster Theil: Thugut – Török. Mit eilf genealogischen Tafeln. Mit Unterstützung des Autors durch die kaiserliche Akademie der Wissenschaften. Wien: Verlag der k.k. Hof- und Staatsdruckerei 1882, S. 224–227:

● [Wurzbach, Constant(in) von]: Wurm, Franz, in ders.: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Österreich, enthaltend die Lebensskizzen der denkwürdigen Personen, welche seit 1750 in den österreichischen Kronländern geboren wurden oder darin gelebt und gewirkt haben. Von Dr. Constant von Wurzbach. Siebenundfünfzigster Theil: Windisch-Grätz – Wolf. Mit vier genealogischen Tafeln. Mit Unterstützung des Autors durch die kaiserliche Akademie der Wissenschaften. Wien: Verlag der k.k. Hof- und Staatsdruckerei 1889, S. 278–281:

● Große Chronik von Gramatneusiedl, Marienthal und Neu-Reisenberg:

© Reinhard Müller
Stand:
April 2006

Bibliografie
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