FABRIK & ARBEITERKOLONIE MARIENTHAL

DIE MARIENTHAL-STUDIE

QUELLEN

CHRONIK

BILDER

HÄUSERBUCH

PLÄNE

DIE STUDIE

DAS PROJEKTTEAM

BIBLIOTHEK

ARCHIV

KÜNSTLER-SICHTEN

     

EINFÜHRUNG
 
HOME
IMPRESSUM
FEEDBACK

 
ENGLISH

Der Bleiche- und Appreturkomplex

der Textilfabrik Marienthal (1930)

Der »Lageplan« erleichtert die rasche Verortung des Gebäudes, das »Bild« ermöglicht einen ersten optischen Eindruck (weitere Bilder gibt es im umfangreichen Bildarchiv des Virtuellen Archivs »Marienthal«). Zum raschen Auffinden von Gebäuden, Gebäudeteilen und Grünanlagen benutzen Sie, bitte, das Register, für einen optischen Überblick den kommentierten »Plan Fabrik Marienthal« und die »Bildansicht Fabrik«.

Der Bleiche- und Appreturkomplex lag in Gramatneusiedl und Reisenberg westlich der Hauptstraße, südlich vom Feilbach und nördlich von der Fischa. Er bestand aus dem Bleiche- und Appretur-Hauptgebäude sowie 32 Anbauten und Nebengebäuden, insgesamt 6.170,96 m2 verbaute Fläche auf 5.024,24 m2 verbauter Grundfläche.

Besitzer: Max Todesco, seit 1858 Eduard und Moritz von Todesco, seit 1864 »Actien-Gesellschaft der Baumwoll-Spinnereien, Webereien, Bleiche, Appretur, Färberei und Druckerei zu Trumau und Marienthal«, seit 1931 teilweise Privatbesitz, teilweise Besitz der Gemeinde Gramatneusiedl und teilweise seit 1939 »Landwirtschaftliche Genossenschaft Gramatneusiedl«.

Zustand im April 2006: Der Komplex wurde 1931 fast vollständig abgerissen. Es sind heute nur mehr wenige Gebäude erhalten: die Warenlegerei und das Magazin, welche jetzt als Wohnhaus dienen (Hauptstraße 72), der östliche Teil des Bleiche- und Appretur-Hauptgebäudes, heute Lagerraum für ein Geschäft, die Bleiche-Aborte und Holzlagen sowie die Warenlegerei-Aborte, schließlich das Schleusenhaus II, welches jedoch weitgehend ein Neubau ist. An der Stelle des ehemaligen Bleiche- und Appreturkomplexes befinden sich heute großteils private Wohnhäuser mit kleinen Grünanlagen sowie eine Lagerhalle für ein Geschäft (ehemalige Kraut- und Gemüseverarbeitungshalle der »Landwirtschaftlichen Genossenschaft Gramatneusiedl« sowie der »Obst- und Gemüsegenossenschaft Gramatneusiedl« mit neuen Zubauten), An der Fischa 2.

Lageplan Bild

 

1) Bleiche- und Appretur-Hauptgebäude

Reisenberg (südwestlicher Teil) und Gramatneusiedl (nordöstlicher Teil), an die Sengerei, das Bleiche-Kesselhaus, das Bleiche-Dampfmaschinenhaus, den Transmissionsseilgang sowie die Bleiche-Aborte und Holzlagen südlich, an die Warenlegerei und das Magazin westlich, an die Stärkekocherei, das Motorlokal und den Merzerisationsraum nördlich, an die Garnbleiche östlich angebaut.

Lageplan Bild

Erbaut 1869; Erdgeschoss (mit Scheddach); 63,40 X 21,90 m = 1.388,46 m2 verbaute Grundfläche; Gebäude-Schätzung 1926, Ordnungszahl 156.

In dieser Abteilung wurden die Produkte der Weberei und Spinnerei einerseits gebleicht, andererseits veredelt, das heißt, ihnen – außer Bleichen, Färben und Bedrucken – der endgültig gewünschte Charakter bezüglich Aussehen, Glanz, Griff, Fülle und so weiter verliehen. Die Appretierung gefärbter Gewebeprodukte erfolgte im Allgemeinen im Färberei- und Appreturtrakt des Färberei-, Wäscherei- und Druckereikomplexes.

Der Gebäudetrakt wurde 1931 fast vollständig abgerissen und als Wiese (mit Blick auf die erhalten gebliebenen Scheds) genutzt, teilweise seit 1931 im Privatbesitz, teilweise seit 1939 im Besitz der »Landwirtschaftlichen Genossenschaft Gramatneusiedl«. Lediglich zweieinhalb der östlich gelegenen Scheds sind noch erhalten und dienten, mittlerweile renoviert, bis Januar 2009 als Warenlager des Lebensmittelgeschäftes »Spar-Markt«.

 

2) Garnbleiche

Reisenberg, an die Sengerei südlich, an das Bleiche- und Appretur-Hauptgebäude westlich, an den Aufzuganbau nördlich, an das Verladevordach östlich angebaut.

Lageplan Bild

Erbaut 1871; Erdgeschoss und ein Stockwerk; 22,00 X 19,50 m = 429,00 m2 verbaute Grundfläche; Gebäude-Schätzung 1926, Ordnungszahl 146.

In dieser Abteilung wurde das Garn gebleicht.

Der Gebäudetrakt wurde 1931 abgerissen. An dieser Stelle befindet sich heute verbautes Areal.

 

3) Verladevordach

Reisenberg, an die Garnbleiche westlich angebaut.

Lageplan

Erbaut 1871; 9,00 X 3,85 m = 34,65 m2 überdachte Fläche; Gebäude-Schätzung 1926, Ordnungszahl 145.

Der Gebäudetrakt wurde 1931 abgerissen. An dieser Stelle befindet sich heute verbautes Areal.

 

4) Sengerei

Reisenberg, an das Bleiche-Kesselhaus westlich, an die Garnbleiche sowie an das Bleiche- und Appretur-Hauptgebäude nördlich angebaut.

Lageplan

Erbaut 1883; Erdgeschoss; 10,20 X 3,50 m und 8,40 X 6,40 m = 89,46 m2 verbaute Grundfläche; Gebäude-Schätzung 1926, Ordnungszahl 147.

In dieser Abteilung wurden aus Garnen und Geweben herausragende Faserenden durch Hitzeeinwirkung entfernt, um ein glattes Produkt zu erhalten.

Der Gebäudetrakt wurde 1931 abgerissen. An dieser Stelle befindet sich heute unbebautes Areal.

 

5) Bleiche-Kesselhaus (Kesselhaus V)

Reisenberg, an das Bleiche-Dampfmaschinenhaus westlich, an das Bleiche- und Appretur-Hauptgebäude nördlich, an die Sengerei östlich angebaut.

Lageplan Bild

Erbaut 1889; Erdgeschoss; 18,70 X 15,35 m und 5,10 X 10,25 m = 339,33 m2 verbaute Grundfläche; Gebäude-Schätzung 1926, Ordnungszahl 148.

Der Gebäudetrakt wurde 1931 abgerissen. An dieser Stelle befindet sich heute unbebautes Areal.

 

6) Bleiche-Schornstein

Reisenberg, in den östlichen Teil des Bleiche-Kesselhauses eingebaut, an das Bleiche-Dampfmaschinenhaus westlich angebaut.

Lageplan Bild

Erbaut 1889; Säule, 40,00 m hoch, auf einem 7,00 m hohen Sockel (4,65 X 4,65 m = 21,62 m2 verbaute Grundfläche), Gesamthöhe 47,00 m; Gebäude-Schätzung 1926, Ordnungszahl 149.

Östlich des Bleiche-Schornsteins und nördlich des Bleiche-Dampfmaschinenhauses lag ein Brunnen.

Der Schornstein wurde 1931 umgelegt. An dieser Stelle befindet sich heute unbebautes Areal.

 

7) Bleiche-Dampfmaschinenhaus

Gramatneusiedl, an den Transmissionsseilgang westlich, an das Bleiche- und Appretur-Hauptgebäude nördlich, an das Bleiche-Kesselhaus und den Bleiche-Schornstein östlich angebaut.

Lageplan

Erbaut 1889; Erdgeschoss; 9,75 X 4,75 m = 46,31 m2 verbaute Grundfläche; Gebäude-Schätzung 1926, Ordnungszahl 150.

Der Gebäudetrakt wurde 1931 abgerissen. An dieser Stelle befindet sich heute unbebautes Areal.

 

8) Transmissionsseilgang

Gramatneusiedl, an das Bleiche- und Appretur-Hauptgebäude nördlich, an das Bleiche-Dampfmaschinenhaus östlich angebaut.

Lageplan

Erbaut 1890; Erdgeschoss; 12,50 X 0,70 m = 8,75 m2 verbaute Grundfläche; Gebäude-Schätzung 1926, Ordnungszahl 151.

Der Gebäudetrakt wurde 1931 abgerissen. An dieser Stelle befindet sich heute unbebautes Areal.

 

9) Bleiche-Aborte und Holzlagen

Gramatneusiedl, an das Bleiche- und Appretur-Hauptgebäude nördlich angebaut.

Lageplan

Erbaut 1895; Erdgeschoss; 12,42 X 2,60 m = 32,29 m2 verbaute Grundfläche; Gebäude-Schätzung 1926, Ordnungszahl 152.

Es befanden sich westlich die Abortanlagen, ausgestattet mit vier Trichterklosetts sowie einem Pissoir, und östlich fünf Holzlagen.

Der Gebäudetrakt ist noch vorhanden, aber abbruchreif.

 

10) Warenlegerei-Aborte

Gramatneusiedl, an das Magazin westlich, an die Warenlegerei nördlich angebaut.

Lageplan

Erbaut 1891; Erdgeschoss; 4,70 X 3,90 m = 18,33 m2 verbaute Grundfläche; Gebäude-Schätzung 1926, Ordnungszahl 153.

Die Abortanlage war mit vier Trichterklosetts und einem Pissoir ausgestattet.

Der Gebäudetrakt ist noch erhalten und in die Räumlichkeiten der ehemaligen Warenlegerei und des Magazins integriert.

 

11) Warenlegerei und Magazin (Altes Kontor)

Gramatneusiedl, an die Warenlegerei-Aborte und das Pissoir des Fabrikgasthauses südlich, an das Verladevordach westlich, an das Bleiche- und Appretur-Hauptgebäude östlich angebaut.

Lageplan Bild

Erbaut 1891; Erdgeschoss und ein Stockwerk; 26,50 X 8,45 m und 21,90 X 3,90 m = 309,34 m2 verbaute Grundfläche; Gebäude-Schätzung 1926, Ordnungszahl 154.

Der Gebäudetrakt wurde ursprünglich als Warenlegerei und Kontor genutzt. Im nördlichen Teil des Trakts, an die Warenlegerei-Aborte östlich angebaut, befand sich das Magazin, im südlichen Teil, an der Hauptstraße gelegen, die Warenlegerei.

1932 bis 1945 war hier das Geschäft vom »Consum-Verein Marienthal« untergebracht, der dort seine neue Verkaufsstelle einrichtete. Heute ist dieser Gebäudetrakt noch erhalten und in das Wohnhaus Hauptstraße 72 integriert.

 

12) Verladevordach

Gramatneusiedl, an die Warenlegerei und das Magazin östlich angebaut.

Lageplan

Erbaut 1891; 6,80 X 2,80 m = 19,04 m2 überdachte Fläche; Gebäude-Schätzung 1926, Ordnungszahl 155.

Der Gebäudetrakt wurde nach 1945 abgerissen.

 

13) Stärkekocherei

Reisenberg, an das Bleiche- und Appretur-Hauptgebäude südlich, an das Motorlokal östlich angebaut.

Lageplan

Erbaut 1904; Erdgeschoss; 4,48 X 2,95 m = 13,22 m2 verbaute Grundfläche; Gebäude-Schätzung 1926, Ordnungszahl 157.

Der Gebäudetrakt wurde 1931 abgerissen. An dieser Stelle befindet sich heute eine Zufahrtstraße.

 

14) Motorlokal

Reisenberg, an die Stärkekocherei westlich, an das Bleiche- und Appretur-Hauptgebäude südlich, an den Merzerisationsraum östlich angebaut.

Lageplan

Erbaut 1907; Erdgeschoss; 5,53 X 4,17 m = 23,06 m2 verbaute Grundfläche; Gebäude-Schätzung 1926, Ordnungszahl 158.

Der Gebäudetrakt wurde 1931 abgerissen. An dieser Stelle befindet sich heute eine Zufahrtstraße.

 

15) Merzerisationsraum

Reisenberg, an das Motorlokal westlich, an das Bleiche- und Appretur-Hauptgebäude südlich angebaut.

Lageplan

Erbaut 1913; Erdgeschoss; 19,90 X 4,20 m = 83,58 m2 verbaute Grundfläche; Gebäude-Schätzung 1926, Ordnungszahl 159.

In dieser Abteilung wurden Baumwollerzeugnisse nach der Methode des englischen Chemikers und Industriellen John Mercer (1891–1866) veredelt, um ihren Glanz, ihr Farbstoffaufnahmevermögen, ihre Festigkeit und Elastizität zu erhöhen.

Der Gebäudetrakt wurde 1931 abgerissen. An dieser Stelle befindet sich heute eine Zufahrtstraße.

 

16) Aufzuganbau

Reisenberg, an die Garnbleiche südlich angebaut.

Lageplan

Erbaut 1922; Erdgeschoss und ein Stockwerk; 3,90 X 2,25 m = 8,78 m2 verbaute Grundfläche; Gebäude-Schätzung 1926, Ordnungszahl 160.

Der Gebäudetrakt wurde 1931 abgerissen. An dieser Stelle befindet sich heute eine Zufahrtstraße.

Südwestlich der Garnbleiche und westlich vom Arbeiterwohnhaus Neugebäude, südlich des Bleichezuflusses, östlich der Piesting und nördlich der Fischa gelegen, befand sich eine Trockenhänge- und Magazinanlage mit elf Gebäuden:

 

17) Werkzeugschuppen

Reisenberg, frei stehend, östlich der Piesting vor dem Zusammenfluss mit der Fischa, ganz im Westen des Bleiche- und Appreturkomplexes gelegen.

Lageplan

Erbaut 1890; Erdgeschoss; 3,50 X 2,90 m = 10,15 m2 verbaute Grundfläche; Gebäude-Schätzung 1926, Ordnungszahl 143.

Das Gebäude wurde 1931 abgerissen. An dieser Stelle befindet sich heute unbebautes Grünland.

 

18) Allgemeines Magazin (Alter Kistenschuppen)

Reisenberg, nordöstlich des Zusammenflusses von Piesting und Fischa, östlich des Werkzeugschuppens, westlich der Trockenhänge und des Elektrikermagazins gelegen, an das Eisenmagazin südlich angebaut.

Lageplan Bild

Erbaut 1894; Erdgeschoss; 13,56 X 9,45 m = 128,14 m2 verbaute Grundfläche; Gebäude-Schätzung 1926, Ordnungszahl 141.

Der Gebäudetrakt, der ursprünglich als Kistenschuppen diente, wurde 1931 abgerissen. An dieser Stelle befindet sich heute unbebautes Grünland.

 

19) Eisenmagazin

Reisenberg, an das Allgemeine Magazin nördlich angebaut.

Lageplan

Erbaut 1905; Erdgeschoss; 10,00 X 5,85 m = 58,50 m2 verbaute Grundfläche; Gebäude-Schätzung 1926, Ordnungszahl 142.

Der Gebäudetrakt wurde 1931 abgerissen. An dieser Stelle befindet sich heute unbebautes Grünland.

 

20) Trockenhänge (Trockenturm)

Reisenberg, nördlich der Fischa, östlich des Allgemeinen Magazins und des Eisenmagazins, westlich des Kistenschuppens gelegen, an das Elektrikermagazin und die Kammholztrocknerei nördlich, an das Benzinlokal westlich und nördlich angebaut.

Lageplan Bild

Erbaut 1871; Erdgeschoss und zwei Stockwerke; 15,60 X 11,50 m und 10,20 X 2,00 m = 199,80 m2 verbaute Grundfläche; Gebäude-Schätzung 1926, Ordnungszahl 138.

In den Gebäudetrakt, auch »Trockenturm« genannt, waren östlich zwei größere Heizkamine eingebaut.

Der Gebäudetrakt wurde 1931 abgerissen. An dieser Stelle befindet sich heute unbebautes Grünland.

 

21) Elektrikermagazin

Reisenberg, an die Trockenhänge südlich angebaut.

Lageplan Bild

Erbaut 1906; Erdgeschoss; 8,75 X 5,81 m = 50,84 m2 verbaute Grundfläche; Gebäude-Schätzung 1926, Ordnungszahl 140.

Der Gebäudetrakt wurde 1931 abgerissen. An dieser Stelle befindet sich heute unbebautes Grünland.

 

22) Kammholztrocknerei

Reisenberg, an die Trockenhänge südlich angebaut.

Lageplan

Erbaut 1888; Erdgeschoss; 7,00 X 5,00 m = 35,00 m2 verbaute Grundfläche; Gebäude-Schätzung 1926, Ordnungszahl 137.

Der Gebäudetrakt wurde 1931 abgerissen. An dieser Stelle befindet sich heute unbebautes Grünland.

 

23) Benzinlokal

Reisenberg, an die Trockenhänge südlich und östlich angebaut.

Lageplan

Erbaut 1871; Erdgeschoss; 2,00 X 2,00 m = 4,00 m2 verbaute Grundfläche; Gebäude-Schätzung 1926, Ordnungszahl 139.

Der Gebäudetrakt wurde 1931 abgerissen. An dieser Stelle befindet sich heute unbebautes Grünland.

An der Fischa lagen mehrere zum Bleiche- und Appreturkomplex gehörende, meist frei stehende Gebäude:

 

24) Schleusenhaus I

Reisenberg, frei stehend, an der Fischa, südlich des Kistenschuppens gelegen.

Lageplan

Erbaut 1860; Erdgeschoss; 12,70 X 6,10 m = 77,47 m2 verbaute Grundfläche; Gebäude-Schätzung 1926, Ordnungszahl 136.

Das Gebäude wurde in den 1950er Jahren abgerissen.

 

25) Garnmagazin (Alte Garnlufthänge)

Reisenberg, an der Fischa, östlich der Kammholztrocknerei, des Benzinlokals und der Trockenhänge, westlich der Holzlagen IV des Arbeiterwohnhauses Neugebäude gelegen, an das Verladevordach südlich, an den Kistenschuppen östlich angebaut.

Lageplan

Erbaut 1909; Erdgeschoss; 22,40 X 19,10 m = 427,84 m2 verbaute Grundfläche; Gebäude-Schätzung 1926, Ordnungszahl 133.

Ursprünglich befand sich hier die Garnlufthänge.

Der Gebäudetrakt, seit 1940 von der »Landwirtschaftlichen Genossenschaft Gramatneusiedl« als Maschinenmagazin benutzt, wurde nach 1945 abgerissen und an dessen Stelle eine Kraut- und Gemüseverarbeitungshalle der »Landwirtschaftlichen Genossenschaft Gramatneusiedl« sowie der »Obst- und Gemüsegenossenschaft Gramatneusiedl«, Reisenberg 229 (heute An der Fischa 2), errichtet. An dieser Stelle befinden sich heute die als Lagerhalle genutzte ehemalige Kraut- und Gemüseverarbeitungshalle sowie weitere neue Zubauten für Lager-, Reparatur- und Kanzleiräumlichkeiten eines privaten Unternehmens.

 

26) Verladevordach

Reisenberg, an das Garnmagazin nördlich angebaut.

Lageplan

Erbaut 1909; 3,80 X 4,50 m = 17,10 m2 überdachte Fläche; Gebäude-Schätzung 1926, Ordnungszahl 134).

Der Gebäudetrakt wurde nach 1945 abgerissen.

 

27) Kistenschuppen

Reisenberg, an das Garnmagazin westlich angebaut.

Lageplan

Erbaut 1912; Erdgeschoss; 22,20 X 8,10 m = 179,82 m2 verbaute Grundfläche; Gebäude-Schätzung 1926, Ordnungszahl 135.

Der Gebäudetrakt, seit 1940 von der »Landwirtschaftlichen Genossenschaft Gramatneusiedl« als Garage und Schuppen benutzt, wurde nach 1945 abgerissen und an dessen Stelle 1950 eine Kraut- und Gemüseverarbeitungshalle der »Landwirtschaftlichen Genossenschaft Gramatneusiedl« sowie der »Obst- und Gemüsegenossenschaft Gramatneusiedl«, Reisenberg 229 (heute An der Fischa 2), errichtet. An dieser Stelle befinden sich heute die als Lagerhalle genutzte ehemalige Kraut- und Gemüseverarbeitungshalle sowie weitere neue Zubauten für Lager-, Reparatur- und Kanzleiräumlichkeiten eines privaten Unternehmens.

 

Nordwestlich des Bleiche- und Appreturgebäudes, südöstlich vom Feilbach gelegen, befand sich eine Stall- und Magazinanlage mit sechs Gebäuden:

28) Kohlenlager

Gramatneusiedl (nördlicher Teil) und Reisenberg (südlicher Teil), freiliegend, westlich des Verladevordachs, der Garnbleiche, des Stall- und Magazingebäudes sowie des Feuerwehrdepots, südöstlich vom Feilbach gelegen.

Lageplan Bild

Angelegt 1874; ebenerdiger Lagerplatz um das westliche Industriegleis.

Der Lagerplatz wurde 1931 aufgelassen. An dieser Stelle befinden sich heute ein privates Wohnhaus und eine private Gartenanlage.

 

29) Stall- und Magazingebäude (mit ehemaligem Krankenzimmer)

Gramatneusiedl, nördlich der Sengerei und des Bleiche-Kesselhauses, südöstlich vom Feilbach gelegen, an das Feuerwehrdepot und die Rollkammer des Arbeiterwohnhauses Schulhof südöstlich, an das Vordach nördlich, an die Holzlagen II des Arbeiterwohnhauses Spitalhof südwestlich angebaut.

Lageplan Bild

Erbaut 1850; Erdgeschoss; 56,00 X 11,70 m = 655,20 m2 verbaute Grundfläche; Gebäude-Schätzung 1926, Ordnungszahl 175.

In dem Gebäude war 1850 bis zur Errichtung des ersten Fabrikspitals 1864 auch das Krankenzimmer der Textilfabrik Marienthal untergebracht.

Der Gebäudetrakt, seit 1931 im Privatbesitz, wurde 1991 abgerissen. An dieser Stelle befindet sich heute eine private Wohnhausanlage, Hauptstraße 66.

 

30) Vordach

Gramatneusiedl, an das Stall- und Magazingebäude östlich angebaut.

Lageplan

Erbaut 1910; 3,90 X 5,80 m = 22,62 m2 überdachte Fläche; Gebäude-Schätzung 1926, Ordnungszahl 174.

Der Gebäudetrakt wurde 1931 abgerissen.

 

31) Feuerwehrdepot der »Freiwilligen Fabriksfeuerwehr Marienthal«

Gramatneusiedl, an das Stall- und Magazingebäude nordwestlich angebaut.

Lageplan Bild

Erbaut 1850; Erdgeschoss; 15,65 X 11,75 m = 183,89 m2 verbaute Grundfläche; Gebäude-Schätzung 1926, Ordnungszahl 176.

Seit Gründung der »Freiwilligen Fabriksfeuerwehr Marienthal« im Jahr 1876 (aufgelöst 1932) befand sich hier deren Depot für Löschgerätschaften, daher auch »Feuerlöschdepot« genannt.

Der Gebäudetrakt, seit 1931 im Privatbesitz, wurde 1991 abgerissen. An dieser Stelle befindet sich heute eine private Wohnhausanlage, Hauptstraße 66.

 

32) Mistgrube

Gramatneusiedl, frei stehend, nordwestlich des Stall- und Magazingebäudes, südwestlich der Holzlagen und Aborte des Arbeiterwohnhauses Schulhof, südlich vom Feilbach gelegen.

Lageplan

Erbaut 1850; 13,00 X 5,90 m = 76,70 m2 Grundfläche; Gebäude-Schätzung 1926, Ordnungszahl 177.

Die zwei Meter tiefe, gemauerte Mistgrube wurde um 1931 aufgelassen. An dieser Stelle befindet sich heute unbebautes Grünland.

 

33) Schleusenhaus II

Gramatneusiedl, frei stehend, südwestlich vom Arbeiterwohnhaus Altgebäude, nordwestlich vom Arbeiterwohnhaus Schulhof am Feilbach gelegen.

Lageplan Bild

Erbaut 1846; Erdgeschoss; 10,65 X 3,00 m = 31,95 m2 verbaute Grundfläche; Gebäude-Schätzung 1926, Ordnungszahl 180.

Das Gebäude ist – jedoch weitgehend als Neubau – noch vorhanden.

© Reinhard Müller
Stand: Juli 2011

Allgemeines
Die Fabrik

Spinnerei
Weberei
Bleiche & Appretur
Färberei, Wäscherei, Druckerei
Industriegleisanlage

Wohnhäuser
Infrastrukturanlagen
Grünanlagen
Marienthal – Gramatneusiedl
Marienthal – Neu-Reisenberg
Außerhalb Marienthals
 
Plan Fabrik Marienthal
Bildansicht Fabrik
Bauphasen Fabrik

 
Plan Neu-Reisenberg
Bauphasen Neu-Reisenberg
 
Register