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Große Chronik von Gramatneusiedl, Marienthal und Neu-Reisenberg 1941

1941

Abgesehen von Meldungen über gefallene, also ermordete, und vermisste Soldaten, bekommt die Bevölkerung Gramatneusiedls den Krieg zum ersten Mal am 25. März 1941 direkt, wenngleich noch harmlos, zu spüren: Wegen befürchteter Luftangriffe werden erstmals Verdunklungsmaßnahmen verfügt.

1941

Am Palmsonntag, dem 6. April 1941, werden in Gramatneusiedl erstmals Kampfflugzeuge am Himmel beobachtet: Etwa 70 Bomber der deutschen Luftwaffe steigen mehrmals vom Einsatzflughafen Rannersdorf (heute zu Schwechat, Niederösterreich) auf, um Belgrad (Beograd / Београд) zu bombardieren.

1941

Am 5. Mai 1941 findet eine Wallfahrt nach Maria-Lanzendorf (Niederösterreich) statt, die letzte gemeinsame Wallfahrt der Gemeinden Moosbrunn (Niederösterreich) und Gramatneusiedl bis Kriegsende, an der etwa 250 bis 270 Personen teilnehmen. Gemäß Kundmachung der Erzdiözese Wien vom 19. Mai 1941 dürfen Prozessionen und Umzüge der katholischen Kirche nur mehr an Sonntagen und ausschließlich auf kircheneigenem Grund abgehalten werden, ausgenommen die Fronleichnams- und die Auferstehungsprozession. Tatsächlich kann in Gramatneusiedl nur mehr im Jahr 1942 die Fronleichnamprozession durch den Ort geführt werden.

1941

Im Auftrag der »Landwirtschaftlichen Genossenschaft Gramatneusiedl« veröffentlicht Michael Reiner 1941 eine Festschrift anlässlich des fünfzigjährigen Bestandes der Genossenschaft. Die Schrift lässt deutlich die nationalsozialistische Prägung erkennen. ( Text.)

1941

1941 lässt Adolf Ahlers (1899–1968) seine im September 1940 erworbene Weberei in Marienthal um eine Schneiderei für den eigenen Konfektionsbetrieb erweitern, welche über etwa 75 Nähmaschinen verfügt; diese bleibt bis 1943 in Betrieb.

1941

Der 1871 gegründete »Männer-Gesang-Verein ›Geselligkeit‹ Marienthal«, seit den 1920er Jahren eine Basisorganisation der Nationalsozialisten, stellt mit Juni 1941 seine Tätigkeiten ein. Erst im April 1948 wird er seine Aktivitäten wieder aufnehmen.

1941

In den Monaten Dezember 1941 bis Februar 1942 herrscht ein ungewöhnlich kalter Winter.

© Reinhard Müller
Stand: Juni 2010

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