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Große Chronik von Gramatneusiedl, Marienthal und Neu-Reisenberg 1979

1979

Die massiven Schneefälle und schweren Stürme vom 19. Januar 1979 betreffen auch Gramatneusiedl.

1979

Am 16. März 1979 beginnt eine neue Renovierungsphase der Kirche Sankt Peter und Paul, wobei die Kirche zunächst einmal vollständig ausgeräumt wird. Die Firma Wirrer, Zwölfaxing (Niederösterreich), verlegt eine neue Fußbodenheizung, die anderen Bauarbeiten werden durch Karl Dorner (1921–1991), Gramatneusiedl, und die Firma Sikora, Reisenberg (Niederösterreich), ausgeführt. Der Altar wird verlegt und als Volksaltar errichtet. Der alte Eingang zur Kirche wird zugemauert, in der dadurch entstandenen Nische eine Figurengruppe (Heilige Familie), um 1750 gefertigt, aufgestellt. Auch die von den »Mariahilfschwestern Don Boscos« im Pfarrgarten angelegte Lourdesgrotte wird wieder hergerichtet. Während der Bauarbeiten finden alle kirchlichen Zeremonien im Pfarrsaal statt. Am 7. Juli 1979 wird die Kirche wieder bezogen. Auch die alte Küche in der ehemaligen Kinderbewahranstalt wird wieder hergerichtet, um hier nach den Gottesdiensten ein »Pfarrstüberl« für ein gemütliches Zusammensein zu betreiben. Diese Tradition wird seit 1991 im »Pfarrcafé« fortgesetzt. Erst im Dezember 1988 wird diese Restaurierungsphase der Kirche abgeschlossen.

1979

Die Wohnbaugenossenschaft »Gebös« (Gemeinnützige Baugenossenschaft österreichischer Siedler und Mieter) beginnt mit dem Bau von zunächst drei Häusern mit Eigentumswohnungen. Dazu muss die Kleingartenanlage »Choleraspital« aufgelassen und das 1866 errichtete, im Gemeindebesitz befindliche und 1925 zu einem Wohnhaus umgebaute ehemalige Isolierspital, Zur Piesting 11, abgerissen werden.

1979

1979 wird mit dem Ausbau des Erdgasnetzes begonnen. Auch die Kirche Sankt Peter und Paul wird an das Gasnetz angeschlossen, wodurch die Beheizung nun durch Gas anstatt Koks erfolgt.

1979

1979 lässt »Raiffeisen-Lagerhaus Wiener Becken, Filiale Gramatneusiedl« die neue Landwirtschaftliche Maschinen-Werkstätte Gramatneusiedl errichten.

1979

Im Juni 1979 legt der ortsansässige Architekt Josef Hums (geb. 1941) gemeinsam mit seinem Kompagnon Alois Seliger eine erste »Studie zur Revitalisierung der Arbeitersiedlung Marienthal, Gemeinde Gramatneusiedl« vor. ( Text.) Weiters kauft die Gemeinde Gramatneusiedl das ehemalige Arbeiterwohnhaus Hauptstraße 45 (erbaut 1881, revitalisiert 1989). Die Revitalisierung der später so genannten Arbeitersiedlung Marienthal beginnt jedoch erst 1987.

1979

Nach ihrer ersten Erkundungsreise im Januar 1978 führen Michael Freund (geb. 1949), János Marton (geb. 1949) und Birgit Flos (geb. 1944) vom August 1979 bis Dezember 1981 eine umfassende Nachfolgestudie zur Marienthal-Studie durch, wobei sie versuchen, Teile dieser Studie zu wiederholen, diese aber auch mittels neuer Methoden und Techniken sowie durch den Einsatz des Mediums Film zu erweitern: »Marienthal 1930–1980. Rückblick und sozialpsychologische Bestandaufnahme in einer ländlichen Industriegemeinde«. ( Text.) Als Teil des Projekts wird im September 1979 eine Fotoausstellung mit Abbildungen von Marienthaler Kindern in den Fenstern einiger Häuser in der Hauptstraße Gramatneusiedls gezeigt. Ebenfalls im September 1979 wird eine erste Videodokumentation, die im Rahmen des Projekts entstanden war, unter freiem Himmel in Marienthal vorgeführt. Bis 1980 entsteht außerdem eine Video-Chronik Marienthals mit etwa 30 Stunden Filmmaterial.

1979

Mit Schulbeginn am 3. September 1979 wird an der Volks- und Hauptschule Gramatneusiedl erstmals die Fünf-Tage-Woche eingeführt. Das zum Schulzentrum umgebaute Gebäude mit Sporthalle, neuen Klassenzimmern und Pausenraum wurde bereits am 27. Mai 1979 feierlich eröffnet.

1979

Vom 30. September bis 6. Oktober 1979 feiert die Gemeinde Gramatneusiedl ihre vor fünfundzwanzig Jahren erfolgte Trennung von Wien und die Wiedererlangung ihrer Selbstständigkeit. Aus diesem Anlass findet im Pfarrheim auch eine Ausstellung »Gramatneusiedl in Dokumenten und Bildern« statt.

1979

Im November 1979 erfolgt die Restaurierung der beiden Seitenaltäre der Kirche Sankt Peter und Paul durch den Restaurator der Diözese Josef Geissler (geb. 1949). Außerdem wird 1979 beschlossen, die Fronleichnamsprozession jährlich abwechselnd im Bauerndorf Gramatneusiedl (Oberortsstraße) und in Marienthal (Hauptstraße bis zur Kirche) abzuhalten, was in der Pfarrgemeinde auf teils heftigen Widerstand stößt. Dennoch wird im Juni 1980 erstmals dieser Prozessionsweg genommen.

© Reinhard Müller
Stand: Juli 2010

 

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