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Der Arbeiter-Kranken-Verein mit Kranken-Casse Marienthal

gegründet 1864

in [anonym]: Ergebnisse der Untersuchung über die in Fabriken und Gewerben Nieder-Oesterreichs bestehenden Einrichtungen zum Wohle der Arbeiter. Als Grundlage für weitere Erhebungen veröffentlicht von der nied[er] österr[eichischen] Handels- und Gewerbekammer. Wien: Selbstverlag der n[ieder] ö[sterreichischen] Handels- und Gewerbekammer 1869, S. 62–63.

[V.

Vorsorge für erkrankte und hilfsbedürftige Arbeiter.]

[…]

Spinn- und Webereifabriken zu Trumau und Marienthal. In jeder der beiden Fabriken besteht ein Krankenverein, dem jeder Arbeiter beitreten muss. Die Arbeiter sind nach der Kategorie der Arbeit in vier Classen getheilt, und zahlen je nach der Classe 3, 5, 7 oder 9 kr[euzer] per Woche zur Krankencasse. Jede Fabrik hat ein eigenes vollkommen eingerichtetes Spital mit Dampf- und Wannenbadanstalt, woselbst die erkrankten Arbeiter auf Kosten der Krankencasse gepflegt und durch je einen eigenen Fabriksarzt, der zugleich Doctor der Medicin und Chirurgie ist, behandelt werden. Derselbe hat 1200 fl[orin] Gehalt. Die von ihm vorgeschriebene Kost wird von dem Fabrikstraiteur unter Aufsicht von Vereinsausschüssen geliefert. Jene Arbeiter, welche eine häusliche Pflege vorziehen, erhalten wieder je nach der Classe, der sie angehören, ein Krankengeld von 9 bis 13 kr. täglich. Bei besonders langwieriger und unheilbarer Krankheit werden die Arbeiter dem Unterstützungsfond zugewiesen. Dieser wurde im Jahre 1851 mit 500 fl. seitens der Fabriks-Actiengesellschaft gegründet, die dazu alljährlich noch 200 fl. beigetragen hat. In Sterbefällen werden die Leichenkosten aus der Vereinscasse gezahlt.

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