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Juden und Ausländer in Moosbrunn, Gramatneusiedl und Velm. Moosbrunn, Ende Oktober 1944

Eintrag von Leopold Eder (1899–1963) in: Denkbuch der Pfarre Moosbrunn. Band 2, S. 125.

Transliteration: Reinhard Müller.

125

In den Orten der Pfarre [d.s. Moosbrunn, Gramatneusiedl und Velm; Anm. R.M.] sind infolge der Kriegsereignisse wie überall im Reiche viele Ausländer: Kriegsgefangene Franzosen bei Bauern, in der Glasfabrik [in Moosbrunn; Anm. R.M.], im Lagerhause Mariental [!], Belgier als Bahnarbeiter in Gr[amat] Neusiedl, derzeit bereits Zivilarbeiter, nur die Franzosen Moosbrunns blieben gem[äß] ihrem Willen Gefangene. Polen, Ukrainer, Russen dienen überall als Zivilarbeiter: Männer, Burschen, Mädchen. Manches der Ostarbeiterjugend ist ungetauft; von religiös[er] Lebenshaltung kann man nicht viel sehen; es ist jede Betreuung untersagt; die Polnischen [!] Mädchen, ein Teil der Franzosen sind religiös, die Orthodoxen fühlen sich begreiflich fremd. Viele jedoch grüßen den Priester. Auf der Moosmühle hausten i[n den] J[ahren] 1938/39/40 hiesige Juden, im Herbst u[nd] Winter 1943/44 gefangene Italiener, seit Sommer 1944 ungarische Juden, zumindest aus Debrecen, wieder in großer Anzahl, auch wieder bei der Gutsherrschaft u[nd] bei Bauern beschäftigt.

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