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Die Tage vor der Befreiung Gramatneusiedls im März und April 1945

Eintrag von Leopold Eder (1899–1963) in: Denkbuch der Pfarre Moosbrunn. Band 2, S. 128.

Transliteration: Reinhard Müller.

128

Wir hörten von Kämpfen an der Raab, von Besetzung österr[eichischer] Orte südlich Ödenburg [d.i. Sopron, Ungarn; Anm. R.M.], dann sahen wir abends mehrmals fernen, roten Lichtschein in Richtung Ödenburg und hörten Geschützdonner. Dann wurde dieses alles ruhig und wir wußten nicht, wie weit es steht, nur die Bedrohung von Ödenburg – W[iene]r Neust[adt] her schien klar. Der allgemeine deutsche Rückzug fing für uns hier am Karfreitag [d.i. der 30. März 1945; Anm. R.M.] an, währte über Karsamstag [d.i. der 31. März 1945; Anm. R.M.], erreichte am Ostersonntag, 1.IV.[19]45, den Höhepunkt, ein fortwährendes Fahren der Autokolonnen, ein Rasseln der Panzerwagen, Tag u[nd] Nacht, es hörte am Ostermontag [d.i. der 2. April 1945; Anm. R.M.] früh auf. Ein Massenauftrieb von Gefangenen, auch Juden, von Kaisersteinbruch durch Marienthal u[nd] Gramatneusiedl gegen Wien war zu sehen am Ostersonntag nachmittags – man sagte 6–8 Kilometer langer Zug.

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