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Beschluss der Freien Gemeinde Gramatneusiedl betreffs der Förderung der Bildungsbestrebungen der Arbeiterschaft Marienthals. 4. Mai 1927

in: Archiv der Marktgemeinde Gramatneusiedl, Gemeinde-Kurrenden 1919–1938, Sitzungs-Protokoll zur Gemeinde-Ausschußsitzung der Ortsgemeinde Gramatneusiedl am 4. Mai 1927, S. [4].

Transliteration: Reinhard Müller.

[4]

5. Gemeinderat Herr Rudolf Theuer verweist darauf, dass bisher aus Gemeindemitteln hauptsächlich immer nur für eine Schichte der Bevölkerung und, zwar insbesonders für die bäuerlichen Kreise gesorgt wurde und dass es nun an der Zeit wäre, endlich auch für die Marienthaler etwas zu sorgen. Ich beantrage, dass man jährlich einen gewissen Betrag für Bildungsbestrebungen der Arbeiterschaft (Unterstützung von Vereinen, welche sich mit der Ertüchtigung der Jugend beschäftigen, für Anlegung von Bibliotheken, etc[etera]) auswirft und in das Präliminar [d.i. Finanzvorschau; Anm. R.M.] einsetzt.

Der Gemeinderat beschliesst einstimmig, jedes Jahr im Präliminar eine grössere Summe für Bildungsbestrebungen der Marienthaler Arbeiter auszuwerfen.

Gemeinderat Herr Ludwig Jilek beantragt, diesen jährlich auszuwerfenden grösseren Betrag für Bildungsbestrebungen der Marienthaler Arbeiterschaft mit 3.000 S[chilling] (dreitausend Schilling) festzusetzen, welcher Betrag nicht überschritten werden darf und aus Mitteln der Fürsorgegelder beizustellen ist.

Der Antrag des Gemeinderates Jilek wird einstimmig zum Beschluss erhoben. Ferners wird beschlossen, die Verteilung dieses Betrages an die ansuchenden Koorperationen [!] u[nd] Vereinen [!] fallweise dem Geschäftsführenden Ausschuss zu übertragen, dem auch das Ueberwachungsrecht zusteht.

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