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Diskussion der Freien Gemeinde Gramatneusiedl über die Beschimpfung der Gemeinderätin Karoline Taschke (1861–1938) und Beschluss betreffs der Schließung der gemeindeeigenen Schottergrube. 3. Juli 1930

in: Archiv der Marktgemeinde Gramatneusiedl, Gemeinde-Kurrenden 1919–1938, Sitzungs-Protokoll zur Gemeinde-Ausschußsitzung der Ortsgemeinde Gramatneusiedl am 3. Juli 1930, S. [4].

Transliteration: Reinhard Müller.

[4]

Herr V[i]z[e]b[ür]g[er]m[eister Josef] Dolecek bespricht die eingerissenen Uebelstände in der Schottergrube der Gemeinde und beantragt, die Sperrung derselben, da bis jetzt genügend Schotter auf die Gemeindewege verführt worden sei und wieder geregelte Zustände in der Entnahme von Schotter aus der Schottergrube der Gemeinde eintreten müssen.

Darüber entwickelt sich eine sehr lange Debatte, an der sich die G[e]m[ein]d[e]r[äte Josef] Baron, Vcbm. [!] Dolecek und auch der Vorsitzende [d.i. Josef Bilkovsky; Anm. R.M.] wiederholt beteiligen. Gmdr. [Rudolf] Kappel bespricht die Nichteinhaltung der Vorschriften zum Schutze der Wiesen und Kulturen durch die Landwirte selbst, die zwar von der Arbeiterschaft jede Zurüchhaltung [!] des Betretens verlangen selbst aber mit ihren Fuhrwerken über die Wiesen fahren und im Betretungsfalle noch grob werden, wenn sie von einen [!] Gemeindefunktionär zur Rede gestellt werden. Frau Gmdr. [Karoline] Taschke spricht im selben Sinne und erklärt. dass sie. als sie einen Landwirt beanständete, noch beschimpft worden sei.

Nach einer längeren Wechselrede wird schlieslich [!] der Antrag Dolecek, die Schottergrube vorläufig zu sperren, mit 18 gegen eine Stimme angenommen.

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