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Beschluss der Freien Gemeinde Gramatneusiedl betreffs der Schrebergärten. 11. April 1931

in: Archiv der Marktgemeinde Gramatneusiedl, Gemeinde-Kurrenden 1919–1938, Sitzungs-Protokoll zur Gemeinde-Ausschußsitzung der Ortsgemeinde Gramatneusiedl am 11. April 1931, Beilagen, S. [1].

Transliteration: Reinhard Müller.

[1]

Der Gemeinderat beschliesst:

Um der arbeitslosen Bevölkerung die ihr früher von der Leitung der Trumau-Marienthaler A[ktien] G[esellschaft] zugewiesenen und gegen einen kleinen Anerkennungszins zur Nutzniessung überlassenen Schrebergärten dauernd zu erhaalten [!], den Grundkomplex, auf dem sich dieselben befinden, sowie jenen Grundstreifen, auf dem die Objekte der Kleintierzüchter stehen, im Ausmasse von cirka 6¼ Joch, – das Joch zum Preise von Sch[illing] 500.– zuzüglich alleraus [!] dieser Erwerbung entstehenden Kosten und Uebertragungsgebühren, – von der Trumau-Matienthaler A.G. – käuflich zu erwerben.

Die Uebernahme dieser Gründe in das Eigenthum [!] der Gemeinde hat so zu erfolgen, dass dieselben lastenfrei und durch keinerlei wie immer sich nennenden Verpflichtungen von der Verkäuferin übergeben werden.

Die Kaufsumme, die bei der Errichtung des Kaufvertrages in Baaren [!] erlegt wird, ist aus Gemeindemitteln zu bestreiten, so dass durch diesen Ankauf keine Mehrbelastung der Bevölkerung und der Steuerträger erfolgt.

Diese Grundstücke, die nach Art der Schrebergärten auf kleine Parzellen im Ausmasse von cirka 80 m2 [!] unterteilt werden oder sind, werden an die sich meldenden Intressenten [!] um einen jährlichen, im Vorhinein zu erlegenden Anerkennungszins von Sch. 1.– pro Parzelle unter ausdrücklicher Wahrung des Eigenthumsrechtes [!] der Gemeinde zur Nutzniessung abgegeben, – (als allgemeine Regel eine Grundparzelle an jeden Bewerber) – wobei Arbeitslose bei der Vergebung besonders und in erster Linie zu berücksichtigen sind.

Für die Ueberlassung der Grundparzellen an die Kleintierzüchter gelten dieselben Bestimmungen, jedoch mit der Ausnahme, dass den Mitgliedern dieser Vereinigung die Parzellen, die sie jetzt schon benützt haben, verbleiben und zwar bis zum Höchstausmasse von 6 Parzellen. Der zu leistende Anerkennungszins ist gleich den Vielfachen von 80 m2 [!] pro Parzelle, also Sch. 6.– pro Jahr.

Ausserdem übernimmt die Gemeinde gegenüber dieser Vereinigung die Verpflichtung, jenen ihrer derzeitigen Mitglieder, wenn sie in der Gemeinde Gramatneusiedl wohnen oder bereits auf diesen Grundstücken sich Stallungen oder andere Objekte erbaut haben, das alleinige Ankaufsrecht dieser Parzellen im Gesamtausmasse von cirka 13.500 m2 [!] grundbücherlich sicher zu stellen und zwar zu denselben [!] Kaufpreise wie sie von der Gemeinde erworben wurden, – wenn sie im Zeitraume von fünf Jahren darum ansuchen, – und die Kosten der Uebertragung in ihr Eigenthum [!] übernehmen.

Für das Jahr 1931 bleiben die bestehenden Benützungsverhältnisse aufrecht, da eine neue Aufteilung und Parzellierung der einzelnen Parzellen erst nach erfolgter Fechsung ohne Schädigung der derzeitigen Benützer erfolgen kann.

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