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Diskussion der Freien Gemeinde Gramatneusiedl über die Wiederbelebung der Marienthaler Textilindustrie. 16. Januar 1932

in: Archiv der Marktgemeinde Gramatneusiedl, Gemeinde-Kurrenden 1919–1938, Sitzungs-Protokoll zur Gemeinde-Ausschußsitzung der Ortsgemeinde Gramatneusiedl am 16. Januar 1932, S. [6].

Transliteration: Reinhard Müller.

[6]

G[e]m[ein]d[e]r[a]t [Rudolf] Kappel regt an, dass sich die Gemeindevertretung auch mit den Vorgängen bei der Trumau-Marientaler [!] A[ktien] G[esellschaft] etwas mehr beschäftigen soll, wo immer wieder Versuche, wenigstens einen kleinen Teil des Betriebes wieder in Gang zu bringen, in letzter Instanz zum Scheitern gebracht werden. Er beantragt, bei den massgebenden Faktoren in Bund und Land vorzusprechen und sie darauf aufmerksam zu machen, was hier vorgeht. Die Not der Arbeiterschaft wird immer grösser, nachdem schon mehr als die Hälfte ausgesteuert sind und, es ist die Pflicht der Gemeinde hier einzuschreiten.

Herr Gmdrt. [Johann] Gröss schliesst sich der Anregeung [!] an, und ersucht auch Vertreter der Minorität diesen Vorsprachen bei den Regierungsstellen beizuziehen, da auch sie ein Intresse [!] daran haben, wenn wenigstens ein kleiner Teil wieder in Betrieb gesetzt und den Arbeitern Verdienstmöglichkeit gegeben würde. Die Vertreter der Wirtschaftspartei werden auch ihren Mandataren die Forderung unterbreiten, sich der Arbeiterschaft anzunehmen.

Herr V[i]c[e]b[ürger]m[eister Josef] Dolecek berichtet über die in dieser Hinsicht schon unternommenen Versuche bei den Aemtern des Bundes und des Landes, sowie über die Vorsprache bei den [!] Handelsminister [d.i. Eduard Heinl; Anm. R.M.] und dem Minister für soz[iale] Verwaltung [d.i. Josef Resch; Anm. R.M.], die leider ganz ergebnislos geblieben sind.

Der Bürgermeister [d.i. Josef Bilkovsky; Anm. R.M.] nimmt die Anregung zur Kenntnis und erklärt, dass in kürzester Zeit in dieser Angelegenheit von Seite des Gemeindeamtes das Notwendige veranlasst werden wird.

Gmdrt. [Michael] Hums ersucht noch im Intresse [!] der Bevölkerung nichts unversucht zu lassen, damit die Arbeiter wieder Beschäftigung finden, was auch im Intresse [!] der Gewerbetreibenden und der sonstigen erwerbenden Stände wünschenswert wäre.

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