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Beschluss der Freien Gemeinde Gramatneusiedl betreffs der Errichtung der Bahnhaltestelle Reisenberg-Marienthal. 2. Juli 1932

in: Archiv der Marktgemeinde Gramatneusiedl, Gemeinde-Kurrenden 1919–1938, Sitzungs-Protokoll zur Gemeinde-Ausschußsitzung der Ortsgemeinde Gramatneusiedl am 2. Juli 1932, S. [2–3].

Transliteration: Reinhard Müller.

[2]

6. Von Seite der Gemeinde Reisenberg wurde an die Gemeinde herangetreten im Einvernehmen mit derselben bei der Bundesbahndirektion und den kompetenten Behörden wegen Errichtung einer Haltestelle beim Bahnwächterhaus in Reisenberg Schritte einzuleiten, dass diese Haltestelle die für die an der Südbahnstrecke Gramatneusiedl–Wampersdorf Beschäftigten eine Notwendigkeit geworden ist, endlich errichtet wird.

Ueber die bereits gepflogenen Verhandlungen berichtet Herr Vic[e]b[ür]g[er]m[eister Josef] Dolecek, welcher ausführt, dass die Bewilligung von Seite der Bundesbahndirektion bereits erteilt sei. Die Haltestelle soll den Namen: Reisenberg–Marinthal [!] führen und ist zur Instandsetzung von Seite der Gemeinde Gramatneusiedl ein einmaliger Pauschalbetrag von S[chilling] 70.– zu leisten. Die in den allgemeinen Bedingungen über den Betrieb von Personalhaltestellen in den Punkten 6 & 8 von dem [!] Betreibern zu bezahlenden Gebühren – 50 Groschen pro Aufhalten wurden über Betreiben der beiderseitigen Gemeindevertreter von Seite der Generaldirektion der Bundesbahnen den Gemeinde [!] erlassen, so dass dadurch keine weiteren Auslagen mehr entstehen. Der Preis der Jahrkarte, die im Zuge erhältlich sein wird, bleibt der gleiche. Die beiden Gemeindevertretungen müssen jedoch beide Gemeindratsbeschlüsse fassen, dass sie sich, so lange die Haltestelle betrieben wird, den vorliegenden allgemeinen Bedingungen über die Errichtung und den Betrieb von Personalhaltestellen auf den von den öst[erreichischen] Bundesbahnen betriebenen Bahnlinien unterwerfen, jedoch in mit Ausnahme der Punkte 6 u[nd] 8, die durch die Bewilligung der Generaldirektion der öst. Bundesbahnen dafür keine Gebühren zu verlangen, gegenstandslos geworden sind. Er stellt den Antrag, der Gemeinderat möge in diesen Sinne beschliessen.

[3]

Herr G[e]m[ein]d[e]r[a]t [Johann] Grös [recte Gröss; Anm. R.M.] beschwert sich darüber, dass die Angelegenheit nicht auch in der Sitzung des geschäftsführenden Ausschusses besprochen wurde, so dass das für seine Partei überraschend kommt. Der Bürgermeister [d.i. Josef Bilkovsky; Anm. R.M.] rechfertigt [!] das damit, dass die Entscheidung der Generaldirektion erst gestern herabgelangt sei und die Angelegenheit, so wichtig sie auch für die Intressenten [!] sei, doch eigentlich keine wesentlichen Auslagen verursache, die Sache aber nicht länger aufgehalten werden soll.

Nach einer kurzen Debatte wird im Sinne der Ausführungen des Herrn Vicebürgermeisters [!] Josef Dolecek beschlossen zu Errichtung und Inbetriebsetzung der Haltestelle Reisenberg-Marienthal die Zustimmung zu erteilen – und sich den Bedingungen mit Ausnahme der erwähnten Punkte zu unterwerfen. Die Annahme geschieht einstimmig.

Eine Abschrift der vom Gemeindevorstand zu unterzeichnenden Bedingungen wird dem Protokolle beigelegt.

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