FABRIK & ARBEITERKOLONIE MARIENTHAL

DIE MARIENTHAL-STUDIE

QUELLEN

CHRONIK

BILDER

HÄUSERBUCH

PLÄNE

DIE STUDIE

DAS PROJEKTTEAM

BIBLIOTHEK

ARCHIV

KÜNSTLER-SICHTEN

     

EINFÜHRUNG
 
HOME
IMPRESSUM
FEEDBACK

 
ENGLISH

Beschluss der Freien Gemeinde Gramatneusiedl betreffs einer Plakatierordnung für Gramatneusiedl. 29. April 1933

in: Archiv der Marktgemeinde Gramatneusiedl, Gemeinde-Kurrenden 1919–1938, Sitzungs-Protokoll zur Gemeinde-Ausschußsitzung der Ortsgemeinde Gramatneusiedl am 29. April 1933, S. [2].

Transliteration: Reinhard Müller.

[2]

5. Eine Verordnung der Bez[irks] H[au]ptm[annschaft] Mödling betreff die Bewilligung der Plakatierung von Druckschriften. [!] Plakaten u[nd] sonst[igem] an öffentlichen Orten. Der Bürgermeister [d.i. Josef Bilkovsky; Anm. R.M.] verliest den Erlass und bemerkt, dass die Gemeinde drüber einen Gemeinderatsbeschluss zu fassen habe, an welchen Plätzen plakatiert werden darf und darüber der Bez. Hptm. zu berichten, b[e]z[iehungs]w[eise] solche Plätze in Vorschlag zu bringen sind. Die B[ezirks] H[auptmannschaft] wird dann darüber entscheiden.

Nach einer kurzen Debatte wird nachstehender Antrag, der von Seite des Vorsitzenden [d.i. Josef Bilkovsky; Anm. R.M.] verlesen wird, einstimmig angenommen:

Der Gemeinderat schlägt im Sinne des Erlasses der B.H. Mödling nachstehende Plakatierungsstellen im Gemeindegebiete von Gramatneusiedl vor:

1. Anschläge von Versammlungen, sowie Druck und Werbeschriften politischer Natur:

Für die soz[ial] dem[okratische] Partei: Die Anschlagtafeln vor dem Arbeiterheime in Marienthal.

Für die christl[ich] soz[iale] Partei: Die Anschlagtafel am Hause Nr. 120 [ab 1961: Hauptstraße 5; Anm. R.M.] (Eigentümer Konrad Pribil [recte Pribyl; Anm. R.M.)

Für die nat[ional] soz[ialistische] Partei: Die Anschlagtafel vor dem Tore des Gasthofes Richard Radl N[umme]r 19 [ab 1961: Oberortsstraße 5; Anm. R.M.].

2. Das Plakatieren von Vereinen und Körperschaften (unpolitisch) wurde bis jetzt immer auf den eigenen, am Hause des Sitzes des Vereines angebrachten Tafeln vorgenommen und wird vorgeschlagen, das auch weiterhin zu gestatten. Ebenso das Ankleben von Reklameplakaten an den gemieteten Stellen.

An allen andren und bis jetzt zu Plakatierungen benützten Plätzen oder Holzplanken ist das Ankleben von Plakaten und Druckwerken jeder Art für Jedermann ausnahmslos verboten.

Diese Vorschläge wrden [!] sofort der B.H. mitgeteilt werden und das darüber Verfügte soll dann durch öffentlichen Anschlag der Bevölkerung zur allgemeinen Kenntnis gebracht werden.

Register
Kalender
Kleine Chronik
 
Plan Fabrik Marienthal
Plan Neu-Reisenberg
Ortsplan Gramatneusiedl