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Alter herrschaftlicher Hof

Gramatneusiedl, Bahnstraße 1 (1771–1772 Nr. 18)

eröffnet nach 1616, abgebrannt 1772

Lageplan

1616 tätigte Raimund Ehamb einen wichtigen Verkauf an das Metropolitankapitel zu St. Stephan: die Mühle an der Fischa samt zwei Joch Äckern und Wiesen sowie seinen Hof samt Vieh, Hafer, Heu und Stroh, des weiteren 108 Joch Äcker, 54 Tagwerk Wiesen und einen Krautgarten, alles zusammen um 5.050 Gulden und 100 Golddukaten. Dieser Besitz machte rund 15 Prozent des gesamten Gebietes der Herrschaft Gramatneusiedl aus. Der damals erworbene Hof sowie Grund und Boden bildeten die Grundlage für die später erfolgreiche Eigenwirtschaft des Metropolitankapitels in Gramatneusiedl, wobei die Arbeiten für den herrschaftlichen Hof durch die Untertanen in Form der Robot geleistet werden mussten. 1621 kam die Herrschaft Gramatneusiedl, damit auch der herrschaftliche Hof, in den Besitz des kaiserlichen Hofkammerrates Hieronymus Ritter von Bonacina (?–1640), 1642 in jenen von Hartmann V. Fürsten von Liechtenstein (1613–1686), welcher sie jedoch 1668 dem Metropolitankapitel zu St. Stephan rückerstatten musste. Im August 1772 brannte nach einem Blitzschlag das herrschaftliche Wirtschaftsgebäude ab, wobei auch alles Vieh umkam. Abgesehen von den kriegsbedingten Bränden ist dies der erste belegbare in Gramatneusiedl. Wohl kurz danach (sicher nach 1772 und vor 1787) wurde an derselben Stelle der neue herrschaftliche Hof errichtet, für den 1787 erstmals die Bezeichnung »Schloss« auftaucht.

Weitere Informationen auf dieser Website:

Große Chronik von Gramatneusiedl, Marienthal und Neu-Reisenberg:

© Reinhard Müller
Stand: Juni 2010

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