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Der Industriestandort Marienthal

Marienthal zählt zu den ältesten aktiven Industriestandorten Österreichs, zunächst mit seiner Textilindustrie, seit 1962 mit seinem chemischen Werk, einer Acrylglasfabrik.

 

Textilfabrik Marienthal, Hauptstraße 64

1820–1827

Leopold Pausinger (1763–1848) und Franz Xaver Wurm (1786–1860); seit 1823 in Betrieb.

1827–1830

Stillstand.

1830–1844

Hermann Todesco (1791–1844).

1844–1845

Johanna Todesco, geborene Kaulla (1806–1870).

Textilfabrik Marienthal, Hauptstraße 51, 53, 55, 57, 59 und 72

1845–1858

Max Todesco (1813–1890); seit 1847 in Betrieb.

1858–1864

Eduard von Todesco (1814–1887) und Moritz von Todesco (1816–1873).

1864–1930

»Marienthaler und Trumauer Actien-Spinn-Fabriks-Gesellschaft«, später umbenannt in »Actien-Gesellschaft der Baumwoll-Spinnereien, Webereien, Bleiche, Appretur, Färberei und Druckerei zu Trumau und Marienthal« (aufgelöst 1939 bis 1942); Inhaber der Aktienmehrheit waren die Familien Todesco und Miller zu Aichholz, seit 1925 Mehrheitseigentümer Isidor Mautner (1852–1930) und sein Sohn Stephan Mautner (1877–1944).

1930–1933

1933

Stillstand und 1930/31 Abriss wichtiger Fabrikkomplexe.

Teilung des Fabrikgeländes.

Spinnerei Marienthal, Hauptstraße 55, 57 und 59

1933–1939

»Vigogne-Spinnerei Walter Prade« in einem Gebäude des ehemaligen Spinnereikomplexes (gepachtet von der »Actien-Gesellschaft der Baumwoll-Spinnereien, Webereien, Bleiche, Appretur, Färberei und Druckerei zu Trumau und Marienthal«).

Lagerhaus und Werkstätte, Hauptstraße 55, 57 und 59

1939–1974

»Landwirtschaftliche Genossenschaft Gramatneusiedl«, Nutzung der Gebäude als Getreidelager und Reparaturwerkstätte für landwirtschaftliche Maschinen; 1945 vollständig abgebrannt; danach Werkstätte und Krautlager.

1943–1945

»Wiener Neustädter Flugzeugwerke Ges.m.b.H.« (WNF); Einrichtung eines Flugzeugbestandteile-Depots in einem beschlagnahmten Gebäudeteil; 1945 niedergebrannt.

seit 1974

»Raiffeisen-Lagerhaus Wiener Becken«; Werkstätte.

Weberei und Appretur, Hauptstraße 51 und 53

1934–1939

»Frommengersche mechanische Weberei und Schlichterei Kurt Sonnenschein in Mariental« von Kurt Sonnenschein (1906–195?) im ehemaligen Webereikomplex.

1939–1940

Fritz Ries (1907–1977).

1940–1945

Adolf Ahlers (1899–1968); 1945 größtenteils abgebrannt.

1945–1953

Ungeklärt; eigentlich Kurt Sonnenschein, de facto Peregrin Treutner (1877–1961) und Heinrich Jerabek (1892–1952) bzw. nach dessen Tod Jaroslav Jerabek (1926–2006); seit 1946 in Betrieb.

1953–1958

»Weberei Mariental Ges.m.b.H.« von Kurt Sonnenschein.

1958–1961

»Seidenwarenfabrik Justinian Karolyi«; 1960 stillgelegt.

Chemische Fabrik, Hauptstraße 51 und 53

1961

»PARA-Chemie Chemische Fabrik Dr. Ludwig Polsterer Ges.m.b.H.« von Ludwig Polsterer (1927–1979).

1961–1965

»PARA-Chemie Chemische Fabrik Ges.m.b.H.« der »Chemischen Fabrik KALK«; seit 1962 in Betrieb.

1965–2007

»PARA-Chemie Ges.m.b.H.«, seit 1967 »PARA-Chemie Zweigniederlassung der Österreichischen Chemischen Werke Ges.m.b.H.«, seit 1997 »PARA-Chemie GmbH« der »Österreichischen Chemischen Werke Ges.m.b.H.«.

seit 2007

»Evonik Para-Chemie GmbH« der »Evonik Industries AG«.

© Reinhard Müller
Stand: September 2011

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