Heimwehren

Es handelt sich dabei um einen Oberbegriff für freiwillige, zunächst überparteiliche Selbstschutzverbände, die sich unmittelbar nach dem Ende des Ersten Weltkriegs formierten. Diese wurden rasch das rechtsgerichtete Gegenstück zu dem später entstandenen sozialdemokratischen »Republikanischen Schutzbund«. Obwohl stark mit dem nationalsozialistischen Lager in Österreich verbunden, waren die Heimwehren im Rahmen des »Schutzkorps« zunächst noch eine Art Hilfspolizei im Ständestaat-Regime, wurden aber 1936 aufgelöst und großteils als »Frontmiliz« der »Vaterländischen Front« eingegliedert.

© Reinhard Müller
Stand: Juni 2010