Die Kuruzzen

Die Kuruzzen (auch Kurutzen, Kuruzen; ungarisch: kurucok) traten zunächst im Bauernaufstand des György Dózsa (um 1470–1514) des Jahres 1514 auf. Der Name leitet sich vom ungarischen »kuruc« ab, was so viel wie »aufrührerisch«, »widerborstig« heißt.

»Kuruzzen« wurden auch jene ungarischen Aufständischen genannt, die unter Führung calvinistischer Kleinadeliger 1671 bis 1711 einen gegen die Herrschaft der Habsburger gerichteten Aufstand im Königreich Ungarn führten. Dabei kam es seit 1703 wiederholt zu Einfällen nach Österreich, wobei unter anderem 1704 auch Gramatneusiedl vermutlich verwüstet wurde. Beendet wurden die Kuruzzenkriege erst mit dem Friedensvertrag von Szatmárnémeti / Sathmar (Satu Mare, Rumänien) vom 29. April 1711.

© Reinhard Müller
Stand: Juni 2010