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MITTERNDORF A. D. FISCHA

     

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Große Chronik von Mitterndorf a. d. Fischa

1200 bis 1299

1220

Im Babenberger Urbar (Verzeichnis der Besitzungen) von 1220/1240 wird Mitterndorf a. d. Fischa das zweite Mal urkundlich genannt: »In Miterendorf 4½ beneficia, quodlibet solvit 1 mod. [tritici] et 1 mod. avene et de wismad ibidem 10 tal. dantur.« (In Mitterndorf 4½ dienstbare Lehen, von denen jedes 1 Scheffel [Weizen] und 1 Scheffel Hafer bezahlt und von der Wiesenmahd ebenso 10 Pfund gibt.)  (1160) Die viereinhalb Lehen in Mitterndorf a. d. Fischa bezeugen, dass die Siedlung noch sehr klein ist, insbesondere im Vergleich zu Nachbargemeinden: Für Unterwaltersdorf (heute zu Ebreichsdorf) werden in diesem Urbar 25 Ganzlehen, für Brodersdorf (heute Deutsch-Brodersdorf, zu Seibersdorf) 24 Ganzlehen und für Roching (ein abgekommener, einst zwischen Reisenberg und Seibersdorf gelegener Ort) immerhin noch acht Ganzlehen ausgewiesen.  (1160 & 1388)

Die kleine Siedlung Mitterndorf a. d. Fischa gehört zu diesem Zeitpunkt zur Pfarre Waltersdorf (heute Unterwaltersdorf), zu welcher außerdem Deutsch-Brodersdorf und Roching gehören.  (1325)

 

1239

Gemäß einer Urkunde im Stiftsarchiv Heiligenkreuz, gezeichnet Bruck an der Leitha (Niederösterreich), im Juni 1239, scheint ein Friedrich von Mitterndorf (»Fridericus de Mitterndorf«) als Zeuge eines Vertrags auf.  (Urkunde) Friedrich von Mitterndorf wird als »milites domini Ottonis« bezeichnet, also als ein Otto II. von Wittelsbach (1206–1253), Herzog von Bayern, ergebener Ritter.  (1286)

 

1252

Nach dem Einfall des Heeres von Béla IV. Árpád (1206–1270), König von Ungarn, im Sommer 1252 kommt es zu fortwährenden Grenzkriegen, die mit dem Frieden von Ofen (heute zu Budapest) am 3. April 1254 vorläufig beigelegt werden. Auch das Gebiet um Mitterndorf a. d. Fischa ist von den Kriegsereignissen betroffen.

 

1263

Gemäß einer Urkunde im Haus-, Hof- und Staatsarchiv Wien, gezeichnet Wiener Neustadt (Niederösterreich), am 25. Juli 1263, scheint ein Rüdiger von Mitterndorf (»Rudgerus de Mitterndorf«) als Zeuge eines Bürgschaftsvertrags auf.  (Urkunde)

 

1286

Gemäß einer Urkunde im Stiftsarchiv Heiligenkreuz (Niederösterreich), gezeichnet Baden (Niederösterreich), am 16. Oktober 1286, scheint erneut ein Friedrich von Mitterndorf (»Fridericus de Mitterndorf«) als Zeuge eines Vertrags auf.  (Urkunde) Wenn die Siedlung Mitterndorf a. d. Fischa zu diesem Zeitpunkt noch ein geschlossenes Herrschaftsgebiet gewesen sein sollte, ist Friedrich wohl der letzte Inhaber der Herrschaft Mitterndorf aus dem Geschlecht der Mitterndorfer.  (1239)

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Copyright © 2013 Reinhard Müller, Graz
Copyright © 2013 Arnold Krizsanits, Mitterndorf a. d. Fischa
Stand: Februar 2013

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