Othmar Spann

Othmar Spann (1878–1950) zählt zu den wohl umstrittensten Wissenschaftlern der Zwischenkriegszeit. Er prägte die Soziologie, Nationalökonomie, Philosophie wie auch die Politik im Österreich der 1920er- und 1930er-Jahre wesentlich mit, wobei sein Einfluss durchaus über Österreich hinausging. Diese Breitenwirkung verdankte er nicht zuletzt jenen Personen, die er im sogenannten Spannkreis um sich scharte.


Längst ist die Bezeichnung »Spannkreis« ein fixer Terminus der wissenschaftlichen Forschung. Dabei zeichnen sich zwei unterschiedliche Gewichtungen ab. Einerseits versteht man darunter die Anhängerinnen und Anhänger von Othmar Spanns wissenschaftlichen und philosophischen Lehren (Stichwort »Universalismus«), andererseits die Propagandistinnen und Propagandisten seiner gesellschaftspolitischen Ideen (Stichwort »Ständestaat«), wobei die Grenze zwischen den beiden Gruppierungen fließend ist.


Diese Website stellt Informationen zu Othmar Spann und dem sogenannten Spannkreis Forschenden, Studierenden und allgemein Interessierten kostenlos zur Verfügung. Sie ist auch eine Ergänzung zum Workshop »Völkische Netzwerke und Ideologietransfer«, der im November 2013 an der Karl-Franzens-Universität Graz stattfand, eine Kooperationsveranstaltung des Instituts für Slavistik der Universität Leipzig, des Archivs für die Geschichte der Soziologie in Österreich sowie des Instituts für Soziologie der Universität Graz.