[ Nachlässe ]

Nachlaß Gustav E. Kafka

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Gustav Eduard Kafka (München 1907 - Graz 1974),
österreichischer Rechtswissenschaftler deutscher Herkunft.

Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten München, Kiel und Leipzig, hier 1934 Dr. jur. 1929-33 im sächsischen Justizvorbereitungsdienst in Dresden. Als "rassisch Vorbelasteter" 1933-34 Wirtschaftsprüfer und 1934-38 Syndikus und Exportleiter einer pharmazeutischen Fabrik in Dresden. Nach Denunziation bei der GeStaPo 1938 Flucht nach Frankreich, 1939 in die Niederlande. 1940 von der GeStaPo entdeckt, verhaftet und nach Deutschland zurückgebracht, 1941 vom Volksgerichtshof zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. 1943 Überstellung ins Gefängnis Graz-Karlau, aus dem er im April 1945 fliehen konnte. 1945-48 Dolmetscher, zuerst für die Polizei in Graz, dann für die britischen Besatzungsbehörden. 1948-52 Abteilungsleiter in der Sicherheitsdirektion für Steiermark in Graz. 1953-55 Lektor des Grazer Verlags "Styria". 1955 habilitiert für Allgemeine Staatswissenschaft und Österreichisches Verfassungsrecht an der Universität Graz. 1956-61 Leiter des Referats für staatspolitische Angelegenheiten beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken in Bad Godesberg. Außerdem 1959-61 Lehrstuhlvertretung für Kirchenrecht und Verwaltungsprozeßrecht an der Universität Mainz. 1961 umhabilitiert zum Privatdozenten für Kirchenrecht und Verwaltungsprozeßrecht. 1961-65 außerordentlicher Professor an der Hochschule für Welthandel (heute Wirtschaftsuniversität) Wien. 1965-73 ordentlicher Universitätsprofessor für Allgemeine Staatslehre und Österreichisches Verfassungsrecht an der Universität Graz. Nachlaß: 208 Blatt. Manu- und Typoskripte sowie elf Erzählungen über die Zeit des Dritten Reiches.