[ Nachlässe ]

Nachlaß Otto Leichter

Otto Leichter (Decknamen und Pseudonyme: Heinrich Berger, Konrad Huber, Konrad, Stefan Mahler, Pertinax, Wiener, Georg Wieser;)
(Wien 1897 - New York 1973),
österreichischer sozialdemokratischer Politiker, Journalist und Publizist.

Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien, 1920 Dr. jur. Mitbegründer des "Verbands der sozialdemokratischen Studenten und Akademiker" (seit 1925 "Verband Sozialistischer Studenten Österreichs"). 1919-34 Mitarbeiter der Zeitschrift "Der Kampf" (Wien) und 1925-34 Redakteur der "Arbeiter-Zeitung" (Wien). 1934 Flucht über Brno nach Zürich und Rückkehr nach Österreich. Gründer der Wochenzeitung "Österreichischer Nachrichtendienst" (Zürich), später "Informationsdienst", und Mitarbeiter der "Arbeiter-Zeitung" (Brünn [Brno]) und "Der Kampf" (Brünn [Brno]). Führender Funktionär der illegalen "Freien Gewerkschaften Österreichs" und Redakteur deren Zeitung "Die Gewerkschaft". 1935 vorübergehend inhaftiert. 1935-38 Redakteur der illegalen Funktionärszeitung "Gewerkschaftliche Informationen", 1936-38 Redakteur des internen Organs "Die Debatte". 1938 Flucht über Brüssel nach Paris. Redaktionsleiter der Zeitschrift "Der Sozialistische Kampf" (Paris). Mitglied der "Erweiterten Auslandsvertretung der österreichischen Sozialisten" in Paris. Nach Kriegsausbruch vorübergehend im Stadion von Colombes interniert. Mitglied der 1939 in Paris konstituierten "Auslandsvertretung der Freien Gewerkschaften Österreichs". 1940 Flucht nach Montauban und Emigration in die USA. 1942 Exekutivmitglied des "Austrian Labor Committee" in New York, Redakteur der Zeitschrift "Austrian Labor Information" (New York). Mitarbeiter des amerikanischen Office of War Information. 1946 Rückkehr nach Wien. 1946-48 Mitarbeiter der Arbeiterkammer Wien und Redakteur der Zeitschrift "Arbeit und Wirtschaft" (Wien). Nach parteiinternen Zwistigkeiten 1948 Rückkehr nach New York. US-Korrespondent der "Arbeiter-Zeitung" (Wien) und 1957-71 Korrespondent der "Deutschen Presse-Agentur" (dpa) bei der UNO. Außerdem 1967-73 Präsident des Dag-Hammarskjöld-Gedächtnisfonds der UN-Korrespondenten sowie Aufsichtsratsvorsitzender der Dag-Hammarskjöld-Stiftung. Nachlaß: Kopie des Originals aus dem "Verein für Geschichte der Arbeiterbewegung" (Wien), ergänzt durch umfangreiche Materialsammlungen; nicht erschlossen; etwa 0,85 Laufmeter. Kopien von Manu- und Typoskripten sowie Druckwerken.