[ Nachlässe ]

Nachlaß Ernest Manheim

Ernö Manheim, seit 1920 Ernst, seit 1934 und offiziell seit 1943 Ernest Manheim
(geb. Budapest 1900),
amerikanischer Soziologe und Anthropologe österreichischer Herkunft.

1918-19 Studium der Chemie an der Technischen Hochschule Budapest. 1919 Freiwilliger in der Armee der ungarischen Räterepublik, danach Flucht nach Wien. Seit 1920 Studium der Philosophie und Volkswirtschaft an der Universität Wien, dann der Soziologie, Volkswirtschaft und Philosophie 1923-25 an der Universität Kiel und 1925-28 an der Universität Leipzig, hier 1928 Dr. phil. (Philosophie). 1926-33 Assistent ohne Etat bei Hans Freyer (1887-1969) und 1929-32 Lehrbeauftragter an der Universität Leipzig. 1933 Abbruch des Habilitationsverfahrens trotz bereits erfolgter Annahme der Habilitationsschrift. 1934 Emigration nach London. 1934-37 Studium der Soziologie und Anthropologie an der University of London, 1937 Ph.D. (Anthropology). Daneben 1934-37 Assistent bei seinem Cousin Karl Mannheim (1893-1947) an der London School of Economics and Political Science und am Institute of Sociology der University of London. 1937 Emigration in die USA. 1937-38 Assistant Professor of Sociology an der University of Chicago in Chicago, Illinois. Seit 1938 Mitglied der University of Kansas City bzw. University of Missouri in Kansas City, Missouri: 1938-40 Rockefeller-Forschungsstipendiat, 1940-45 Associate Professor of Sociology, 1948-68 Professor of Sociology und Chairman des Department of Sociology, seit 1958 auf dem für ihn geschaffenen Henry Haskell Chair of Sociology, auf dem er bis 1991 lehrte. Trat auch als Komponist an die Öffentlichkeit. Lebt in Kansas City, Missouri. Nachlaß: 5.645 Blatt und nicht erschlossen etwa 0,90 Laufmeter. Korrespondenz, Manu- und Typoskripte, Druckwerke, Lehrveranstaltungsunterlagen, Texte anderer Personen, persönliche Dokumente, Fotos.