[ Nachlässe ]

Nachlaß Hans Riehl

Hans Karl Anton Riehl (Wiener Neustadt / Niederösterreich 1891 - Graz 1965),
österreichischer Soziologe, Kunst- und Musikwissenschafter, Philosoph und Dichter.

Studium der Philosophie, Kunstgeschichte und Archäologie sowie der Rechtswissenschaft an der Universität Wien, 1923 Dr. rer. pol. und 1928 Dr. phil. 1928 habilitiert für Gesellschaftslehre an der Universität Graz, hier 1928-38 Universitätsdozent, seit 1937 als titular außerordentlicher Universitätsprofessor. Daneben 1929-30 Propaganda-Leiter bei der "Bundes-Führung der österreichischen Selbstschutz-Verbände" (Heimwehr), 1930-35 Honorardozent für Volkswirtschaftslehre an der Montanistischen Hochschule (heute Montanuniversität) Leoben. 1935 auch Dozent am "Institut für Ständewesen" in Düsseldorf. Nach dem "Anschluß" 1938-39 als Universitätslehrer suspendiert, 1939-45 außerplanmäßiger Professor für Gesellschaftslehre an der Universität Graz. Daneben 1939 Übernahme der Leitung der Bildergalerie und Skulpturensammlung am Landesmuseum Joanneum in Graz, 1941 Gründer und 1941-56 Leiter der Neuen Galerie in Graz. Außerdem 1941 Honorardozent für Kunstgeschichte an der Technischen Hochschule (heute Technische Universität) Graz und seit 1942 Leiter des dortigen Kunstgeschichtlichen Instituts. Daneben 1941-45 Gaubeauftragter für Kunsterziehung und Museumspfleger für den Reichsgau Steiermark. 1946 als Hochschul- und Universitätslehrer suspendiert, 1948 mit auf Soziologie der Kunst eingeschränkter Venia legendi an der Universität Graz wieder zugelassen, hier 1948-65 Privatdozent, seit 1962 als titular ordentlicher Universitätsprofessor an der Technischen Hochschule Graz und zeitweise auch an der Universität Graz. Daneben 1957-65 Leiter der kunstwissenschaftlichen Abteilung der Salzburger Volkshochschule. Wichtiger Vertreter des Kreises um Othmar Spann (1878-1950), dem er 1913 erstmals begegnet war. Nachlaß: nur teilweise erschlossen; etwa 3,50 Laufmeter und eine umfangreiche Separatabdruck-Sammlung. Korrespondenz, Dichtungen, Manu- und Typoskripte, Materialsammlungen, persönliche Dokumente, Dokumente zum Kreis um Othmar Spann, zur österreichischen Heimwehr und zur Neuen Galerie in Graz, Texte anderer Personen, Fotos und ein Kryptonachlaß:


Kryptonachlaß Maja Loehr

Maria Anna Loehr (Wien 1888 - Sanatorium Purkersdorf bei Wien / Niederösterreich 1964)
österreichische Schriftstellerin, Kulturhistorikerin, Germanistin und Soziologin.

Studium der Germanistik, Romanistik, Kunstgeschichte und Geschichte an den Universitäten in Wien, Kiel und wieder Wien, hier 1912 Dr. phil. (Germanistik, /Geschichte). 1913 Ausbildung zur wissenschaftlichen Bibliothekarin an der Hofbibliothek in Wien. 1914-17 Bibliothekarin bei der Statistischen Zentralkommission in Wien. 1919-20 leitende Angestellte im Wiener Fürsorgewesen. Seither freie Schriftstellerin und Wissenschaftspublizistin. Nach dem "Anschluß" als "Halbjüdin" 1938-1939 vorübergehende Emigration nach Schweden. Kryptonachlaß: nur teilweise erschlossen. Korrespondenz, Manu- und Typoskripte, einzelne Gedichte.