[ Nachlässe ]

Nachlaß Walther Schienerl

Walther Schienerl (Annaberg / Niederösterreich 1898 - Wien 1961),
österreichischer Soziologe, Dichter und Komponist.

Bereits mit sechs Jahren Vollwaise, wuchs er in Wien auf. Studium der Philosophie an der Universität Wien, hier 1926 Dr. phil. Danach Besuch der Musikakademie in Wien, Ablegung der Staatsprüfung für Klavier. Zunächst Komponist und Dichter sowie Wissenschaftsjournalist bei der RAVAG. 1940-43 Assistent am Institut für Politische Ökonomie und Gesellschaftslehre der Universität Wien bei Adolf Günther (1881-1958), hier 1941 Dr. habil. für Sozialversicherungswesen und -recht; 1943 habilitiert für Soziologie an der Universität Wien, hier 1943-61 Universitätsdozent. 1946 gemeinsam mit Friedrich Johann Latscher-Lauendorf (1884-1964) Gründung des (Priv[aten]) "Oesterreichischen Soziologischen Instituts" (1946-1964) in Unterburg / Kärnten und Wien sowie 1947 des dazugehörigen Vereins "Oesterreichische Soziologische Gesellschaft" (1947-1964; seit 1953: "Oesterreichische Sozialwissenschaftliche Gesellschaft") in Klagenfurt, Innsbruck und Wien. Außerdem 1950 Mitbegründer der "Österreichischen Gesellschaft für Soziologie" (bis 1960 Beirat im Vorstand). Daneben Musikkritiker bei einer Wiener Tageszeitung, Klavierlehrer an der Musikschule der Stadt Wien und Psychologielehrer an der Fürsorgeschule der Stadt Wien. Auch als Dichter und Komponist weiterhin tätig. Nachlaß: großteils Kopie des im Privatbesitz befindlichen Originals (Wien); nur teilweise erschlossen; etwa 0,40 Laufmeter. Typoskripte, Dichtungen, Korrespondenz.