[ Nachlässe ]

Nachlaß Ernst Seelig

Ernst Josef August Seelig (Graz 1895 - Wien 1955),
österreichischer Kriminologe, Kriminalbiologe, Strafrechtler und Strafprozeßrechtler.

Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an der Universität Graz, 1918 Dr. jur. 1919-23 unbesoldeter Assistent am Kriminologischen Institut der Universität Graz. Hier 1923 habilitiert für Strafrecht, Strafprozeßrecht und Kriminologie, 1924-39 Privat- bzw. Universitätsdozent, seit 1928 als titular außerordentlicher Universitätsprofessor; 1939-41 außerplanmäßiger Professor. Außerdem seit 1939 mit sämtlichen in Durchführung der "Nürnberger Gesetze" vorgenommenen "Mischlingsuntersuchungen" betraut. 1941 zunächst Vertretung des Ordinariats für Strafrecht und Strafprozeßrecht. 1941-45 ordentlicher Universitätsprofessor des Strafrechts und Strafprozeßrechts, zugleich Direktor des Kriminologischen Instituts. 1945-46 außerordentlicher Universitätsprofessor der Kriminologie. 1946 vom Dienst enthoben, jedoch kurz danach wieder eingestellt. 1947 neuerlich vom Dienst enthoben und nach dem Beamtenüberleitungsgesetz in den Ruhestand versetzt. 1951 Wiedererteilung der Lehrbefugnis für Strafrecht, Strafprozeßrecht und Kriminologie an der Universität Graz als titular außerordentlicher Universitätsprofessor und provisorischer, später definitiver Leiter des Kriminologischen Instituts. 1952-54 Gastprofessor für Strafrecht und Kriminologie an die Universität des Saarlandes Saarbrücken, 1954-55 ordentlicher Universitätsprofessor des Strafrechts, Strafprozeßrechts und der Kriminologie ebenda. 1955 aus Krankheitsgründen Rückkehr nach Graz. Nachlaß: 937 Blatt. Korrespondenz, Typoskripte, Materialsammlungen, Unterlagen zum Kriminologischen Institut an der Universität Graz, persönliche Dokumente.