[ Nachlässe ]

Nachlaß Ferdinand A. Westphalen

Ferdinand Alois (bis 1919: Graf von) Westphalen(-Fürstenberg;
(Przemysl [Przemy(l, Polen] 1899 - Wien 1989)
österreichischer Nationalökonom und Soziologe.

Aufgewachsen und auch später immer wieder auf dem elterlichen Schloß Kulm in Böhmen [Chlumec, Tschechien]. Studium an der Deutschen Universität Prag sowie an den Universitäten München und Wien, 1922 Dr. jur. in Prag und 1925 Dr. rer. pol. in München. 1932 habilitiert für Nationalökonomie an der Universität Wien, hier 1932-37 Privatdozent und 1937-38 außerordentlicher Universitätsprofessor. 1938 außerordentlicher Professor der Volkswirtschaftslehre, Volkswirtschaftspolitik und Finanzwissenschaft an der Hochschule für Bodenkultur (heute Universität für Bodenkultur) Wien, wo er seit 1935 als Lehrbeauftragter tätig war. Außerdem 1938 Lehrbeauftragter für Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsgeschichte an der Technischen Hochschule (heute Technische Universität) Wien. Nach dem "Anschluß" 1938 Aberkennung der Venia legendi an Universität und Hochschule. 1940-44 als Arbeitsrechtsexperte in der Privatwirtschaft tätig. 1946 Wiedereinstellung an der Universität Wien und an der Hochschule für Bodenkultur Wien, hier 1946-56 außerordentlicher Professor der Volkswirtschaftslehre, 1956-69 ordentlicher Professor der Volkswirtschaftslehre und Agrarpolitik, außerdem seit 1960 Leiter des neugegründeten Instituts für Sozial- und Rechtswissenschaften; 1969 emeritiert. Daneben seit 1951 an der englischsprachigen Sommeruniversität in Strobl am Wolfgangsee (Salzburg) tätig. Mitglied des engeren Kreises um Othmar Spann (1878-1950). Nachlaß: 10.074 Blatt und ein Teil der Bibliothek (234 Bücher, 62 Separatabdrucke und 30 Periodika). Korrespondenz, Manu- und Typoskripte, Materialsammlungen, Texte anderer Personen, persönliche Dokumente.