Kurzbeschreibung Nachlass Gunter Falk


Der Nachlass Gunter Falks ist ein Teilnachlass, der dem "Archiv für die Geschichte der Soziologie in Österreich" von dessen Berufskollegen Christian Fleck geschenkt wurde. Er enthält Dokumente, die dieser am Arbeitsplatz von Gunter Falk am Institut für Soziologie der Universität Graz, Mariengasse, vorgefunden hatte. Diese Dokumente wurden durch ein Geschenk von Gerald Angermann-Mozeti ("Feuerbachs Fortschrittsglaube innerhalb seiner Theorie der historischen Entwicklung") ergänzt.

Der Nachlass wurde von Reinhard Müller archiviert und katalogisiert.

Der Nachlass ist in drei Abteilungen gegliedert:
  1. Gunter Falk: Typoskripte. 1965-1983; 600 Blatt
  2. Gunter Falk: Gedruckte Arbeiten. 1972-1981; 629 Blatt
  3. Dokumente zu Gunter Falk. 1976-1984; 38 Blatt

Die Abteilung 1 enthält Feuerbachs Fortschrittsglaube innerhalb seiner Theorie der historischen Entwicklung. Seminar über die Philosophie Ludwig Feuerbachs. [1965/66] (9 Blatt), (mit Heinz Steinert) Soziale und natürliche Tatsachen. [1972] (45 Blatt), Mutmaßungen und Mythen. Zur Soziologie der Abtreibung. 1972 (28 Blatt), Elemente einer Sozialgeschichte und historischen Sozialtheorie der Kindheit und Jugend. [1978/79] (19 Blatt), Disposition zum Referat: Klassenverhältnisse, körperliche und geistige Arbeit. 1980 (1 Blatt), Wie man behindert wird. Zehn Thesen zur Theorie und Sozialpolitik des "Behindertensektors". 1980 (6 Blatt), Bildungsprozesse, Privilegien und Biografien. Untersuchungen zur gesellschaftlichen Erzeugung und Verteilung symbolischer Güter und Fertigkeiten. 1980 (8 Blatt; Kurzfassung der Habilitationsschrift), Bildungsprozesse, Privilegien und Biografien. Untersuchungen zur gesellschaftlichen Erzeugung und Verteilung symbolischer Güter und Fertigkeiten. 1980 (434 Blatt; Habilitationsschrift), Wissenschaftliche Arbeiten und Publikationen. [1980] (3 Blatt), Gartenzwerg, Staatsoper, Steppenwolf und Django Reinhardt. Von der klassifikatorischen Statik zur historischen Dynamik der gegenwärtigen vier Kulturen. [1980/81] (18 Blatt), Wissenschaftliche Arbeiten und Publikationen. [1981 und 1982] (3 und 4 Blatt), Bericht über das Symposium "Wissenschaft und Datenschutz" an der Universität Linz am 4. März 1981. [1981] (3 Blatt), Denk-Male oder Felder des Handelns (in denen auch Kornblumen blühn); (ca.) 30 Thesen zur Analyse und Kritik der herrschenden Kultur. 1982 (7 Blatt), Lebenslauf. 10. Juni 1982 (2 Blatt), Materialien zum Vortrag Erziehungsphilosophie, Bildungsdynamik und Wandlungen der Gesellschaftsstruktur. [1983] (5 Blatt), Seminar zu speziellen Soziologien: Institution und Pathologie. Zur gesellschaftlichen Erzeugung und Verteilung des Leidens. 11. Oktober [1983] (1 Blatt).

Die Abteilung 2 enthält Es kommt die Zeit [...] 1972 (24 Blatt), Michael Argyle: Soziale Interaktion. Originaltitel: Social Interaction. Aus dem Englischen von W.R. Arlt. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1972, Studien-Bibliothek. 478 S., DM 68,-; kartoniert DM 58,-. 1973 (3 Blatt), (mit Heinz Steinert) Über den Soziologen als Konstrukteur von Wirklichkeit, das Wesen der sozialen Realität, die Definition sozialer Situationen und die Strategien ihrer Bewältigung. 1973 (19 Blatt), "Krankheitsmodell, Krankenrolle und die Organisation des Behandlungssystems". Referat. 1974 (24 Blatt), Universität der Lüfte. Eine technokratische Utopie. 1974 (3 Blatt), Zur sozialen Konstruktion einer Paria-Population oder Wie man retardiert wird. 1975 (24 Blatt), (mit Peter Gathmann und Cathrin Pichler) Sozialpsychologie und Sozialmedizin des Rauchens. Empirische und theoretische Studien zur Verhaltensdynamik, Motivation und Typologie. 1975 (294 Blatt), Eine Kartographie von Wirklichkeiten. Alltag, Freizeit, Spiel, Ritual, "Action" und schicksalshafte Situationen. 1975 (4 Blatt), Wissenschaft, ihre Kontrolle und Öffentlichkeit: Gefahr der Expertokratie. 1976 (1 Blatt), Rationalitätstheorie und Wissenschaftsgeschichte. 1977 (23 Blatt), Das Pathologiemodell auffälligen und abweichenden Verhaltens. Zur Genese, Struktur, Pragmatik und methodologischen Kritik eines psychiatrischen Forschungsprogrammes. 1977 (23 Blatt), Zur Soziologie der Ehe in der nachfamilialen Phase. Problemdefinition und Lösungsmodelle. 1977 (12 Blatt), Wohnmobilität und räumliche Umwelt alter Menschen. Ein theoretisches Modell und eine empirische Untersuchung in Graz. 1978 (80 Blatt), Funktionalistische und meritokratische Erklärungsansätze der Ungleichheit von Bildungs- und Lebenschancen. 1978 (10 Blatt), Über die Theorie der symbolischen Interaktion. 1979 (7 Blatt), Editorial. Vom Bewußtsein der Medien und von den Medien des Bewußtseins. 1979 (6 Blatt), Drogenkreisläufe. Makroökonomische und makrosoziologische Untersuchungen zur gesellschaftlichen Herstellung, Verteilung, Verwendung und Kontrolle von psychoaktiven Substanzen. 1980 (23 Blatt), (mit Ernst Gehmacher, Diemut Graf, Helmut Fielhauer, Wilhelm Filla, Gerlinde Hais, Hans Hais, Dieter Schrage, Manfred Wagner, Horst Christoph und Sigrid Löffler) profil-Enquete (II. Teil): Auch Fußball ist Hochkultur. 1981 (5 Blatt), Gartenzwerge, Staatsoper, Steppenwolf und Django Reinhardt. Von der klassifikatorischen Statik zur historischen Dynamik der gegenwärtigen vier Kulturen. 1981 (12 Blatt), ›Welt am Draht‹. Welten auf dem Papier. Über Entwicklungen, Widersprüche und Zukünfte des Literaturgenres "Science Fiction". 1981 (4 Blatt), (mit Bert Nichols, Peter Pakesch und Helmut Strobl) Herbst der Avantgarde? 1981 (28 Blatt).

Die Abteilung 3 enthält Nachrufe und Rezensionen von Jörg Drews, Helmut Eisendle, Christian Fleck, Karl Hans Haysen, Peter Labanyi, Christian Marczik, Hermann Papst, Franz Schuh und Michael Zeller sowie einen Brief von Klaus Ramm.


Graz, im November 1995
Reinhard Müller

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