Kurzbeschreibung Nachlass Ernst Seelig


Der Nachlass Ernst Seelig wurde dem "Archiv für die Geschichte der Soziologie in Österreich" von dessen Witwe, Roswitha Seelig, geschenkt. Dabei wurden im März und Mai 1991 zunächst nur Fotokopien angefertigt, im November 1995 die Originale übergeben. Es handelt sich dabei um den gesamten erhalten gebliebenen Nachlass aus der Wohnung Ernst Seeligs und zu einem kleinen Teil auch von seiner Arbeitsstätte an der Universität Graz.

Der Nachlass wurde von Reinhard Müller archiviert und katalogisiert.

Der Nachlass ist in vier Abteilungen gegliedert:
  1. Korrespondenz; 79 Blatt
  2. Ernst Seelig: Bücher, Typoskripte und Vorlesungen; 309 Blatt
  3. Persönliche Dokumente von und über Ernst Seelig; 335 Blatt
  4. Dokumente aus dem Kriminologischen Universitätsinstitut in Graz; 110 Blatt

Die Abteilung 1 enthält 40 Briefe von beziehungsweise an Joseph-François Angelloz, Rudolf Bruns, Guillaume Cardascia, "Generalstaatsanwaltschaft beim Oberlandesgericht Saarbrücken", Roland Grassberger, Odile Husson, Albrecht Langelüddeke, Präsident ? Ludwig (Saarbrücken), Werner Maihofer, Gerhard Otto Walter Mueller, Josef Müller, Wilhelm Noß, Jean Pinatel, Theodor Rittler, Ernst Seelig, Roswitha Seelig (geborene Grüner) und Hans Welzel. In anderen Teilen des Nachlasses befindet sich die Verlagskorrespondenz zu einzelnen Arbeiten Ernst Seeligs - mit den Verlagen "Forum-Verlag Gesellschaft m.b.H.", "Verlag Jos. A. Kienreich", "Presses Universitaires de France" und "J. Schweitzer Verlag" - mit Briefen von beziehungsweise an Armenio Amado, I.S. Auer (J. Schweitzer Verlag), Hans Eichler, ? Fischer (Leykam Aktiengesellschaft, Buchdruckerei), Lucien Goldmann, François Gorphe, H. Greiber (Kulturattaché), Franz Hentschel, Eduard K. Jackl, Ehrentraut Maridor (geborene Grüner), Wilhelm Anton Oerley, Eno Pascoli, Irène Petit, Wilhelm Polligkeit, Ruth Pruschy-Bejarano, Max Rintelen, Allerich Seidler, Arthur Sellier, R. Sellier (J. Schweitzer Verlag), Rudolf Sieverts, Naiden Stoytscheff und Otto Weldegg sowie Korrespondenz mit Norbert Basch, G. Brauser (Universität des Saarlandes), Gustav Habecker, Alvin Saunders Johnson, Adolf Lenz, Otto Liebmann, Werner Maihofer, Peter Naacher und Horst Wagenführ.

Die Abteilung 2 enthält Dokumente zu folgenden Arbeiten Ernst Seeligs: Grundfragen der Kriminalbiologie. 1928/29 (7 Blatt); Handbuch der Kriminalistik. Von weiland Dr. Hans Groß. Achte (Neunte) Auflage des "Handbuch für Untersuchungsrichter als System der Kriminalistik". Neu bearbeitet und ergänzt. 1936-1957 (24 Blatt); Der nichtseßhafte Mensch. 1938-1939 (19 Blatt); Strafverfahren. 1942-1944 (11 Blatt); Lehrbuch der Kriminologie. 1. bis 3. Auflage. 1951-1963 (121 Blatt); Französische, portugiesische und italienische Übersetzung des "Lehrbuchs der Kriminologie" von Ernst Seelig. 1951-1955 (58 Blatt); 1 X 1 des glücklichen Lebens. 1954-1955 (52 Blatt); (mit Hanns Bellavic) Die Rückfallsformen des Verbrechens und deren Entwicklung. [1955] (17 Blatt).

Die Abteilung 3 enthält Berufsdokumente (263 Blatt), Lebensläufe und Nachrufe 1945/46-1955 (39 Blatt) sowie Unterlagen zur Bibliothek von Ernst Seelig (33 Blatt).

Die Abteilung 4 enthält Dokumente zum Kriminologischen Universitätsinstitut Graz 1923-1930 von Adolf Lenz (75 Blatt), darunter Erich Rumpf, Ernst Seelig und Oskar Wintersteiner: Denkschrift [des Vereins der Hochschulassistenten Steiermarks betreffs Anrechnung von Dienstzeiten]. [1925] (1 Blatt), Adolf Lenz und Ernst Seelig: Aus der Gutachtertätigkeit des Grazer Kriminologischen Universitäts-Institutes im Jahre 1924. [1925-1926] (12, 6, 11 beziehungsweise 16 Blatt), Denkschrift über die Ausgestaltung des strafrechtlichen Unterrichts. 1925 (2, 2, 2 beziehungsweise 6 Blatt), Adolf Lenz: Vorschlag für einen Lehrplan der kriminologischen Unterrichtsveranstaltungen. 1927 (2 Blatt) und Theodor Rittler: Bericht über die Ausgestaltung des kriminalistischen Unterrichts. 1926 (2 Blatt); weiters Plakate zu Kursen des kriminologischen Universitätsinstitutes in Graz und des Kriminalistischen Instituts der Polizeidirektion in Wien (4 Blatt), nämlich Kurse des kriminologischen Universitäts-Institutes in Graz für praktische Kriminalisten. 1922 (1 Blatt), Kriminalistisches Institut der Polizeidirektion in Wien. [1925] (1 Blatt), Kriminalistisches Institut der Polizeidirektion in Wien. [1926] (1 Blatt) und Kriminalistisches Institut der Polizeidirektion in Wien. Vorlesungsplan für das Sommerhalbjahr 1927. [1927] (1 Blatt); weiters Kriminalbiologische Untersuchungsformulare. 1942 und 1954 (26 Blatt); schließlich Ernst Seelig: Das Kriminologische Institut der Universität Graz. 1932 und 1952 (3 und 2 Blatt).

Besondere Kenntnisse: Einzelne Dokumente in Kurrentschrift und in Kurzschrift abgefasst, einzelne Dokumente sind in französischer und englischer Sprache verfasst.


Graz, im November 1996
Reinhard Müller

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