Biografie Ferdinand A. Westphalen
d.i. bis 1919: Ferdinand Alois Graf von Westphalen zu Fürstenberg
*Przemysl / Galizien [Przemyl / Polen] 7. Februar 1899, †Wien 11. Juni 1989
österreichischer Nationalökonom österreichisch-tschechischer Herkunft


Ferdinand Alois Graf von Westphalen zu Fürstenberg, Sohn des Offiziers Ottokar Grafen von Westphalen zu Fürstenberg (1866-?) und dessen Frau Josephine, geborene Gräfin von und zu Trauttmansdorff-Weinsberg (1866-?); vier Geschwister: Marie (1895-?), Friedrich (1897-?), Theobald (1901-?) und Joseph (1902-?).

Aufgewachsen auf dem väterlichen Stammsitz Schloss Kulm bei Kabritz / Böhmen [Chlumec / Tschechische Republik]. 1917 bis 1918 Kriegsdienst in der österreichisch-ungarischen Armee.

Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Prag; 1922 Dr. jur. Studium der Nationalökonomie an den Universitäten München und Wien; 1925 Dr. rer. pol. an der Universität München.

1932 habilitiert für Nationalökonomie an der Universität Wien; 1932 bis 1937 Universitätsdozent (Univ.-Doz.) ebenda; 1937 außerordentlicher Universitätsprofessor (a.o. Univ.-Prof.) ebenda. Seit 1. Jänner 1938 außerordentlicher Hochschulprofessor (a.o. Prof.) der Volkswirtschaftslehre, Volkswirtschaftspolitik und Finanzwissenschaft an der Hochschule für Bodenkultur (heute: Universität für Bodenkultur) in Wien, wo er seit 1935 lehrte. Zugleich Lehrbeauftragter an der Universität Wien und an der Technischen Universität Wien für Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsgeschichte. Im März 1938 aus politischen Gründen entlassen. 1940 bis 1944 Rechtsberater für Arbeitsrecht in Privatunternehmen. 1945 reaktiviert als Hochschulprofessor und als Lehrbeauftragter für Volkswirtschaftslehre an der Universität Wien, zuletzt als titular ordentlicher Universitätsprofessor (tit. o. Univ.-Prof.). 1946 bis 1956 außerordentlicher Hochschulprofessor (a.o. Prof.) und 1956 bis 1969 ordentlicher Hochschulprofessor (o. Prof.) der Volkswirtschaftslehre, Volkswirtschaftspolitik und Finanzwissenschaft sowie 1960 bis 1969 erster Vorstand des Instituts für Rechts- und Sozialwissenschaft. 1956 bis 1969 auch ordentlicher Hochschulprofessor (o. Prof.) der Agrarpolitik ebenda. 1969 emeritiert. 1952/53 Gastprofessur in den USA. Seit 1951 Lehrender an der englischsprachigen Sommerhochschule in Strobl am Wolfgangsee / Salzburg.

Graz, im Oktober 1993
Reinhard Müller

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