Kurzbeschreibung Nachlass Konstantin Radakovi

Der Nachlass Konstantin Radakovi wurde dem "Archiv für die Geschichte der Soziologie in Österreich" teilweise von dessen Schüler Engelbert Lackner geschenkt, teilweise von dessen Großneffen Günther Eisenhut in Form einer Kopie überlassen. Es handelt sich bei dem nunmehr wieder zu einem einheitlichen Bestand zusammengeführten Nachlass um den gesamten in der Wohnung von Konstantin Radakovi erhalten gebliebenen Nachlass, wobei ein erheblicher Teil des ursprünglichen Nachlasses durch den Verkauf des Arbeitsschreibtisches samt Inhalt als verloren zu betrachten ist. Dieser Verlust gilt auch für den Nachlass der Tante von Konstantin Radakovi, der Schriftstellerin Mila Radakovi, von der nur mehr die spärlichen Reste ihres Nachlasses im Nachlass von Konstantin Radakovi als Kryptonachlass erhalten sind.

Der Nachlass ist vorläufig in fünf Abteilungen gegliedert:
  1. Konstantin Radakovi Manu- und Typoskripte; 191?-1968; 268 Blatt
  2. Konstantin Radakovi: Dichtungen. 1906-1919; 134 Blatt
  3. Druckwerke
  4. Persönliche Dokumente von und über Konstantin Radakovi;
  5. Konvolut  

Die Abteilung 1 enthält Manu- und Typoskripte von Konstantin Radakovi: Die Jugendgeschichte des Erzbischofs Gebhard von Salzburg. Seminar-Arbeit. [191?] (6 Blatt); Die Bedeutung der Wissenschaft und Technik für die Religion. [1959] (9 Blatt); Ethik der Menschenwürde. [1959] (15 Blatt); Aufsatzsammlung. [Um 1964] (63 Blatt; darin [Alexius] Meinong hat im Zuge seiner Gegenstandstheorie, Ich möchte in diesem kleinen Aufsatz die Religion als soziologische Tatsache, Martin Buber, Der Einfluß der Ehrenfelsschen Lehre von den Gestaltqualitäten auf die Soziologie und ein Fragment); Der Deutsche Idealismus des 19. Jahrhunderts. 10 Vorträge, gehalten in der Urania Graz vom 12. Oktober 1965 bis 11. Jänner 1966. Mitgeschrieben und herausgegeben von Wilhelm Widmann. 1965-1966 (82 Blatt); Orient - Okzident. Blätter zum Verständnis des europäischen und indischen Geisteslebens nach Ursprung, Originalität und gegenseitiger Bezogenheit. 1967-1968 (93 Blatt; darin Die Weltanschauung der indischen Denker 1-2, 5-12 und Die Anfänge der abendländischen Philosophie 1).

Die Abteilung 2 enthält fünf Hefte mit Dichtungen von Konstantin Radakovi aus den Jahren 1906 bis 1919.

Die Abteilung 3 enthält über dreißig Druckwerke von Konstantin Radakovi und anderen Personen mit teils umfangreichen handschriftlichen Anmerkungen von Konstantin Radakovi.

Die Abteilung 4 enthält persönliche Dokumente von und über Konstantin Radakovi, darunter auch Briefe von beziehungsweise an Anna Korr-Heger, Hubert Koziol, Theodor Piffl-Percevic, "Verlag Jos. Kienreich" und Paul Weingartner.

Die Abteilung 5 enthält Briefe von beziehungsweise an Hermann Beitzke, Sophie Christiana Prohasska, Michael Radakovi und Mila Radakovi sowie Manuskripte von Mila Radakovi: Nun gib in Gottes Namen (1 Blatt); Die Widersprüche im Character Buttlers u[nd] deren Lösung. (Vortrag, gehalten am 3. Mai 1879) (44 Blatt); Skizze zu einem Stammbaum der Familie Radakovi (2 Blatt); weiters enthält sie Druckwerke von Mila Radakovi: Alexius Meinong. [1920] (1 Blatt); Der Wolf. Ein Nachwort (1 Blatt); Weltbürgerin (5 Blatt); Vertrauen (6 Blatt); Rückblick auf ein Hilfswerk (8 Blatt). Außerdem enthält es von Margarete Weinhandl: Eine gütige Grazerin (1 Blatt) und "Du sollst ein Segen sein!", für Mila Radakovi zum 90. Geburtstag. 27. Oktober 1951 (1 Blatt). Dazu kommen noch einige Dokumente zum Tod von Alexius Meinong.

Besondere Kenntnisse: Ein größerer Teil der Dokumente ist in Kurrentschrift abgefasst.


Graz, im Oktober 1994
Reinhard Müller


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