{"id":173,"date":"2020-03-02T12:28:39","date_gmt":"2020-03-02T11:28:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.heinzsteinertsymposium.at\/WP\/?page_id=173"},"modified":"2025-01-27T19:46:38","modified_gmt":"2025-01-27T18:46:38","slug":"sozialer-ausschluss-und-gegenstrategien-1","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/agso.uni-graz.at\/steinert-symposium\/sozialer-ausschluss-und-gegenstrategien-1\/","title":{"rendered":"Sozialer Ausschluss und Gegenstrategien"},"content":{"rendered":"\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-very-light-gray-background-color has-background\">Wie jede Vergesellschaftung Zugeh\u00f6rigkeit bestimmt, so setzt sie Ausschlie\u00dfung als jeder Ordnung inh\u00e4rentes Merkmal voraus. Es ist dabei integraler Bestandteil dieser analytischen Perspektive, dass Inklusion und Exklusion nicht als striktes Gegensatzpaar gefasst, sondern als \u201ewiderspr\u00fcchliche Einheit\u201c verstanden wird, die es erlaubt, mittels sozialer Ausschlie\u00dfung herrschende Grenzen von Inklusion zu thematisieren. Insofern unterscheiden sich auch die Institutionen \u201eVerbrechen und Strafe\u201c sowie \u201eSchw\u00e4che und F\u00fcrsorge\u201c, wie sie Cremer-Sch\u00e4fer und Steinert erstmals 1997 herausgearbeitet haben, zwar durch das zentrale Etikett, das die Institution Individuen verdinglichend zuschreibt sowie durch den Interventionstypus, der zur Anwendung gelangt, sie bilden aber ein Paar zur gemeinsamen Herstellung eines produktiven Disziplinarindividuums.<br>Die Gegenstrategien zu sozialer Ausschlie\u00dfung sind daher auch jenseits dieser Institutionen zu suchen und haben bei der aktiven Auseinandersetzung von Personen mit ihrer gef\u00e4hrdeten Situation anzukn\u00fcpfen. \u201eCoping with and Avoiding Social Exclusion\u201c war ein europ\u00e4isches Forschungsprojekt (mit dem Akronym CASE) unter Federf\u00fchrung von Heinz Steinert, das sich zur Aufgabe setzte, an diesen Handlungsstrategien, der \u201eWelfare Policy from Below\u201c, auch mit der staatlich organisierten Wohlfahrtspolitik anzuschlie\u00dfen. Anstatt Bedingungen festzulegen, die Personen f\u00fcr den Zugang zu Sicherungsleistungen zu erf\u00fcllen haben, und damit selbst exkludierend zu wirken, h\u00e4tte eine solche Politik soziale Infrastrukturen zu schaffen, damit individuelle, famili\u00e4re, gemeinschaftliche und sozialstaatliche Ressourcen flexibel und gemeinsam nutzbar werden.<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-white-background-color has-background\">Zu fragen ist, inwiefern sich die Etiketten, Wissensformen und Herrschaftstechniken der Institutionenkomplexe \u201eVerbrechen &amp; Strafe\u201c und \u201eSchw\u00e4che &amp; F\u00fcrsorge\u201c ver\u00e4ndert haben und wie die Allianz zwischen ihnen aktuell beschrieben werden kann.<br><br>Es fragt sich ferner, wie weit sich die Bearbeitung sozialer Ausschlie\u00dfung auf Basis einer sozialstaatlich organisierten sozialen Infrastruktur heute auch auf die erfolgreiche Abwehr von Zumutungen einer bestimmten Lebensweise erstrecken kann. Und wie verhindert die Amalgamierung sozio\u00f6konomischer, rassistischer und kriminalisierender Ausschlie\u00dfung solidarische Ausschlussbearbeitung?<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-white-background-color has-background\"><strong>Panel<\/strong>: <br><br><em>Helga Cremer-Sch\u00e4fer:<\/em> Die Institutionen \u201eVerbrechen &amp;Strafe\u201c und \u201eSchw\u00e4che &amp; F\u00fcrsorge\u201c (<em>Eingangsstatement<\/em>) <br><em>Martin Winands:<\/em> \u201eWir verfolgen doch eigentlich dasselbe Ziel.\u201c Die schwierige Beziehung zwischen Sozialer Arbeit und Polizei aus devianzp\u00e4dagogischer Perspektive <br><em>Ellen Bareis:<\/em> Wohlfahrt von unten <br><em>Klaus Priechenfried:<\/em> Wissensbasierte Sozialarbeit und ihr politischer Kontext<br><br>Moderation: <em>Michaela Moser<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Heinz-Steinert-Symposium 2021 (Panel 5: Sozialer Ausschluss und Gegenstrategien)\" width=\"720\" height=\"405\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/2BmuABxO_94?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\"><\/div><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><a href=\"\/steinert-symposium\/panels\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/agso.uni-graz.at\/steinert-symposium\/panels\/\">&lt; zur\u00fcck zu den Panels<\/a><br><a href=\"http:\/\/Zeitplan\"><\/a><a href=\"\/steinert-symposium\/zeitplan\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/agso.uni-graz.at\/steinert-symposium\/zeitplan\/\">&lt; zur\u00fcck zum Zeitplan<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie jede Vergesellschaftung Zugeh\u00f6rigkeit bestimmt, so setzt sie Ausschlie\u00dfung als jeder Ordnung inh\u00e4rentes Merkmal voraus. 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