Karoline Freilach

Trumau und Marienthal.

[Wien, um 1952], 2 Bl.

Quelle: Archiv für die Geschichte der Soziologie in Österreich (Graz), Sammlung Ingrid Neuber. Die Veröffentlichung auf dieser Website erfolgt mit freundlicher Genehmigung von August Freilach, Wien. Beachten Sie das Copyright!

[1]

Trumau u. Marienthal

I

Es legt ein Platzerl still verborgen.

In einem Randbezirk von Wien,

Mein Traum von gestern und auch morgen,

Denn nie gehst Du mir aus dem Sinn.

Die schönsten Jahre meines Lebens,

gehörten Dir in Freud und Leid,

Wo bist Du mein Marienthal,

mein Märchenschatz »es war einmal«.

Mir wird für Dich ums Herz oft schwer,

Ich kenn Dich nimmermehr.

II.

Wie hast Du Märchen einst begonnen,

Es war ein Jubileenfest [!]

viel Jahre sind seither verronnen,

Dein Schattenbild blieb mir als Rest.

Oft denk ich an die Jubileen [!]

mit 50 Jahren und noch mehr

Wirst Du einst wieder auferstehn

[2]

Sowie ich einmal Dich gesehn

Den Weltruf hattest Du einmal?

Trumau u. Marienthal

III

Wird auch die Sonne wieder strahlen

für Dich mit hellen [!] goldnen Schein?

Nie sollst mit Sonnenschein Du prahlen,

Bringt er nicht Glück in jedes Zimmerlein,

Gib Deinem Namen wieder Ehre,

Die Jugend wartet schon darauf,

Sie will die Räder wieder drehn,

Die schon seit Jahren stille stehn,

Vielleicht gehts dann mit Dir bergauf

Marienthal »Wach auf«

von Frau

Freilach