Soziologie in Österreich

 

 

 

 

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Rudolf Stemberger

geb. Wien, Kronland Österreich unter der Enns, Österreich-Ungarn (heute Bundesland Wien, Österreich), am 13. Dezember 1901

gest. Hallein, Bundesland Salzburg, Österreich, am 13. März 1964

Universitätsprofessor, Betriebswirtschaftler

Angehöriger des engeren sogenannten Spannkreises

Rudolf Stemberger besuchte die Hochschule für Welthandel (heute Wirtschaftsuniversität) Wien, wo er 1923 als Diplom-Kaufmann (Dipl.-Kfm.) abschloss. Anschließend studierte er Staatswissenschaften an der Universität Wien, wo er bei Othmar Spann (1878–1950) und Ferdinand Degenfeld-Schonburg (1882–1952) aufgrund der Arbeit »Wirtschaft und Mathematik« 1932 zum Dr. rer. pol. promoviert wurde.

Rudolf Stemberger war in den 1930er Jahren auch Angehöriger des weiteren sogenannten Spannkreises, an dessen Zeitschrift »Ständisches Leben« (Berlin–Wien) er 1931 bis 1935 mitarbeitete.

Rudolf Stemberger war zunächst als Buchhalter in der Privatwirtschaft in Wien tätig. 1942 wurde er Mitglied der »Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei« (NSDAP) und danach Lehrer an verschiedenen Handelsschulen und Handelsakademien.

1945 wurde Rudolf Stemberger Direktor der Bundeshandelsakademie Bregenz (Vorarlberg) und 1952 Landesschulinspektor für das kaufmännische Bildungswesen in Tirol und Vorarlberg (später auch Salzburg). Außerdem war er seit 1945 Lehrbeauftragter für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre an der Universität Innsbruck (Tirol), wo er 1949 aufgrund der Arbeit »Das betriebswirtschaftliche Wertproblem in der Steuerbilanz. Eine betriebswirtschaftliche Untersuchung« habilitiert wurde und seither als Privatdozent (Priv.-Doz.) tätig war. 1955 wurde er hier außerordentlicher Universitätsprofessor (a.o. Univ.-Prof.) für Betriebswirtschaftslehre, seit 13. September 1960 titular ordentlicher Universitätsprofessor (tit. o. Univ.-Prof.) und 1962 ordentlicher Universitätsprofessor (o. Univ.-Prof.) der Betriebswirtschaftslehre.

 

Selbstständige Publikationen

● Wirtschaft und Mathematik. Wien 1932, Maschinenschrift. Staatswissenschaftliche Dissertation an der Universität Wien 1932.

Auszugsweiser Abdruck unter dem Titel: Das Verfahren Thünens im Rahmen der allgemeinen und gesellschaftswissenschaftlichen Verfahrenskunde, in: Ständisches Leben (Berlin–Wien), 3. Jg. (1933), S. 465–483.

Das betriebswirtschaftliche Wertproblem in der Steuerbilanz. Eine betriebswirtschaftliche Untersuchung. Innsbruck 1949, 452 Bl., Maschinenschrift. Habilitationsschrift an der Universität Innsbruck 1949.

Immanuel Kant als Philosoph und Soziologe. Wien–Meisenheim: Verlag A. Sexl 1953, 159 S. & 1 Faltblatt.

● Die Steuerbilanz mit zahlreichen praktischen Beispielen in einem Anhang. Wien: Manzsche Verlags- und Universitätsbuchhandlung 1959 (= Richard Reisch / Josef Clemens Kreibig: Bilanz und Steuer. Grundriß der Buchhaltung- und Bilanzlehre unter besonderer Würdigung ihrer wirtschaftlichen und rechtlichen Bedeutung. 5. Auflage, vollständig neu bearbeitet von Hans Krasensky. 3.), XIV, 300 S. Gemeinsam mit Hans Krasensky.

● Stirb und werde. Eine Sammlung religiöser Gedankenlyrik. Innsbruck: Felizien Rauch [1964], 49 S.

Copyright © 2013 Reinhard Müller, Graz
Stand: Oktober 2013