Alfred Forche

75 Jahre ASK Marienthal. 1908–1983.

Reisenberg: ASK Marienthal [1983], 56 S.

Die Veröffentlichung auf dieser Website erfolgt mit freundlicher Genehmigung von Alfred Forche, Gramatneusiedl. Beachten Sie das Copyright!

[Umschlagblatt 1]

[Mitglieder der ersten Fußball-Riege des ASK Marienthal. 1912]

1908

ASK MARIENTHAL

1982/83

[Mitglieder der Fußball-Sektion des ASK Marienthal. 1982]

[Umschlagblatt 2]

[1]

75 Jahre

ASK Marienthal

1908–1983

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Eigentümer, Herausgeber und Verleger: ASK Marienthal, Neu-Reisenberger Straße 11, 2440 Reisenberg. – Druck: Ing[enieur] Gerda Probst, 2483 Ebreichsdorf, Wiener Neustädter Straße 20, Telefon 0 22 54 1 22 78

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KLAUS SOUKUP

Bürgermeister von Gramatneusiedl

Liebe Sportfreunde!

Als Bürgermeister der Gemeinde Gramatneusiedl gratuliere ich dem ASK Marienthal im eigenen wie im Namen des Gemeinderates und der Bevölkerung unserer Gemeinde sehr herzlich zum 75–jährigen Jubiläum.

1983 ist ein Meilenstein in der Geschichte des Vereines, an der auch die Gemeinde Gramatneusiedl ihren Anteil hat. Sie war zu allen Zeiten bemüht, den Verein nach besten Kräften zu unterstützen. Ich selbst bin stolz auf diesen Verein, der seit Jahren in der 1. Landesliga spielt und ich freue mich über jeden Erfolg »unseres Fußballvereines«.

Ich danke allen Funktionären, die den Verein bisher so gut geführt haben und ich danke auch den Spielern von einst und jetzt für ihre sportliche Einsatzfreudigkeit, die immer wieder zu Erfolgen führte.

Ein Sprichwort sagt: »In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist« – die Jugend soll daher Sport betreiben, und wenn es Fußball ist, begeistert sie damit auch viele andere Mitmenschen. Ich bin überzeugt, daß die Bevölkerung unserer Gemeinde die Leistungen des ASK zu schätzen weiß und den

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Verein auch in Zukunft tatkräftigst unterstützt. Die Gemeinde wird immer für den Verein da sein.

Im Sinne freundschaftlicher Verbundenheit nochmals die besten Wünsche zum 75. Geburtstag und noch viele erfolgreiche Jahrzehnte für den ASK Marienthal.

Ihr

Bürgermeister

Klaus Soukup

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75 Jahre ASK Marienthal

Der ASK Marienthal feiert sein 75–jähriges Bestandsjubiläum. Ich übermittle aus diesem Anlaß allen aktiven Sportlern, den Funktionären, Mitgliedern, Gönnern und Anhängern, persönlich und namens der Hauptgruppe SÜD / OST die herzlichsten Glückwünsche!

Sie haben 75 Jahre dem Sport gedient. Die Funktionäre haben durch Ihre ehrenamtliche Tätigkeit in der Gemeinschaft der sportbegeisterten Jugend die Möglichkeit zur Ausübung des Sportes geschaffen.

Der Sport und hier insbesonders der Fußballsport ist zur körperlichen Ertüchtigung und zur Gesunderhaltung unbedingt notwendig. Die Erfolge des ASK Marienthal in den letzten 75 Jahren, mit seiner großen Tradition, verdienen höchste Anerkennung.

Als Hauptgruppenobmann der Hauptgruppe SÜD / OST spreche ich Ihnen für sportliche Einstellung, für Ihre geleistete Arbeit und für Ihre Disziplin, Dank und Anerkennung aus.

Ein aufrichtiges Dankeschön an die Bevölkerung, die Ihre [!] Verbundenheit und die positive Einstellung zum Niederösterreichischen [!] Fußballsport immer eindeutig unter Beweis gestellt hat.

Für die Zukunft wünsche ich dem Verein recht viel sportlichen Erfolg und ein

herzliches Glück-Auf

für den ASK Marienthal!

Ihr Hauptgruppenobmann:

Rudolf Kellner

Rudolf Kellner

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Aus Anlaß unseres 75–jährigen Bestandsjubiläums gedenken wir in Treue und sportlicher Verbundenheit aller Funktionäre, Spieler und Anhänger, die von uns scheiden mußten.

Ihr Andenken ist uns Verpflichtung und Mahnung zugleich. †

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Die ersten Jahre

Noch vor der Jahrhundertwende wurde in Marienthal schon fußballgespielt. Es waren englische Monteure die in der Marienthal-Trumauer A[ktien]G[esellschaft] mit dem Aufstellen von Maschinen beschäftigt waren und nach der Arbeit in der Freizeit dem Ball nachjagten. Bald waren auch die Marienthaler Arbeiter von dem »Fußballbazillus« angesteckt, der sich bis heute erhalten hat.

Offiziell wurde der ASK Marienthal 1908 gegründet. Damit gehört er zu den ältesten Fußballvereinen in Niederösterreich. Die Gründungsfunktionäre waren: Prokurist Franz Kopecky, Franz Dlabula, Josef Dedek, Jaroslav Jilek, Johann Dedek, Johann Svella, Heinz Nistler.

Gespielt wurde auf der »Hinterbrühl Wiese«, der Sitz des Vereins war das Gasthaus Sam. Bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges wurden nur Freundschaftsspiele ausgetragen. Während des Krieges fanden nur teilweise Spiele statt.

Eines der ersten Mannschaftsfotos aus dem Jahr 1908 vor dem Spiel gegen Germania Schwechat.

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Ein Hoch in der Zwischenkriegszeit

Ab 1920 ging es mit dem ASK Marienthal wieder aufwärts. Es wurde wieder ein regelmäßiger Spielbetrieb aufgenommen. Vorerst gab es noch einen gemeinsamen Verband der Wiener und Niederösterreichischen Vereine. Marienthal spielte daher gegen Vereine wie: Simmering, Slovan, Fav[oritener]A[thletiksport]C[lub] u[nd]s[o]w[eiter]. Zu dieser Zeit kam Josef Probst von Germania zu den Marienthalern. Er führte einen richtig funktionierenden Fußballbetrieb – regelmäßiges Training, Spiele usw. – ein. Im Jahr 1924 unternahm der Verein eine Tournee nach Deutschland.

Von der Marienthal-Trumauer AG. wurde zu dieser Zeit ein Grundstück neben der Fischa zur Verfügung gestellt, daß [!] in der weiteren Folge bis zum heutigen Tag die Heimstätte der Marienthaler Kicker werden sollte. Dieser Platz wurde von der Fabrik als Miststätte benutzt. Noch heute findet man bei den diversen Grabarbeiten das typische »Indigo blau«.

Erster Meistertitel

Die Marienthaler begannen 1920/21 in der 2. Klasse Süd den Meisterschaftsbetrieb. Gespielt wurde gegen Mödling, Liesing, Siebenhirten, Wiener Neustadt usw. Der Mannschaft gehörten an: Prohaska, Jilek, Seifert, Nemecek, Hermanek, Spiola, Pec, Probst, Dedek, Strobl, Schuliz, Windisch und Graf. Ein Jahr darauf zeigte sich, daß Marienthal ein guter Boden für den Fußballsport ist. Der Meistertitel und damit der Aufstieg in die 1. Klasse Süd wurde erreicht. In dieser Klasse wurden die Marienthaler auf Anhieb Kronprinz und im nächsten Jahr stiegen sie in die niederösterreichische Liga auf. Im Rahmen des VAFÖ [d.i. Verband der Amateur Fußballvereine Österreichs] (eine Art Cupbewerb) wurde 1927 ein weiterer Höhepunkt erreicht – Niederösterreichischer Landesmeister.

Ein gemeinsames Bild der Marienthaler und der Mannschaft Sturm 1 Schönebeck von 1924.

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Ein großartiges Kultur- und Sportzentrum

Unter der Dachorganisation – Arbeiter-Turn- und Sportverein – erlebte Marienthal in der Mitte der zwanziger Jahre einen Höhenflug sondergleichen. Es gab eine Vielzahl von Sektionen: Geräteturnen, Faustball, Turnriegen für Mädchen und Knaben, Ringen, Boxen, Handball, Radball, Reigenfahren (Diese Aufzählung erhebt nicht den Anspruch der Vollzähligkeit.). Beim Fußball gab es 7 Mannschaften. Auch auf kultureller Ebene konnte sich Marienthal sehen lassen. So gab es eine Theatersektion, einen Gesangsverein und eine Musikkapelle.

Nach dem weltwirtschaftlichen Einbruch Ende der zwanziger Jahre – die Fabrik sperrte zu – begann auch der Niedergang dieser großartigen Bewegung.

Die Sektion der Radfahrer war wie unser Bild zeigt auch sehr stark.

Noch ein Anlauf vor dem Zweiten Weltkrieg

1932 wurde wieder mit einem kontinuierlichen Fußballbetrieb begonnen. Marienthal startete in der 1. Klasse Ost und wurde auch auf Anhieb Meister. Im nächsten Jahr spielten sie in der 1. Klasse Süd und beendeten auch in dieser Klasse die Meisterschaft mit dem Titelgewinn. In den Jahren 1935 bis 38 spielte Marienthal in der niederösterreichischen Liga.

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Vereinsname mußte geändert werden

Nach der Beseitigung der Demokratie 1933 mußte auch der Name des Vereines von »Arbeiter-Sportklub-Marienthal« in »Athletik-Sportklub-Marienthal« umbenannt werden. Es kam auch in dieser Zeit zu politischen Maßregelungen und Angriffen. In einem Protokoll einer außerordentlichen Generalversammlung vom 19. Februar 1937 heißt es dazu: »…Herr Ing[enieur] Wolf führte aus, daß die Gesamtdemission des Ausschusses auf die grundlose politische Verdächtigung der beiden Sektionsleiter seitens der Ortsbehörde erfolgte, welche beide Herren in ihrem Übereifer bei einer politisch verbotenen Agitation wähnte, während genannte Herren einen Spielabschluß in Unterwaltersdorf getätigt hatten.« Bei dieser Versammlung wurde nachstehender Ausschuß gewählt:

Präsident

Ing. Wolf

Obmänner

Jerabek, Matulka

Kassiere

Treutner, St. Feix, E. Karl, Fr. Feix

Schriftführer

Cejna, Vallah

Kontrolle

Maher, Dedek

Beisitzer

Stahl

Sektionsleiter

Nemecek, Tesar

Utensilien-Verwalter

Strobl

Subkassiere

Humann, Drevikovsky

Mannschaftsvertreter

H. Nemecek

Schachsektion

Fr. Taschke

Ein Spielbericht von September 1936 bis Jänner 1938:

Kampfmannschaft Meisterschaft: 40 Spiele, 21 Siege, 4 Unentschieden, 15 Niederlagen; Torverhältnis: 109:88

Kampfmannschaft Cupspiele: 6 Spiele, 3 Siege, 1 Unentschieden, 2 Niederlagen; Torverhältnis: 10:7

Kampfmannschaft Freundschaftsspiele: 17 Spiele, 13 Siege, 1 Unentschieden, 3 Niederlagen; Torverhältnis: 51:22

Insgesamt: 127 Spiele, 82 Siege, 11 Unentschieden, 34 Niederlagen; Torverhältnis: 465:258

Mit der Annexion Österreichs an Hitlerdeutschland begann die wohl schwerste Zeit für den Verein. Es wurde zwar nach der Eingliederung nach Wien teilweise der Fußballbetrieb aufrechterhalten, doch der Kriegszoll war sehr groß. Eine komplette Mannschaft kehrte aus dem Krieg nicht mehr zurück.

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Ein neuer Beginn

Unmittelbar nach dem Ende des Krieges gab es Bestrebungen, den Fußballbetrieb wieder in Gang zu bringen. Am 21. Mai 1945 begann mit dem Spiel Moosbrunn-Marienthal der Fußballbetrieb in Marienthal in der zweiten Republik. Die Partie wurde mit 3:2 gewonnen. Marienthal spielte mit folgender Mannschaft: Bauer, Jerabek II, Rohrer, Patek, Mindler, Marek, Pokorny, Jerabek I, Korn, Bilek, Gausta.

Im Herbst dieses Jahres wurde wieder mit der Meisterschaft begonnen. Marienthal spielte in der Wiener 3. Klasse A.

Die erste Partie am 16. September am Ajax-Platz in Wien gegen Laaerberg wurde klar mit 8:2 gewonnen.

Die Aufstellung lautete: Kopetzky; Jerabek II, Jerabek I; Jilek, Fischer I, Bleyer; Hansal, Zalubil, Mazalik, Bilek, Humann.

Die Tore erzielten: Mazalik 5, Bilek, Humann, Hansal.

Die weiteren Meisterschaftsspiele im Herbst:

Neutal – Marienthal 0:3 (strafverifiziert)

Slavonia – Marienthal 0:9, Tore: Mazalik 5, Hansal 2, Humann 2

Simmering – Marienthal 2:4, Tore: Mazalik 2, Humann, Korn

Record – Marienthal 2:3, Tore: Mazalik 2, Humann

Wienerberg – Marienthal 1:2, Tore: Mazalik, Bilek

Rennweg – Marienthal 3:3, Tore: Mazalik, Korn, Humann

Marienthal – Inzersdorf 3:0 (Inzersdorf nicht angetreten)

Feuerwehr – Marienthal 3:4, Tore: Mazalik, Korn, Humann, Bilek

Ankerbrot – Marienthal 3:2, Tore: Humann, Korn

Vorwärts 11 – Marienthal 0:9, Tore: Mazalik 6, Korn, Bilek, Humann

Marienthal – Wieden 3:0 (Wieden nicht angetreten)

Die Marienthaler beendeten die Herbstmeisterschaft als erster mit nur einer Niederlage und einem Unentschieden.

Neben der Meisterschaft wurden noch viele Freundschaftsspiele ausgetragen. Auch eine Reservemannschaft, eine Jugend und eine Schülermannschaft trugen ebenfalls Spiele aus. Mit allen Mannschaften wurden vom 21. Mai bis 30. Dezember 1945 insgesamt 59 Spiele ausgetragen. Davon 39 Siege, 4 Unentschieden, 16 Niederlagen. Das Torverhältnis lautete 221:120.

Als Abschluß des Jahres fand ein Weihnachtspokalturnier statt. Die Teilnehmer waren: S[port]C[lub] Ebergassing, Moosbrunn, SC Kleinneusiedl, ASK Marienthal.

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Die Spiele des ersten Tages

Ebergassing – Kleinneusiedl 3:1, Marienthal – Moosbrunn 4:4 (Auch im Nachspiel änderte sich nichts mehr am Resultat, Marienthal verzichtet auf die Losentscheidung). Die Torschützen des Veranstalters: Bilek 2, Mazalik 2.

2. Spieltag

Marienthal – Kleinneusiedl 3:2, Tore: Bleyer, Humann und ein Eigentor von Kleinneusiedl. Ebergassing  Moosbrunn 7:1. Das Turnier gewann der SC Ebergassing. Den Pokal für den zweiten Platz überließen die Marienthaler mit einer sportlichen Geste den Kleinneusiedlern.

Zu Silvester veranstaltete der ASK Marienthal eine gut besuchte Silvesterfeier.

Wieder im niederösterreichischen Verband

Zu Beginn 1946 stellte der Verein beim Verband das Ersuchen, wieder in Niederösterreich eingeteilt zu werden. Dem Wunsch wurde Rechnung getragen und am 10. März 1946 begann Marienthal in der 1. Klasse Süd A zu spielen.

Das erste Spiel wurde auswärts gegen Guntramsdorf nach einer 2:0 Pausenführung 4:3 gewonnen. Die Tore erzielten: Humann 2, Bilek und Wurschitz. Auch die Reserve feierte einen 1:0 Sieg. Das Tor schoß Mazalik.

Am 15. März fand nach längerer Zeit wieder eine Generalversammlung statt. Bei dieser wurde folgender Vorstand einstimmig gewählt:

Obmann

P. Treutner

Stellvertreter

J. Botek und F. Moser

Kassier

St. Feix und Strobl

Schriftführer

H. Mnozil

Stellvertreter

R. Svehla

Sektionsleiter

F. Zalubil

Trainer

K. Nemecek und W. Strobl

Delegierter

J. Bruckner und K. Hoffmann

Kontrolle

J. Hermanek und R. Tesar

Beisitzer

K. Jelinek, G. Hoffmann u[nd] H. Nistler

Zeugwart und Platzmeister

O. Nistler

2. Zeugwart

L. Kraft

Subkassiere

R. Jelinek und K. Hoffmann

Kapitän der 1. Mannschaft

Hans Fischer

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Das zweite Meisterschaftsspiel brachte auf eigenem Platz Himberg als Gegner. Durch Tore von Mazalik und Humann gelang ein knapper 2:1 Sieg. Ein 3:0 Sieg in Maria Lanzendorf war die Ausbeute des dritten Matches. Die erste Niederlage setzte es in Mödling. Nach einem 1:1 zur Pause gewannen die Mödlinger noch mit 4:3. Die Marienthaler Treffer erzielten: Mazalik, Bilek und Wurschitz. Das nächste Spiel gegen Gumpoldskirchen gewannen sie dann wieder mit 2:1. [!] Tore: Wurschitz 2. Das Tor der Gäste erzielte G. Biberhofer (Eigentor). Zu Ostern nahmen die Marienthaler an einem Osterturnier in Ebreichsdorf teil. Sie gewannen das Turnier und nahmen einen schönen Pokal mit nach Hause.

In den Retourspielen feierte Marienthal drei Siege und ein Unentschieden. Der höchste Sieg wurde gegen Lanzendorf mit 10:0 errungen. Das Unentschieden erreichten sie in Himberg.

Marienthal war ein gefragter Verein bei diversen Turnieren. Zum 25–jährigen Jubiläum waren sie in Felixdorf zu einem Sportfest eingeladen. Sie gewannen mit 3:2, durch Tore von Prohaska 2 und Bleyer. Auch die Reservemannschaft feierte einen 2:0 Sieg. Die Torschützen: Kopetzky und L. Biberhofer.

Bis zum Beginn der Meisterschaft im September 1946 trugen die Marienthaler Kicker eine Vielzahl von Freundschaftsspielen aus. Unter anderem gegen Simmering (2:2), Wacker Wiener Neustadt (3:0), Badener AC (7:0) usw. Durchwegs wurden die Spiele gewonnen. Die Meisterschaft 1946/47 begann am 8. September. Der Auftakt, ein 7:1 Sieg gegen Oberwaltersdorf, ist recht vielversprechend. Prohaska 3, Pflüger 2, Bilek und Humann waren die Torschützen. Im Herbst wurden in den 14 Meisterschaftsspielen neun Siege, ein Unentschieden und vier Niederlagen erreicht. Der Frühjahrsdurchgang war mit nur acht Siegen, einem Unentschieden und fünf Niederlagen etwas schlechter.

Zu Weihnachten wurde wieder ein Turnier, diesmal für Jugendmannschaften, durchgeführt. In einem Zeitungsausschnitt stand zu lesen:

Zu den Weihnachtsfeiertagen veranstaltete die Vereinsleitung des ASK Marienthal ein Jugendturnier, um den nicht in der Meisterschaft spielenden Jugendmannschaften einmal die Gelegenheit zu geben, vor einer größeren Zuschauermenge das Können unter Beweis zu stellen. Das Turnier hat seinen Zweck voll und ganz erfüllt, denn die zahlreich erschienenen Zuschauer waren mit den Leistungen der teilnehmenden Mannschaften zufrieden.

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Als Teilnehmer sah man außer der Jugendelf des veranstaltenden Vereins die Jugendmannschaften der Vereine Ebergassing, Mitterndorf und Union Moosbrunn. Turniersieger wurde der ASK Marienthal, welcher an beiden Tagen seine Gegner sicher abfertigen konnte. Den Trostpreis erwarb sich die tüchtige Jugendelf des SC Union Moosbrunn.

Danach folgten noch kurze Schilderungen der einzelnen Spiele. Die Frühjahrsmeisterschaft der 1. Klasse Süd A beendeten die Marienthaler als vierte mit 36 Punkten.

Die Mannschaft der Marienthaler hatte folgendes Aussehen: Torhüter: Böhm, Dedek; Feldspieler: Zalubil, Fischer, Slavik, Jelinek, Bleyer, Wurschitz, Prohaska, Humann, Kovac, Bilek, F. Steurer, Dressler, Pflüger, L. Biberhofer, Schopper, Misar, Kopetzky, Pruckmoser.

Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse in Niederösterreich

Durch die Neueinteilung in Niederösterreich kam Marienthal in die zweithöchste Spielklasse.

Die erste Partie spielten die Marienthaler in Hainburg. Das Match wurde mit 2:1 gewonnen. Dazu Auszüge aus einem Zeitungsausschnitt:

Das Spiel, das mit einem Knalleffekt begann, sah vorerst ganz danach aus, als ob die Gäste einen haushohen Sieg landen würden, denn bereits in der ersten Spielminute, ohne daß auch nur ein Gegner den Ball berührt hätte, schoß Kopetzky den Führungstreffer. …Nach Seitenwechsel war das Spiel ziemlich ausgeglichen und aus einem Fehler des Tormannes der Hainburger, der im übrigen bis auf dieses Mißgeschick ausgezeichnet gefiel, kann Bleyer den zweiten und gleichzeitig auch Siegestreffer erzielen. Die besten Spieler bei Marienthal waren Kovac und Dedek,…

Die weiteren Meisterschaftsspiele im Herbst: Hertha Leopoldsdorf 1:1, Prohaska; Himberg 3:3, Bleyer, Prohaska, Humann; Sollenau 3:2, Bilek, Misar, Biberhofer; Siebenhirten 1:3, Bleyer; Wacker Wiener Neustadt 3:1, Bleyer 2, Misar; Wimpassing 0:3; ASK Bruck/L[eitha] 2:2, Bilek, Wurschitz; Fischamend 2:4, Schopper, Prohaska; Guntramsdorf 1:3, Bleyer; Felixdorf 2:1, Spiola, Bleyer.

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Neben der Meisterschaft waren die Marienthaler auch im Cup engagiert. Im ersten Spiel blieben sie in S[ank]t Pölten gegen Sturm 19 St. Pölten mit 6:1 erfolgreich. Prohaska, Bilek, Bleyer 2 und Humann 2 waren die Torschützen. Zuhause gegen Bruck gab es einen knappen 2:1 Heimsieg. Die Torschützen: Kovacs und Schopper. Beim dritten Spiel in Hollabrunn blieben sie ebenfalls siegreich. Durch Treffer von Prohaska 2, Zalubil, Bleyer und Spiola blieben sie mit 5:4 erfolgreich. Einen klareren Sieg feierten sie gegen Süßenbrunn, 5:1. Spiola, Kovacs, Prohaska, Humann und Schallerl schoßen die Tore.

Das Ausscheiden aus dem Cup erfolgte nach einer 1:5 Niederlage in Ternitz. Dazu wieder einige Auszüge aus einem Presseartikel:

Unter dem Titel das Ergebnis trügt … ist zu lesen: Dieses Cupspiel konnte Ternitz erst im Nachspiel für sich entscheiden. Bis zum Ablauf der normalen Spielzeit lieferten sich beide Mannschaften einen unerhört spannenden und fairen Kampf, der beide Tore gleich viel in Gefahr sah.

…während auf Seiten der Marienthaler Fischer, Dressler, Kovacs, Pflüger und Prohaska mit sehr guten Leistungen aufwarteten.

Die Aufstellung lautete: Dedek; Fischer, Wurschitz; Dressler, Kovacs, Bleyer; Humann, Pflüger, Steffel, Spiola, Prohaska. Den Ehrentreffer erzielte Steffel.

Zu Weihnachten fand wieder das schon traditionelle Jugendweihnachtsturnier statt. Die Mannschaft des Veranstalters gewann dieses Turnier durch zwei 7:0 Siege, gegen Mitterndorf und Himberg.

40–jähriges Jubiläum 1908–1948

Das Jubiläumsjahr begann für die Marienthaler Mannschaft schon am 4. Jänner mit einem Freundschaftsspiel gegen Ebergassing. Am 18. Jänner fand das Wiederholungsspiel gegen Felixdorf statt. Es wurde wie auch im Herbst ein Sieg (3:2). Tore: Humann 2, Spiola. Der Frühjahrsdurchgang begann am 7. März mit dem Spiel gegen Hainburg. Die Treffer des klaren 8:1 Erfolges schoßen: Steffel 3, Prohaska 2, Humann 2, Pflügler. Die Tabelle nach dem Spiel gegen Hainburg:

16

2. Liga Süd

Guntramsdorf

14

13

0

1

39

16

26

Siebenhirten

14

11

2

1

55

19

24

Fischamend

14

9

2

3

35

27

20

Wacker Wiener Neustadt

14

7

2

5

36

23

16

Wimpassing

14

6

4

4

45

29

16

Hertha Leopoldsdorf

14

7

2

5

26

21

16

Marienthal

14

6

3

5

32

29

15

Himberg

14

5

4

5

29

25

14

Leobersdorf

14

5

3

6

27

31

13

Hainburg

14

5

1

8

27

43

11

Sollenau

14

2

4

8

27

47

8

Felixdorf

14

3

1

10

29

40

7

Mannersdorf

14

3

1

10

20

43

7

Bruck / Leitha

14

0

3

11

15

49

3

Die weiteren Spiele: Hertha Leopoldsdorf 2:1, Steffel, Prohaska; Himberg 0:0; Leobersdorf 1:3, Steffel; Mannersdorf 8:0, Steffel 3, Schopper 2, Prohaska 2, Humann; Siebenhirten 1:8, Steffel; Wacker Wiener Neustadt 3:3, Prohaska 2, Steffel; Wimpassing 4:3, Humann 2, Prohaska, Schopper; Bruck 5:0, Pflügler 3, Prohaska, Humann; Felixdorf 1:5, Prohaska; Fischamend 2:3, Pflügler 2; Guntramsdorf 0:0; Sollenau 5:2, Pflügler 2, Steffel 2, Prohaska. Im Cupbewerb spielten sie im ersten Spiel gegen Breitenau 3:3, wobei Pflügler, Nemecek und Steffel die Tore erzielten. Im zweiten Spiel entschieden die Marienthaler die Partie klar mit 5:1 für sich. Prohaska 2, Steffel 2 und Nemecek trafen ins »Schwarze«. Der »Abschied« vom Cup kam durch eine 0:4 Niederlage gegen Blumau.

Nach dem Ausscheiden aus dem Cup trugen die Marienthaler über den Sommer eine Reihe von Freundschaftsspielen aus. Als Höhepunkt ist das Match gegen die Vienna anzusehen. Die Heimischen verloren zwar mit 1:4, doch die Vienna spielte zu dieser Zeit in der 1. Liga. Die Aufstellung bei diesem Spiel: Dedek; G. Biberhofer, Misar, Bleyer, Stoiber, Pruckmoser, Humann, Pflügler, L. Biberhofer, Prohaska, Jelinek. Den Treffer für Marienthal schoß Prohaska.

17

Ein Erinnerungsbild vom 40–jährigen Jubiläum.

Neben sportlichen Aktivitäten auch gesellschaftlich aktiv

In den Nachkriegsjahren leistete der ASK Marienthal nicht nur auf rein sportlichem Gebiet einiges, sondern war ein nicht wegzudenkender Faktor auf gesellschaftlicher Ebene. Den älteren Jahrgängen sind sicher noch die diversen Veranstaltungen (Sportlerbälle, Weinlesefest, Ausflüge usw.) in bester Erinnerung.

Der langjährige Obmann des ASK Karl Weiss bei einem Besuch bei den Sportfreunden in Hönigsberg.

18

Im Mai 1950 veranstaltete der ASK Marienthal eine Tombola, bei der der erste Preis eine 125 ccm Sportmaschine war. Als zweiter Preis stand eine moderne Küchenkredenz bereit. Unter anderem standen noch Fahrräder, Radiogeräte, Uhren, Stoffe, ein lebendes Schwein, eine Gans, sowie zahlreiche weitere Gewinne zur Verfügung. Der Wert der Tombolapreise belief sich auf S[chilling] 17.800,–. Auch am sportlichen Sektor ist der Name Marienthal in Niederösterreich ein Begriff. Nach einem Freundschaftsspiel der Marienthaler in Krems gegen den dortigen SC, stand in der »Kremser Zeitung« folgendes über dieses Match zu lesen:

Hut ab vor Marienthal

Es ist kein Geheimnis, daß der Schwerpunkt des niederösterreichischen Fußballs im Süden liegt und einige Vereine der 1. Liga Süd spielstärker sind, als Landesligavereine, die vom Westen oder Norden stammen. So würden sich auch die Marienthaler in der Landesliga durchaus behaupten, aber es kann immer nur ein Verein aus der Südgruppe aufsteigen. Schließlich ist es auch symptomatisch, daß Siebenhirten – vor kurzem noch in der II. Liga Süd – der Meisterwürde der Landesliga zustrebt.

…Der Tormann Graschopf wirkt nicht nur elegant, er ist auch daneben voll auf dem Posten und könnte auch in einem Staatsligaklub gute Figur machen. Der wuchtige Verteidiger Misar, der unermüdliche Mittelläufer Hein und der mit allen Salben geschmierte Halbrechte Humann überragten noch ihre Kameraden.

Bereits in der ersten Minute steht es 1:0. Kranister verschuldet knapp vor der Strafraumgrenze einen Freistoß, der Schuß geht durch die Mauer, wird von Forster abgewehrt, aber Botek drückt ein… Dann sind wieder die Gäste in Front und gehen in der 40. Minute verdient in Führung. Ein Korner, von Hansal getreten, Forster kann das Leder nur streifen und Hein schießt ein.

Einjähriger »Kuraufenthalt«

In diesen Jahren waren aber auch humorvolle Funktionäre am Werk. Ein Auszug aus dem »Marienthaler Sport-Telegraf«, der von Wetty [d.i. Barbara Jerabek; Anm. R.M.], Willy [d.i. Wilhelm Binder; Anm. R.M.], Jary [d.i. Jaro Jerabek; Anm. R.M.] und noch zwei herausgegeben wurde, macht dies deutlich.

19

Ärztliches Attest!

Unserem Sportberichterstatter ist es gelungen, einen Blick in die Kartei des Sportarztes Dr. Meniskus zu werfen.

Unter dem Siegel der Verschwiegenheit wollen wir einige Details daraus bekanntgeben, und zwar:

Patient:

ASK Marienthal, geb[oren] 1908

Alter:

46 Jahre

Diagnose:

Scheintoter der II. Liga Süd, durch »staatsligareifen« Tormann, »weltmeisterschaftsfähiger« Verteidigung, »systemspielender« Halfreihe, übertrainierten »Wunder«-Stürmern und Super-Atom-Aufstellungen hervorgerufene Liga-Krankheit.

Therapie:

Zum Kuraufenthalt in die 1. Klasse Ost.

Kurverlauf:

leichte Besserung

ESV Bruck

4:1

 

schwerer Rückfall

SC Rohrau

2:3

 

fortschreitende Besserung

SC Fischamend

2:0

 

(Genesung)

SC Hof

6:1

 

 

SV Ebergassing

3:1

 

 

SC Unterlanzendorf

7:0

 

leichter Fieberanfall

SC Harrach Bruck

3:3

 

rasche Erholung

SC Schwadorf

10:3

 

 

SC Zwölfaxing

6:1

 

 

SC Moosbrunn

3:1

 

Diätkost

ASK Kleinneusiedl

3:0

 

 

SC Götzendorf

2:0

Abschlußdiagnose des ersten halbjährigen Kuraufenthaltes in der 1. Klasse Ost: Herbstmeister

12 Spiele, 10 Siege, 1 Unentschieden, 1 Niederlage, Tore 51:14, 21 Punkte.

Das Ärztekonzilium ist der einhelligen Meinung, daß der Patient nach dem einjährigen Kuraufenthalt in der 1. Klasse Ost aus derselben als gesund entlassen werden kann.

gez[eichnet] Dr. Meniskus e[igen]h[ändig].

Wie schon aus den obigen Zeilen hervorgeht, mußte Marienthal durch eine Neueinteilung von der II. Liga Süd in die 1. Klasse Ost absteigen.

20

Doch schon nach dem Herbstdurchgang – die Mannschaft wurde Herbstmeister – war der Meistertitel in Sichtweite. Mit nur einer Niederlage im Frühjahr (Schwadorf 3:4), wird der Titel im Spieljahr 1954/55 geschafft. Im kommenden Jahr spielen sie also wieder in der II. Liga, diesmal aber Südost. Im Jahr darauf mußten sie jedoch wieder den Gang in die 1. Klasse Ost antreten. Um im darauffolgenden Spieljahr wieder in die II. Liga Südost aufzusteigen.

Bei der Generalversammlung am 16. Jänner 1955 wurde folgende Vereinsleitung mit der Führung des Vereines betraut:

Ehrenobmänner

H. Nistler sen[ior], Hans Fischer

Obmann

Jaro Jerabek

Stellvertreter

Karl Weiß

Ärztlicher Beirat

Dr. Waldrauch

Kassier

Josef Past

2. Kassier

Heinrich Slavik

Schriftführer

Hubert Mnozil

2. Schriftführer

Franz Pachta

Beisitzer

Heinrich Korzer, Anton Helgeth, Wilhelm Pretsch, Wilhelm Binder

Sektionsleiter

Josef Boldischar

2. Sektionsleiter

Hans Nemecek

Trainer

Kurt Misar

2. Trainer

Heinrich Patek, Alfred Bilek

1. Jugendleiter

Karl Prohaska

2. Jugendleiter

Johann Schwab

Verbandsdelegierter

Hans Fischer

Ordnerobmann

Rudolf Novak

Zeugwart

Gustav Swoboda

Platzwart

Josef Swoboda

Sanitäter

Johann Ehrenhammer

Tonmeister

Hans Hutterer

Spielervertreter

Leopold Biberhofer

Disziplinarausschuß

Wilhelm Binder, Anton Helgeth, Rudolf Novak, Leopold Biberhofer

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Funktionäre, die das Geschehen des Vereins nach dem 2. Weltkrieg lange Jahre bestimmten. Von links: Karl Weiss, Wilhelm Binder, Josef Boldischar und Hans Fischer.

Kabinenbau wird begonnen

In diese Zeit fällt auch der Beginn des Klubhauses. Bei der oben angeführten Generalversammlung wird auch ein Baukomitee, dem die Herren Johann Fischer, Wilhelm Binder, Leopold Biberhofer, Georg Prohaska und Josef Past angehörten, gewählt.

Dieser Neubau ist für lange Jahre ein Musterstück und Vorbild für andere Vereine in Niederösterreich.

Zum »Fünfziger« wieder in der II. Liga Südost

Im Jubiläumsjahr 1958 spielte Marienthal wieder in der II. Liga Südost. Das erste Meisterschaftsspiel war ein Heimspiel gegen Wiener Neudorf. Die Heimelf siegte glatt mit 5:1. Die Treffer erzielten: Suchy 2, Humann 2, Sulzgruber. Im Auswärtsspiel gegen Erlaa setzte es dagegen eine 5:3 Niederlage. Jahoda 2 und Bilek waren die Torschützen. Ebenfalls eine Niederlage mußten sie im Heimspiel gegen Himberg hinnehmen (1:4). Das Ehrentor schoß Nemecek. Ein leichter Aufwärtstrend war in Fischamend

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zu bemerken. Mit einem 2:2, bei dem die Torschützen Botek und Suchy waren, errangen sie einen Punkt. Doch Zuhause gegen Traiskirchen verloren sie wieder. Die Tore beim 4:5 schoßen [!] Nemecek 2, Rosner, Humann. Guntramsdorf, der nächste Gegner, wurde klar mit 4:1 abgefertigt. In Siebenhirten reichte es nur zu einem 2:2, wobei die Tore Huf und Suchy erzielten. Ebenfalls ein Tor von Huf entschied die Partie gegen Trumau (1:0). In Möllersdorf, dem nächsten Spiel verloren sie jedoch 1:0. Austria Brunn kam dann in Marienthal mit 5:1 fast unter die Räder. Botek 3 und Humann 2 steuerten die Treffer bei. Der zweite Brunner Verein, Glasfabrik, wurde ebenfalls besiegt (2:0). Wieser und Humann waren die Torschützen. In Mannersdorf teilten sich die Marienthaler mit den Gastgebern durch ein 2:2 die Punkte. Die Treffer erzielten Suchy und Botek. Das letzte Meisterschaftsspiel verloren die Marienthaler allerdings 3:2 in Maria Lanzendorf. Torschütze Humann 2.

Ein Erinnerungsfoto vom 50–jährigen Jubiläum.

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Die Frühjahrssaison beginnt Marienthal mit zwei Freundschaftsmatches, die klar gewonnen wurden. Das erste Meisterschaftsspiel findet auf eigener Anlage gegen Erlaa statt. Durch Tore von Botek 2 und Huf bleiben die Hausherren ungeschlagen. In Himberg reichte es nur zu einem torlosen Remis. Dafür wird Fischamend in Marienthal 3:0 abgefertigt. Botek, Humann und Sulzgruber waren erfolgreich. Auch in Traiskirchen bleiben die Marienthaler mit 4:2 erfolgreich. Humann I 2, Humann II und Huf schoßen [!] die Treffer. Einen 8:2 Kantersieg landeten die Heimischen gegen Lanzendorf. Huf und Bilek erzielten je 3 Treffer, die restlichen 2 scorte Botek II. Einen knappen 2:1 Sieg in Guntramsdorf sicherte Huf durch seine beiden Tore. Auf eigener Anlage mußten sich die Marienthaler dann Siebenhirten geschlagen geben. Das Resultat von 3:6 war sehr bitter. Die Tore der Heimischen: Botek II, Humann, Bilek. Auch in Trumau kam man um eine Niederlage nicht herum (5:2). Huf erzielte die Tore für die Unterlegenen. Die Niederlagenserie hielt auch gegen Möllersdorf – 2:3 – an. Dressler 2 steuerte die Tore der Marienthaler bei. Die Negativserie beendete das 3:1 gegen Austria Brunn. Botek, Huf und Bilek waren die Torschützen. In Brunn gegen Glasfabrik steuerten die Botek-Brüder die Treffer zum 2:2 bei. Die Gäste aus Mannersdorf wurden im vorletzten Meisterschaftsspiel mit 5:1 besiegt. Beim letzten Spiel in Wiener Neudorf schoßen [!] die Marienthaler kein Tor, da sich die Gastgeber das eine Tor zum 5:1 selbst beifügten.

Jubiläumsfeiern im Sommer

Die Veranstaltungen anläßlich des 50–jährigen Jubiläums 1958 begannen Anfang August. Die Junioren sowie die Kampfmannschaft trugen gegen den Staatsligaverein Austria Wien Freundschaftsspiele aus. Unter dem Titel: Die Violetten beim Marienthaler Jubiläum schrieb die Presse.

Die Marienthaler, die anläßlich ihres 50–jährigen Bestandfestes die Wiener Austria zu Gast geladen hatte, waren mit den gebotenen nicht ganz zufrieden. Bei Austria fehlte der erkrankte Fischer, Stotz und Swoboda sind noch auf Urlaub, Tamandl ist nach seiner Operation noch nicht wiederhergestellt und Sabetzer hat Samstag geheiratet.

Die übriggebliebenen Spieler strengten sich keineswegs an. Lediglich der von Kapfenberg erworbene Kantor und der Junior Blutsch spielten ambitionierter und konnten gefallen.

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Die sehr ehrgeizigen Niederösterreicher, die großes Schußpech hatten, stützten sieh auf Cejna, Humann II, Botek II und Bilek. Ein Wolkenbruch setzte in der 80. Minute dem Spiel vorzeitig ein Ende.

Marienthal: Bauer; Rosner, Cejna, Schatz; Botek I, Humann II; Sulzgruber, Huf, Botek II, Bilek, Dressier.

Austria: Schweda, Ondreiska; Nemec (Sedlacek), Kantor, Rappl (Leskovitz); Blutsch, Löser; Rauch, Sagi (Nemec), Hrncir, Malik, Dr. Schleger.

Tore: Hrncir (16., 61.), Malik (25., 42.), Sagi (35.), Dr. Schleger (56.), Nemec (72.); Huf (10.), Botek II (44.).

Die Partie endete mit einem klaren 7:2 Sieg der Wiener.

Im Vorspiel der Junioren siegte Austria 12:0 (4:0). Im Gegensatz zum Hauptmatch boten hier die Wiener eine Demonstration wirklich guten Fußballs und begeisterten die Zuschauer.

Am Freitag, dem 15. August, begannen die »hochoffiziellen« Feiern, mit einer Kranzniederlegung, einem Stafettenlauf von Gramatneusiedl bis Marienthal, einem Jugendturnier – die Jugendmannschaft des Jubilars wurde in der abgelaufenen Saison Meister in der Jugendgruppe Südost – einem Pokalturnier für Kampfmannschaften sowie einer Festsitzung mit anschließendem Tanz.

Pokale und Wimpeln anläßlich des Jubiläumsturniers.

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Der Samstag war den Reservemannschaften gewidmet. Es wurde ein Blitzturnier ausgetragen.

Am Sonntag, dem Schlußtag, fanden die Endspiele des Jugend- und Kampfmannschaftsturnieres statt.

Nach den Leistungen bei den Kampfmannschaften ist der Sieg der jubilierenden Marienthalern vor Moosbrunn verdient.

Nach sieben Jahren Abstieg

Nach sieben Jahren in der II. Liga Südost mußte der Verein in die 1. Klasse Südost absteigen. Die nächsten sieben Jahre verbringen die Marienthaler dann auch in dieser Klasse. Es wird in dieser Zeit vor allem die Sportanlage zu einer der schönsten in Niederösterreich ausgebaut. Auch die Gründung der Sektion Eisschützen (1965) und die zeitweise Eingliederung der Judo-Sportler in den ASK Marienthal fällt in diese Zeit. Ende der sechziger Jahre und Anfang der siebziger finden sich Tennisfreunde zusammen und gründen eine Sektion Tennis und beginnen 1971 mit dem Bau von drei Tennisplätzen[.]

Das 60–jährige Jubiläum feiert Marienthal in der 1. Klasse Südost.

Das Klubhaus des Vereins, das lange Jahre weit über den Bezirk hinaus eines der schönsten war.

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Ein Blick in die neue Tribüne, die in Eigenregie von Spielern und Funktionären errichtet wurde.

Hubert Mnozil »beaufsichtigt« die Arbeiten beim Bau der neuen Tribüne.

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Das neu errichtete Kassahäuschen.

Admira zu Gast in Marienthal

Die Jubiläumsfeiern 1968 begannen schon im Mai mit einem Spiel gegen Admira. Mit Blitzturnieren für alle Mannschaften (Kampf-, Reserve-, Jugend- und Schülermannschaft) wurde im August das Jubiläum offiziell begangen.

Begonnen wurde mit dem Reserveturnier, das die Himberger vor den Hausherren für sich entschieden. Ebergassing, Moosbrunn und Mitterndorf die weitere Reihung.

Beim Kampfmannschaftsturnier mußten die Marienthaler überraschend mit dem vorletzten Platz vorlieb nehmen. Ebergassing gewann das Turnier mit vier Punkten vor Moosbrunn mit drei. Dritter wurden wie schon erwähnt die Marienthaler, ebenfalls drei Punkte. Letzter wurde Himberg mit nur zwei Punkten.

Marienthal bestritt dieses Turnier mit folgendem Kader: Schneider; Rosner, Cejna, Schmidt, O. Taborsky, König, Lunczer, Schada, Wendl, Solar, Malik. Austausch: Fekete; Brünner, Schopper.

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Die Mannschaft 1968. Von links stehend: Obmann Weiss, Cejna, Malik, Taborsky, Brünner, Schmidt, Schada, Zeugwart Nistler, Schriftführer Mnozil; hockend von links: Rosner, Lunczer, Fekete, Schneider, Solar, König.

Den von der Rundschau Schwechat gespendeten Pokal für den Sieger des Jugendturniers konnten die Marienthaler für sich in Empfang nehmen. Sie gewannen das Turnier vor Mannersdorf, Moosbrunn und Ebergassing.

Ein mitreißendes Match zwischen den Schülermannschaften von Marienthal und Mannersdorf entschied das Schülerturnier. Den Heimischen genügte schon ein 1:1 um den Siegespokal in Empfang zu nehmen. Mitterndorf und Moosbrunn landeten auf den restlichen Plätzen.

Auch die Senioren waren aktiv bei der Gestaltung des Jubiläums. Sie trugen ein Spiel gegen ihre »Alterskollegen« aus Himberg aus. Die Stars vergangener Tage zeigten sich von ihrer besten Seite und demonstrierten vor allem in spielerischer Hinsicht und technisch einige Kabinettstückerln. Das Spiel endete gerecht mit einem 2:2 Remis.

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Die Aufstellung der beiden Mannschaften:

Marienthal: Graschopf; Schlögl, Strobl, Jerabek (Biberhofer), J. Botek, Schopper, Sulzgruber (Dressler), Bilek, Pflügler, Wurschitz (Steurer), M. Humann.

Himberg: Pascher (Celouch); Cerwenka, Meixner, Fürst, Skalovitz, Bezirzky, Latzl, Patek, Nepimach, Korn, Schleinzer (Döbrösy).

In den Pausen der Fußballspiele wurden von der Sektion Judo Schauvorführungen durchgeführt. Bei der Festsitzung im Arbeiterheim wurden auch zahlreiche Mitglieder geehrt.

Im Jubiläumsjahr war folgender Vorstand am Werk:

Präsidenten

Bürgermeister Wurschitz und Gastwirt Reinbacher

Ehrenobmänner

Hans Fischer und Karl Nemecek

Obmann

Karl Weiss

Stellvertreter

Fritz Steurer

Ärztlicher Beirat

Dr. Hubert Waldrauch

Kassier

Franz Pachta

Stellvertreter

Friedrich Steurer

Schriftführer

Hubert Mnozil und Wilhelm Nistler

Sektionsleiter

Walter Sulzgruber

2. Sektionsleiter

Leopold Kopecky

Trainer

Alfred Bilek und Alfred Schopper

Jugendleiter

Karl Prohaska und Franz König

Jugendtrainer

Helmut Puntigam, Othmar Stoiber, Erwin Botek und Robert Rosner

Ordnerobmänner

Karl Medwenitsch und Karl Ehrenberger

Beisitzer

Hans Dressler, Karl Ehrenberger, Johann Hietz, Leopold Kopecky, Matthias Humann, Jaro Jerabek, Franz König, Rudolf Nowak, Wilhelm Strobl und Leopold Thau

Sanitäter

Wilhelm Steurer

Platzwart

Leopold Thau

Zeugwart

Wilhelm Nistler

Für die Sektion Judo wurde als Leiter Friedrich Novotny, als sein Stellvertreter Rudolf Büchler, der gleichzeitig auch erster Trainer ist, gewählt. Kassier wurde Walter Slansky.

Als Leiter der Sektion Eisschießen fungiert wieder Friedrich Steurer.

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1971 wieder Aufstieg

Nach sieben langen Jahren wurde Marienthal wieder Meister und stieg in die Unterliga – damals die dritte Leistungsstufe in Niederösterreich – auf.

Doch vorerst gab es noch innerhalb des Vereines einiges zu klären. Eine Opposition im Verein lastete dem alten Vorstand die Hauptschuld an der Nichterringung des Meistertitels an. Die Generalversammlung brachte kein Ergebnis und wurde zwei Wochen verschoben.

Im zweiten Anlauf klappte es dann aber doch. Die Wogen der Erregung hatten sich geglättet und es wurde vom Wahlkomitee ein Vorstand »serviert«, der nach einer halben Stunde Diskussion angenommen wurde. Änderungen gab es lediglich bei der Besetzung des Kassiers und bei der Sektionsleitung. Beim ersten Posten löste Fritz Steurer Franz Pachta ab – er scheint im neuen Vorstand nicht auf, da er sich ein Jahr ausrasten möchte. An Stelle eines Sektionsleiters wurde ein sportlicher Leiter bestellt. Diesen Posten bekleidet der Brucker Ernst Bayer.

Am Spielersektor tat sich nicht sehr viel. Lunczer kehrt zu seinem Stammverein Ebergassing zurück. Horvath wird an Hof verliehen. Coufal wird fix von Mitterndorf erworben.

Die Marienthaler beginnen die Meisterschaft mit dem Auswärtsspiel in Kleinneusiedl. In einem etwas rauheren Stil kamen die Marienthaler zu einem 2:2. Im zweiten Spiel fertigten die Heimischen die Mannschaft von Ziag Leopoldsdorf mit 6:1 ab. Einen 3:0 Sieg in Petronell brachte die dritte Runde. Ein Tor von Kubele in der vierten Runde gegen Berg sicherten weitere zwei Punkte. Auch in Prellenkirchen brach die Siegesserie der Marienthaler nicht ab (1:2). Die sechste Runde brachte einen Wechsel an der Tabellenspitze. Götzendorf stürzte die Bayer-Truppe durch einen 2:1 Sieg von der Spitze. Auch im nächsten Match kassierten die Marienthaler gegen Hertha Leopoldsdorf eine 0:1 Heimniederlage. In der Nachtragsrunde siegten sie dann gegen Schwadorf mit 6:1. In Unterwaltersdorf reichte es im nächsten Spiel nur zu einem 1:1. Trotz einer klaren Feldüberlegenheit siegten die Hausherren nur 1:0 durch ein Tor von Schada. Die letzte Runde (außer den Nachtragsspielen) war für Marienthal wieder erfolgreich. Wilfleinsdorf wurde mit 6:2 abgefertigt. Das Nachtragsmatch in Stixneusiedl war für Marienthal zum Abschluß ebenfalls erfolgreich (1:2).

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Entscheidung fiel im letzten Spiel

Ein Wintereinbruch und die Woche darauf Tauwetter ließ den Frühjahrsauftakt der 1. Klasse Ost buchstäblich ins Wasser fallen. In der ersten Runde konnten nur zwei Spiele ausgetragen werden. Hertha gegen Wilfleinsdorf und Unterwaltersdorf gegen Stixneusiedl erwiesen sich als »wetterfest«. Mit einer Woche Verspätung traten die Marienthaler in Leopoldsdorf gegen Ziag zum Frühjahrsdurchgang an. Ein knapper 2:1 Sieg brachte zwei Punkte. Ebenfalls einen 2:1 Sieg erreichten sie eine Woche später in Petronell. Durch einen klaren 5:0 Erfolg über die abstiegsgefährdeten Kleinneusiedler wahrten die Marienthaler die Titelchancen im Nachspiel. Marienthal läßt auch in Berg nicht locker und gewinnt mit 2:1. Einen 3:0 Heimsieg über Prellenkirchen feierte die Mannschaft mit Kapitän Botek. Eine 3: 1 Niederlage der Hertha-Elf und ein glücklicher 1:0 Auswärtserfolg (Goldschütze Schada) machte die Meisterschaft mit einem Schlag wieder offen.

In der nächsten Runde sicherten zwei Treffer von Hinterobermeier und einer von Botek den 3: 0 Sieg über Götzendorf. In der nächsten Meisterschaftsrunde waren die Schützlinge von Trainer Bayer spielfrei. Dafür waren sie im Niederösterreich-Cup engagiert. Sie fertigten Hof mit 1:4 ab. Im direkten Aufeinandertreffen zwischen Hertha Leopoldsdorf und Marienthal kam es zu einem unschönen Zwischenfall. Kögler foulte den Marienthaler Stopper Helmut König ohne Ball. Er wurde vom Schiri daraufhin ausgeschlossen. Als König dazu applaudierte – auch ein Fehler – schlug Kögler ihn mit der Faust ins Gesicht. Der Marienthaler erlitt einen Jochbeinbruch und mußte ins Spital eingeliefert werden. Die Partie ging knapp an einem Abbruch vorbei. Das Spiel, in dem die Marienthaler schon mit 2:1 voranlagen, endete schließlich 2:2. Durch einen 3:1 Heimsieg über Unterwaltersdorf verringerte sich der Abstand auf Hertha wieder auf einen Punkt, da diese spielfrei waren. Nach einem 0:0 zur Pause in Maria Lanzendorf brachte Egger durch sein Tor die Wende. Das Spiel endete schließlich mit 0:3. Just die Mannschaft, die in der Vorwoche zuhause gegen Marienthal 0:3 verlor, leistete für diese wertvolle Schützenhilfe in der vorletzten Runde. In Leopoldsdorf nahmen sie Hertha durch ein 3:3 einen Punkt ab. Da Marienthal auf eigener Anlage Stixneusiedl 6:1 abfertigte, und damit nach Punkten gleichzogen. Die Entscheidung sollte somit in einem Herzschlagfinish fallen.

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Unter dem Titel:

Marienthal schoß sich in die Unterliga (1971)

berichtete die Schwechater Rundschau über das Spiel in Wilfleinsdorf.

Vor dem Spiel sorgten Schada und Egger für Spannung – beide kamen zu spät und so nahm Marienthal die Wartezeit in Anspruch – nach 40 Minuten gab es keinen Zweifel mehr, Botek und Co. hatten einen 5:0 Vorsprung herausgeschossen und standen praktisch als Meister fest. »Kuriere« hatten außerdem aus Stixneusiedl berichtet, daß die dortige Heimmannschaft gegen Hertha mit 1:0 in Führung liege.

Die Marienthaler konnten ein seit langen Jahren gestecktes Ziel verwirklichen. Große Anstrengungen wurden unternommen, zahlreiche Spieler von auswärts verpflichtet. Erst das Engagement von Ernst Bayer als sportlicher Leiter brachte den ersehnten Aufstieg in die Unterliga. Nach der Herbstsaison war Hertha Leopoldsdorf mit drei Punkten in Führung gelegen, Verfolger Marienthal gab im Frühjahr aber nur zwei Punkte ab und stellte die Papierform auf den Kopf.

Die Tore der Sieger erzielten: Hinterobermeier 3, Schada 2, E. Botek.

Die Aufstellung: Pichler; Schmidt, König, Coufal, F. Biberhofer, Cejna, Gircz (46. Kronaus), Hinterobermeier, Schada, E. Botek, Egger (60. Nistler).

1. Klasse Ost

Marienthal

24

19

3

2

69

19

41

Hertha-Leopoldsdorf

24

18

3

3

73

30

39

Berg

24

13

4

7

52

33

30

Prellenkirchen

24

12

4

8

61

48

28

Kleinneusiedl

24

8

6

10

62

65

22

Schwadorf

24

8

6

10

53

56

22

Götzendorf

24

8

6

10

45

53

22

Ziag-Leopoldsdorf

24

8

5

11

51

71

21

Wilfleinsdorf

24

8

5

11

33

70

21

Maria Lanzendorf

24

8

3

13

41

44

19

Unterwaltersdorf

24

5

7

12

31

43

17

Petronell

24

6

3

15

39

60

15

Stixneusiedl

24

4

7

13

36

66

15

33

Neue Führungsgarnitur

Nach der Erringung des Meistertitels war es daher auch klar, daß es bei der Generalversammlung keine allzugroßen Probleme geben wird. Obmann Weiss gratulierte der Kampfmannschaft zum Meistertitel und dem damit verbundenen Aufstieg in die Unterliga.

Nach dem Kassabericht und der Spielbilanz führte der Vorsitzende des Wahlkomitees, Robert Rosner, die Neuwahl durch. Am schwersten war es, einen neuen Obmann zu finden. Karl Weiss, der dieses Amt 17 Jahre bekleidete, gab es jetzt aber, nachdem er das Ziel, wieder Meister zu werden, erreicht hatte, ab. Ausgeschieden ist auch der sportliche Leiter Ernst Bayer aus Bruck. Er war jedoch kein gewählter Funktionär, sondern wurde vom Klub bezahlt.

Die Neuwahl brachte daher einige Veränderungen: Karl Weiss wurde neben Karl Nemecek zum Ehrenobmann bestellt. Der bisherige Kassier Friedrich Steurer wurde Obmann. Sein Stellvertreter Franz König. Kassier wurde Hans Dieter Rosner, sein Assistent Robert Rosner. Als Schriftführerstellvertreter kam Manfred Riha neu in den Vorstand. Ernst Strobl übernahm die Funktion des sportlichen Leiters. Spielertrainer wurde Albin Pichler. Jugendleiter wurde Fachlehrer Richard Huber. Jugendtrainer Nandor Vigh.

Maul- und Klauenseuche verhinderte fast reguläre Meisterschaft (1973)

Der Aufenthalt der Marienthaler in der Unterliga war aber vorerst nur ein kurzes Gastspiel. Klappte es im ersten Jahr noch halbwegs, so stimmte im zweiten fast überhaupt nichts mehr.

Da in unseren Bezirken im Frühjahr 1973 die Maul- und Klauenseuche ausbrach, war es lange Zeit gar nicht abzusehen, ob die Meisterschaft überhaupt regulär zu Ende geführt werden kann. Die letzten Spiele wurden erst Mitte Juli ausgetragen. Schon längere Zeit davor stand das Schicksal Marienthals fest.

Weichen für den Wiederaufstieg gestellt (1973/74)

Von der Vereinsleitung wurden in der Übertrittszeit schon die Weichen für einen ehestbaldigen Wiederaufstieg gestellt. Es verließen einige Spieler den Klub. So König, Hinterobermeier und Solar. Es wurden jedoch einige prominente Spieler neu verpflichtet. Der bekannteste von ihnen ist Wirtl (Wacker Wien).

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Dazu kamen noch Jöbstl (Prater SV), Foltin (SC Donau), Bauer (Himberg), Mayer, Jerike, Neidhart, Kitzlitzka (alle von W[iener] A[ssociations] F[ootball-Cub] Neuchrist).

Von den »Neuen« gehörten schon nach kürzester Zeit Tormann Mayer, Jöbstl, Wirtl, Foltin und Bauer zum Gerippe der Mannschaft. Dazu kamen die beiden jungen Außenverteidiger Strobl und Kropfreiter vom eigenen Nachwuchs. Die Routiniers Botek, Schada und Böröcz rundeten die Mannschaft ab. Nach Beendigung des Herbstdurchganges und der Vorziehung der ersten Frühjahrsrunde führten sie unangefochten mit 5 Punkten vor Ziag Leopoldsdorf und 9 Punkten vor Berg.

1. Klasse Ost

Marienthal

14

46

11

26

Ziag-Leopoldsdorf14

47

19

21

 

Berg

14

33

28

17

Maria Lanzendorf

14

37

32

16

Kleinneusiedl

14

33

30

16

Schwadorf

14

31

27

15

Lanzendorf

14

29

27

15

Hertha-Leopoldsdorf

14

21

27

14

Höflein

14

33

38

12

Margarethen

14

26

27

11

Ebreichsdorf

14

27

33

10

Unterwaltersdorf

14

27

40

10

Petronell

14

23

46

7

Haslau-Maria-El[l]end

14

18

46

6

Herbstmeisterschaft der Reserven 1. Klasse Ost

Ziag-Leopoldsdorf

13

12

0

1

74

14

24

Kleinneusiedl

13

11

1

1

54

11

23

Marienthal

13

8

2

3

41

33

18

Ebreichsdorf

13

8

1

4

36

25

17

Maria Lanzendorf

13

8

0

5

32

33

16

Schwadorf

13

7

1

5

41

31

15

Höflein

13

5

3

5

39

29

13

Haslau-Maria-Ellend

13

5

2

6

28

32

12

Univers[ale]-Lanzendorf

13

5

2

6

27

40

12

Hertha-Leopoldsdorf

13

3

2

8

28

37

8

Margarethen / [am] M[oos]*)

13

4

0

9

27

39

8

Petronell

13

3

0

10

25

49

6

Unterwaltersdorf

13

2

1

10

13

44

5

Berg

13

2

1

10

16

64

5

35

Para-Chemie sponsert ASK

Bei der Generalversammlung im November 1973 gab es einige Veränderungen. So konnte die Firma Para-Chemie als Sponsor gewonnen werden. Der Vereinsname wurde auf ASK Marienthal Para-Chemie geändert. Eine weitere Veränderung betraf die Vereinsspitze. Obmann Josef Blümel (er wurde im Juni 1972 zum Obmann gewählt) schied aus dem Vorstand wieder aus. Der bisherige geschäftsführende Obmann Hans Sam wurde der neue »offizielle« Obmann. Franz Pachta, der zuvor technischer Berater war, wurde nun zweiter Obmann. Als Vertreter des Sponsors bekleidet Dr. Mondl die Funktion eines Ehrenpräsidenten. Die Sektionsleiterstelle bekleidet W. Graber, Trainer wurde E. Zrunek.

Johann Sam als ehrgeiziger Obmann führte Marienthal nach langen Jahren wieder in die oberste niederösterreichische Spielklasse. Das Bild zeigt ihn mit den Admiranern Demantke (mitte) und Stachovicz (rechts).

Der Beschluß, die Flutlichtanlage auszubauen, stellt eine weitere Verbesserung der Voraussetzungen für sportliche Erfolge dar. Von der Gemeinde versprach Bürgermeister Wurschitz größtmögliche Unterstützung dazu.

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Frühjahrsdurchgang begann mit Niederlage

Das erste Spiel in Maria Lanzendorf verloren die Marienthaler mit 2:1, obwohl sie schon nach wenigen Minuten durch G. Biberhofer in Führung gingen. Die nächste Partie gegen Ebreichsdorf wurde durch ein Tor von Bauer 1:0 gewonnen. Im dritten Spiel setzte es dann gegen Unterwaltersdorf wieder eine Niederlage (3:2). Margarethen mußte dies in der nächsten Woche büßen und wurde mit 4:1 nach Hause geschickt. In Lanzendorf gegen Universale ließen die Gäste durch einen Penalty der Heimischen in der letzten Spielminute einen Punkt (2:2). In der Begegnung gegen Hertha Leopoldsdorf brach der Referee nach einer Attacke eines Leopoldsdorfers auf ihn die Partie kurz vor Spielende ab. Der Schiri mußte von der Gendarmerie begleitet werden, da er von einem Teil der Gästezuschauer bestürmt wurde. Im Nachtragsspiel gegen Höflein siegten die Mannen um Wirtl 3:1. Gegen den Tabellenletzten Haslau hatten die Heimischen keine Mühe und siegten 5:2. Der 0:3 Sieg in Kleinneusiedl war vor allem auf eine starke zweite Hälfte zurückzuführen. In Geberlaune waren die Marienthaler gegen Petronell, die mit dem 7:0 Sieg auch gleichzeitig schon die Meisterschaft für sich entschieden. Im letzten Spiel gegen Berg begnügte sich der Meister mit einem 2:2 Remis.

Endstand 1973/74 – 1. Klasse Ost

Marienthal

26

81

24

45

Ziag-Leopoldsdorf

26

98

31

43

Berg*)

26

60

47

34

Schwadorf

26

57

51

28

Lanzendorf

26

60

52

27

Unterwaltersdorf*)

26

63

64

27

Maria Lanzendorf

26

58

61

26

Hertha-Leopoldsdorf*)

26

39

52

25

Kleinneusiedl

26

54

62

24

Höflein

26

57

64

23

Ebreichsdorf

26

48

56

19

Margarethen

26

50

72

18

Haslau-Maria-Ellend

26

38

73

15

Petronell*)

26

33

87

10

Der Punktevorsprung auf Ziag war allerdings bis auf zwei Punkte zusammengeschmolzen. Etwas Glück hatten die Marienthaler auch bei der Auslosung, da beim ersten Frühjahrsspiel (das schon

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im Herbst gespielt wurde) der Goalgetter Anton Kögler den Leopoldsdorfern noch nicht zur Verfügung stand.

Marienthal auch in der Unterliga Titelanwärter

Nach dem Meistertitel in der 1. Klasse Ost und dem Aufstieg sollte dieser nicht wieder nur von kurzer Dauer sein. Es wurden einige Änderungen getätigt und vor allem die Mannschaft verstärkt.

So übernahm Willi Graber jetzt auch das Training. Ab sofort wurde dreimal in der Woche trainiert, wobei auch die Qualität des Trainings um einiges verbessert wurde. An Verstärkungen wurden Franz Matouschek und Josef Holata zurückgeholt. Mit Putschögl sollte ein starker Keeper die Abwehr verstärken. Weiters wurden noch Sulak (Wacker Wien), Lang (Straßenbahn), Foller und Hacker verpflichtet. Trainer Graber schont seine Mannschaft in der Vorbereitung nicht. Das macht sich auch in den Vorbereitungsspielen deutlich bemerkbar, bei denen sie einige überraschende Niederlagen in Kauf nehmen müssen.

Trotz der 0:5 Niederlage gegen den Rekordmeister Rapid-Wien zeigte die Marienthaler Elf erstmals, daß sie im Kommen ist.

Vom ersten bis zum letzten Spiel Tabellenführer

Gleich in der ersten Meisterschaftspartie gegen Erlaa demonstrierte die Graber-Truppe ihre wahre Stärke. Erlaa wurde mit einer 7:1 Niederlage nach Hause geschickt. Marienthal eilte nun von Sieg zu Sieg. Den ersten Punkteverlust mußten sie in der siebenten Runde durch ein 0:0 in Siebenhirten in Kauf nehmen. Eigentlich waren sie damit sogar noch gut bedient, da eine Niederlage ohne weiteres drinnen war. Das zweite Unentschieden mußte der schon feststehende Herbstmeister in Enzesfeld / Hirtenberg hinnehmen (3:3). Durch Tore von Schada, Holata und Bauer gewinnen die Marienthaler schließlich auch das letzte Herbstspiel gegen Hainburg mit 3:1 und blieben daher im Herbst ohne Niederlage.

Ein würdiger Meister

Ohne Vorzeichen legte nach der siebenten Runde der erfolgreiche Trainer Willi Graber seine Funktion zurück. Die Vereinsleitung schaltete schnell und verpflichtete den Ex Vienna-Spieler Jolly Liener als neuen Trainer.

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Obwohl die Mannschaft im Frühjahr nicht mehr so souverän die Meisterschaft wie im Herbst beherrschte, waren sie nicht mehr vom ersten Tabellenplatz zu stürzen. Der Kampf um die Punkte wurde nach der Winterpause recht schwer, wobei noch dazu die ersten Spiele nicht überzeugend und nach Wunsch ausfielen. Als gefährlichster Verfolger etablierte sich der ASK Ternitz. Die Marienthaler setzten sich jedoch bei den Ternitzern durch und gewannen das Spiel auf ihrer Anlage. Durch diesen Sieg schafften sie schon die Basis für den Titelgewinn. Die erste Niederlage fügten den Marienthalern die Brucker zu.

Die Vereinsschützenliste führte Franz Schada mit 13 Treffer an. Bauer folgte mit 9 vor Holata mit 8.

Neuling Marienthal ein Gewinn für die Landesliga (1975/76)

Ein langersehnter Wunsch der Marienthaler ging in Erfüllung. Der Traditionsverein spielt wieder in der höchsten Niederösterreichischen Spielklasse. Um auch keinen Prügelknaben abzugeben, verstärkten sie sich mit dem ehemaligen Admira-Spieler Erich Kreutz, dem Leithaprodersdorfer Max Eder und Stehlik.

Die Premiere klappte vorzüglich. Gegen Waidhofen an der Thaya erreichten sie einen 3:1 Sieg. In der Folge weitere recht gute Resultate. Nach der siebenten Runde führten die Heimischen eine Woche lang sogar als Spitzenreiter die Tabelle an. Die nächste Begegnung brachte für die Marienthaler in Waidhofen an der Ybbs eine eindeutige 5:0 Niederlage. Damit war auch die Tabellenführung wieder dahin. Diese Niederlage dürfte auch der auslösende Moment für die »Ablöse« von Jolly Liener als Trainer gewesen sein. Neuer Coach wurde Günther »Gigsl« Kaltenbrunner, der schon im Nationalteam spielte. Sein Debüt feierte er mit einem 2:0 Sieg der Mannschaft über Lichtenwörth. Erich Kreutz erzielte beide Tore. In weiterer Folge jedoch stellten sich einige Niederlagen ein. Mit 16 Punkten und dem fünften Platz beendete Marienthal den Herbstdurchgang. Ein erfreuliches Ergebnis.

Leider verlor der ASK Marienthal in diesen Tagen einen seiner treuesten und besten Funktionäre. Hubert Mnozil, der sich schon kurz nach Kriegsende 1945 dem Verein zur Verfügung stellte, wurde nach einer schweren Krankheit jäh aus seinem Wirken gerissen. Als Schriftführer besaß er große Kenntnisse in

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Belangen der Statuten sowie in der Abwicklung des Schriftverkehrs. An seinem Grab würdigten Ehrenobmann Weiss, sowie Hauptgruppenobmann Rudolf Kellner nochmals seine Arbeit für den Verein und dem Fußballsport als Ganzes.

Beim Begräbnis von Hubert Mnozil.

Den Frühjahrsdurchgang begann die Mannschaft erfolgreich. Eggendorf wurde mit 2:1 besiegt. Beim 2:2 in Neusiedl an der Zaya wäre ein Sieg ohne weiteres drinnen gewesen. Mit Volldampf bis zum Schluß spielte Marienthal gegen Brunn und gewann auch klar mit 5:1. Mit nur zehn Mann erreichte die Mannschaft in Pitten ein 2:2 Unentschieden. Nach einer keineswegs zufriedenstellenden Leistung gegen Traisen mußten sich die Hausherren mit einem 1:1 zufrieden geben. In Marchegg entschied der bessere Torhüter der Gastgeber die Partie. Marienthal unterlag 2:1. Ein ausgezeichneter Torhüter Maier war einer der Hauptgründe für den 2:1 Heimsieg über Waidhofen an der Ybbs. In Lichtenwörth gewann die Mannschaft obwohl sie mit einigen Ersatzleuten antreten mußte mit 4:0. Ein Hattrick von Schada gegen Herzogenburg sicherte einen klaren Marienthaler Sieg. In Hohenau war der Schiri den Kaltenbrunner-Schützlingen nicht gut gesinnt. Die Partie wurde mit 2:1 verloren. Eine

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überraschende 1:3 Heimniederlage setzte es im nächsten Spiel gegen Ziersdorf. Auch in Neunkirchen kassierte man eine 4:1 Niederlage. Im letzten Heimspiel wurde Untersiebenbrunn mit 4:0 geschlagen. Im letzten Spiel der ersten Landesligasaison kamen die Marienthaler in Waidhofen an der Thaya mit 6:0 arg unter die Räder.

Die Meisterschaft wurde mit dem siebenten Platz beendet.

Meisterschaftsendstand

Waidhofen / Ybbs

28

16

7

5

57

25

39

Waidhofen / Thaya

28

13

7

8

52

34

33

Ziersdorf

28

14

4

10

50

37

32

Hohenau

28

11

10

7

53

44

32

Herzogenburg

28

13

6

9

39

33

32

SCG-Brunn

28

14

3

11

44

36

31

Marienthal

28

14

3

11

54

51

31

Untersiebenbrunn

28

13

4

11

57

50

30

Traisen

28

12

5

11

43

44

29

Neunkirchen

28

10

6

12

61

63

26

Eggendorf

28

11

3

14

35

45

25

Pitten

28

7

9

12

37

43

23

Marchegg

28

10

3

15

47

54

23

Neusiedl

28

6

5

17

26

57

17

Lichtenwörth

28

5

7

16

26

66

17

R. Kendler neuer Obmann

Bei der Generalversammlung im Mai 1976 kam es an der Spitze der Vereinsführung zu einigen Änderungen. Obmann J. Sam gab seine Funktion ab und wurde administrativer sportlicher Leiter. Als neuen Obmann wählten die Mitglieder R. Kendler. Zweiter Obmann wurde F. König. R. Rosner, K. Gröss und W. Schmidt wurden als Kassiere bestellt. Der Eisschützensektion steht A. Bilek, der Tennissektion F. Pachta vor.

Die Wahl des neuen Vorstandes erfolgte ohne wesentliche Probleme und was besonders wichtig ist, einstimmig.

Saison 1976/77 spektakuläre Transfers

Große Spielerbewegungen gab es während der Übertrittszeit. So kehrte Franz Schada als Spielertrainer zu seinem Stammverein Sommerein zurück. Franz Biberhofer wurde für ein weiteres Jahr an Sarasdorf verliehen. Ernst Schopper von Sarasdorf zurück, wurde weiter an Mitterndorf verliehen.

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Auch auf dem Trainersektor gab es wieder eine Veränderung. »Gigsl« Kaltenbrunner, mit dem kein richtiges Engagement gefunden wurde, machte »Jolly« Liener Platz.

Bei den Spielerverpflichtungen war wohl der Transfer des Deutschen Michael Polywka (Eintracht Frankfurt und Admira Wacker) der spektakulärste. Um nicht viel weniger, der des Brunner Stürmers Ludwig Pelikan. Weitere Neuverpflichtungen: Thomas Schwarz (Simmering), Wilhelm Thenmeyer (Donaufeld), Heinz Bauer (Mannersdorf) und Georg Biberhofer kehrten aus Mannersdorf bzw. Sarasdorf zurück. Für den verletzungsanfälligen Putschögl wurde noch Hegyi (Wacker) verpflichtet.

Mit 17 Punkten landete Marienthal im vorderen Tabellendrittel. In der Winterpause kehrte Willi Graber zu den Marienthalern zurück. Von »Jolly« Liener trennte man sich in beiderseitigem Einvernehmen.

In der Vorbereitung »tüftelte« Graber einige Zeit, ehe er die beste Zusammenstellung der Mannschaft herausfand.

Eine außerordentliche Generalversammlung im Februar modifizierte die Statuten, die zum Teil noch aus dem Gründungsjahr 1908 stammten. Die wesentlichsten Ergänzungen waren dabei die Rechte und Pflichten der einzelnen Sektionen.

Im Mai wurde dann die zweite Asphaltbahn der Sektion Eisschützen mit einem großen Turnier eröffnet.

Die sportliche Bilanz der Marienthaler in der abgelaufenen Saison, Platz sechs mit 32 Punkten.

Strategiewechsel in der dritten Saison

In die neue Meisterschaft 1977/78 ging der Verein mit einer neuen Strategie. Es dürfte sich die Ansicht durchgesetzt haben, daß mit teuren Stars kein Sommer zu machen ist. Für die kommende Saison plante man daher mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs und der näheren Umgebung eine neue Mannschaft aufzubauen.

Die Neuzugänge: Walter Schmidt und Willi Graber jun. (1. SSC), Stefan Kiss (Sommerein), Robert Hejc (Wiener Neustadt), Johann Schneider (Mannersdorf). Abgegeben wurden: Stehlik (Schwadorf), Effenberger (Mannersdorf), Sulak (Graphia).

Nach Beendigung des Herbstdurchganges lag die Mannschaft mit 13 Punkten auf dem siebenten Platz. Die Reservemannschaft wurde dagegen Herbstmeister.

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Herbert Wirtl löst Willi Graber ab

Schwierigkeiten im Vereinsgeschehen – Unstimmigkeiten zwischen den Spielern und Trainer Graber, wobei der Vorstand hinter dem Trainer stand – führten Anfang Jänner bei einer Generalversammlung zu einigen Veränderungen. Die Hauptursache bestand aus Differenzen zwischen Graber und Erich Kreutz. Der Trainer ließ verlauten, daß er sich von diesem Spieler trennen will. Diese Auseinandersetzung eskalierte sich schließlich, als auch die anderen Spieler unter Graber nicht mehr weitermachen wollten. Die Vereinsleitung zog daraufhin die Konsequenzen und trat zurück.

Bei der Generalversammlung wurden Johann Sam und Walter Schmidt als neue Obmänner bestellt. Die sportliche Leitung übernahm Herbert Wirtl.

Das sportliche Ergebnis im Jubiläumsjahr (70 Jahre) kann sich durchaus sehen lassen. Mit 32 Punkten rangiert die Mannschaft hinter dem Meister Laa (38 Punkte) und dem zweiten Gablitz (35 Punkte) auf dem dritten Rang.

Trainer Wirtl im ersten Jahr seiner Tätigkeit mit der Mannschaft. Von links stehend: Hegy, Schneider, Huf, Kopecky, Kreutz, Schopper, Strobl, Wirtl; hockend von links: Schmied, Spreitzhofer, Wastl, Stehlik, Kropfreiter, Kulcer, Nemecek, Mayer.

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1908–1978, 70 Jahre ASK

Die Festsitzung zum 70–jährigen Jubiläum fand am 8. Dezember statt. Von offizieller Seite nahmen Hauptgruppenobmann Rudolf Kellner, Präsident Johann Mithlinger vom ALSN [d.i. Allgemeiner Sportverband Niederösterreich] sowie Bürgermeister Klaus Soukup teil. Im Rahmen dieser Festsitzung wurden zahlreiche Funktionäre ausgezeichnet. Stellvertretend für alle soll hier die Familie Nistler genannt werden, die für die vielen »kleinen Belange« verantwortlich zeichnet, die zwar nicht spektakulär im Vordergrund stehen, jedoch für den reibungslosen Ablauf des Sportbetriebes notwendig sind.

Die Saison 1978/79 schlossen die Marienthaler als Fünfter mit 30 Punkten ab.

Para-Chemie steigt als Sponsor aus (1979)

Durch Funktionsrücklegung zweier wichtiger Funktionäre – Kassier und Schriftführer – sowie durch das »Aussteigen« der Para-Chemie als Sponsor, wurde eine Generalversammlung notwendig. Bei dieser kam auch die schwierige Situation des Vereines zur Sprache. Da die Wahlvorschlagskommission keinen Vorschlag unterbreiten konnte, wurde eine weitere Generalversammlung für den 7. Jänner einberufen. Bei dieser keineswegs gut besuchten, wurde Lorenz Gircz zum neuen Obmann gewählt. Das sportliche Resultat der Meisterschaft war der fünfte Platz mit 32 Punkten.

Mit diesem Ergebnis hatten sich die Marienthaler für die neugeschaffene 1. Landesliga qualifiziert. Diese Liga wurde nach der Auflösung der Regionalligen die höchste Spielklasse in Niederösterreich. Dies bedeutete auch, daß durch die ehemaligen Regionalligavereine weitaus stärkere Gegner ins Haus stehen werden.

Einige Verstärkungen – Ziel nicht ganz erreicht

Marienthal war am Transfermarkt nicht untätig. Von Ebergassing wurden J. Eder und Erich Reitprecht verpflichtet. Leihweise von Wienerberg stieß Torhüter Bernard zur Wirtl-Truppe. Der Burgenländer Horvath (zuletzt TSV Nordlingen, BRD) und Kammlander (St. Margarethen), Resetka (Simmering) und Kitzler (Schwadorf) rundeten die Neuerwerbungen ab. Abgegeben wurden nur Kurt Lang und Gerhard König.

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Nach den ersten Vorbereitungsspielen konnte man mit der Leistung zufrieden sein. In der Meisterschaft jedoch konnte die Mannschaft nicht mehr die guten Plazierungen der letzten Jahre erreichen. Die Meinung von Trainer Wirtl vor der Meisterschaft: »…wir peilen einen gesicherten Mittelfeldplatz an, aber zweifellos werden die Spiele in der neuen Liga schwerer werden, da es aus unserer Sicht einige ganz gute Absteiger aus der Regionalliga Ost gibt«, erwiesen sich in punkto Spielstärke der Liga als richtig. Nach dem Herbstdurchgang (zwei Spiele wurden vor dem Frühjahrsdurchgang ausgetragen) lag die Mannschaft auf dem elften Tabellenrang. Am Ende der Meisterschaft rutschte Marienthal noch um einen Platz zurück.

Der Traditionsverein hatte es in dieser Saison nicht sehr leicht. Zu Beginn 1981 kam es an der Vereinsführung wieder einmal zu einem Wechsel. Rüdiger Kendler übernahm von Lorenz Gircz die Obmannstelle. Durch einige Verletzungen von Stammspielern konnte oft nur mit einer Rumpfelf gespielt werden. So verletzte sich die Neuerwerbung Grasmuck schon in der Vorbereitung und konnte im ganzen Frühjahr nicht mehr eingesetzt werden. Im Zuge des Frühjahrsdurchganges wurde dann noch Trainer Herbert Wirtl krank und so stand zu allem Überdruß der Verein auch noch ohne Trainer da. Ex-Torhüter Schneider übernahm bis zum Sommer diese Funktion. Im vorletzten Spiel zu Hause gegen Gablitz sicherten sie sich durch ein 2:2 Remis den Klassenerhalt.

Hans Neusiedler neuer Trainer

Da Herbert Wirtl krankheitshalber sein Amt nicht mehr ausüben konnte, wurde der Bad Fischauer Hans Neusiedler (SC Wiener Neustadt, G[razer] A[thletik] K[lub]) als Trainer engagiert. Nachdem man dem Abstieg nur knapp entronnen war, wurden bei der Suche nach Verstärkung einige Anstrengungen gemacht. Mit der Verpflichtung von drei polnischen Spielern (Pawlik, Gontarewicz und Torhüter Apostel) sowie Krachbüchler (Theresienfeld), Rittsteuer (Kittsee) und Pfann (Eisenstadt) sowie mit dem genesenen Grasmuck hoffte man im vorderen Drittel mit dabei zu sein.

Es begann auch recht gut. Die Neusiedler-Schützlinge gewannen den letzten Bewerb des Leitha-Cups und wurden auch Gesamt-Sieger des Bewerbes. Die »Neuen« fügten sich schnell in die Mannschaft ein und die Aussichten waren nicht unbegründet positiv.

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Die Marienthaler zu Beginn der Meisterschaft 1981/82. Stehend von links: Obmann Kendler, Kassier Schneider, Pfann, Pawlik, Molnar, Krachbüchler, Thenmeyer, Huf, Spreitzhofer, Grasmuck, Eder, Trainer Neusiedler; hockend von links: Reitprecht, Mayer, Strobl, Kropfreiter, Rittsteuer, Gontarevicz.

Die Freude ist den Spielern nach dem Gewinn des Leitha-Cups deutlich anzusehen. In der Meisterschaft läuft es dann aber nicht sehr gut.

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Zu Beginn der Meisterschaft konnten die Polen aber trotz einiger Reisen von Sektionsleiter Johann Schneider nach Warschau nicht eingesetzt werden, da vom polnischen Verband die Freigabe noch fehlte. Diese langte erst nach Wochen ein und so konnten Pawlik und Co. erst in der 6. Runde gegen Tulln eingesetzt werden. Die Mannschaft lag mit nur drei Punkten am Tabellenende.

Einen weiteren Tiefschlag – neben den zahlreichen Verletzten – mußten die Marienthaler im Winter einstecken. Die Polen fuhren nach den Ereignissen in ihrem Land (Kriegsrecht) wieder nach Hause. In der Winterübertrittszeit konnte Neusiedler auch als Spieler und Torhüter Giefing von Pitten erworben werden.

Die Meisterschaft beendete die Mannschaft mit dem zwölften Gesamtplatz. Sicherlich war das Ziel höher gesteckt, doch nach den vielen Schwierigkeiten und dem schon sprichwörtlichen Verletzungspech ist dieser Platz nicht der schlechteste.

Keine glückliche Einkaufspolitik – Abstieg knapp entronnen

Für die Meisterschaft des Jubiläumsjahres (75 Jahre) wollte die Vereinsleitung durch einige Neuerwerbungen die Basis schaffen, um in der Saison 1982/83 nicht wieder in den Abstiegskampf verwickelt zu werden.

Zugänge: Nemecek (wartete bei Neusiedl die Karenzzeit ab), Brandmayer, Biberhofer (Mannersdorf), Dworak (Simmering), Mandl (V[ereinigte] O[esterreichische] E[isen- und] ST[ahlwerke] Linz), Hattensauer (wartete bei Rapid U[nter] 21 die Karenzzeit ab) und Steinermann (Reisenberg).

Abgegeben wurden: Kropfreiter (Fano), Eder (Schwadorf), Hegy (Scharndorf) und Rittsteuer (sein Leihvertrag lief ab).

Nach einer keineswegs zufriedenstellenden Herbstsaison liegen die Marienthaler mit 10 Punkten an zwölfter Stelle.

In der Winterübertrittszeit wurde das Tauziehen um Peter Bachmayer beendet. Er spielt jetzt für Marienthal.

Die Ergebnisse der Vorbereitungsspiele waren alles andere als erfreulich. Der Start der Punktejagd in Melk (eine 1:0 Niederlage) bedeutete den Tiefpunkt. Den ersten Punkt holten sie dann gegen Neunkirchen. In Gloggnitz war dann der 3:1 Sieg eine kleine Sensation. Das Derby gegen Sarasdorf endete dann Unentschieden [!]. In Mödling setzte es dann wieder eine Niederlage. Nach einem 2:2 Unentschieden zu Hause mußte in Amstetten eine 3:2

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Die Neuerwerbungen in der abgelaufenen Saison 1982/83. Linkes Bild stehend von links: Trainer Neusiedler, Steinermann, L. Biberhofer, Brandmayer, Mandl; hockend von links: Nemecek, Hattensauer, Bachmayer. Rechtes Bild: Dworak.

Niederlage hingenommen werden. Ein voller Punkteerfolg konnte erst wieder im Spiel gegen die »Rosner-Truppe« ASK Bruck errungen werden. Nach Niederlagen gegen Krems und zu Hause gegen Untersiebenbrunn befand man sich wieder in akuter Abstiegsgefahr. Erst ein 0:1 Auswärtssieg in Tulln schaffte wieder einigermaßen eine gute Ausgangsposition. Zu diesem Spiel wurden die beiden Routiniers Torhüter Schneider und Erich Kreutz reaktiviert. Das Experiment ging auch auf. Im letzten Meisterschaftsspiel genügte dann gegen Waidhofen an der Ybbs ein Unentschieden für den Klassenerhalt.

Großes Augenmerk auf den Nachwuchs

Seit Jahren legt der ASK auch großes Augenmerk auf die Nachwuchspflege. In den vergangenen Jahren gab es immer schöne Erfolge. So wurden im Spieljahr 1947/48 die Junioren Sieger in der Gruppe Ost. Zehn Jahre später gelang den Junioren in der Gruppe Südost der Meistertitel. Aber auch in der jüngeren

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Vergangenheit setzte sich der Nachwuchs immer wieder erfolgreich in Szene. Kurt Kropfreiter, Helmut Huf, Ernst Strobl – um nur einige zu nennen – wurden in die Nachwuchslandesauswahl berufen.

Die A-Knabenmannschaft unter G. Biberhofer und W. Gircz wurden beim Pfingstturnier Erster.

In der abgelaufenen Saison wurde die Jugendmannschaft betreut von Peter Putschögl in der Jugendgruppe Südost Meister.

Um die Nachwuchsarbeit noch effizienter zu gestalten, wurde mit dem SC Ebergassing eine Spielgemeinschaft des Nachwuchses gegründet. Für die Saison 1983/84 wurde auch der SC Moosbrunn miteinbezogen. Insgesamt werden somit neun Nachwuchsmannschaften am Werk sein.

Die Funktionäre im Jahr 1982/83:

Ehrenpräsident

Bürgermeister Soukup

Ehrenobmänner

Weiss und Pachta

Präsident

Karl Svaton

Obmänner

Kendler und Gastwirt Graf

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Kassier

Rudolf Friedrich

Schriftführer

Steurer, Kudler

Ärztlicher Beirat

Medizinairat Dr. Hubert Waidrauch

Sektion Tennis

Robert Botek

Eisschützen

Leopold Wallisch

Kontrolle

Robert Rosner, Leopold Wallisch

Zeug- und Platzwart

Familie Nistler

Platzkassiere

Robert Jansa, Franz Hintermayer, Stampfl und Rosner

Beisitzer

Fritz Ganster

Kassier u. Hundertschaft

A. Biberhofer

Jugendleitung

L. Gircz und A. Hanak

Jugendtrainer

P. Putschögl, M. Rosner, W. Slavik, H. Effenberger, W. Gircz, G. Biberhofer und T. Schwab

Ordnerobmann

J. Edlinger

Peter Putschögl konnte mit seinen Burschen den Meistertitel in der Jugendgruppe Südost gewinnen.

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Endstand 1982–83

Krems

28

23

3

2

84

20

49

Mödling

28

16

6

6

64

44

38

Wiener Neustadt

28

17

3

8

59

24

37

Stockerau

28

15

6

7

55

36

36

Bruck

28

11

10

7

51

39

32

Neunkirchen

28

10

7

11

37

47

27

Tulln

28

11

4

13

37

35

26

Untersiebenbrunn

28

9

7

12

57

63

25

Gablitz

28

8

9

11

38

45

25

Waidhofen an der Ybbs

28

8

7

13

28

44

23

Amstetten

28

6

9

13

33

47

21

Marienthal

28

6

9

13

31

49

21

Sarasdorf

28

5

11

12

36

56

21

Melk

28

8

5

15

27

54

21

Gloggnitz

28

7

4

17

33

67

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Die weiteren Sektionen

Tennis

Unseren Sportklub ASK Marienthal gibt es nun seit 75 Jahren und seit zehn Jahren haben wir eine Tennissektion.

Ohne Tennisplatz – keine Tennissektion. Und daß wir seit 1974 einen Tennisplatz haben, verdanken wir der sportlichen Einstellung der Verantwortlichen unserer Gemeinde und dem selbstlosen Arbeitseinsatz einer Handvoll begeisterter Tennisspieler, welche einen vorhandenen, freilich zweckentfremdeten Platz mit viel Liebe, Mut und Kraft in zirka 11.000 Arbeitsstunden zu dem gemacht haben, was er heute ist – nämlich zu einer Tennisanlage, die sich sehen lassen kann.

Im Jahre 1974 wurde eine Herrenmannschaft aufgestellt, die an der Niederösterreichischen Mannschaftsmeisterschaft teilnahm und in der 3. Untergruppe auf Anhieb den vierten Platz erreichte. Ein Jahr später konnte unsere Mannschaft die Meisterschaft für sich entscheiden und stieg in die 2. Untergruppe auf. Die Mannschaft konnte ihren Siegeszug fortsetzen und nach neuerlichem Titelgewinn in die 1. Untergruppe aufsteigen, wo bei acht Mannschaften der fünfte Platz erreicht wurde. Wir wollen uns aber auf unseren Erfolgen nicht ausruhen – unser nächstes Ziel ist der Aufstieg in die Kreisliga, Niederösterreichs zweithöchster Spielklasse.

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Derzeit verfügt die Tennissektion über drei Tennisplätze, davon sind zwei mit Flutlichtanlagen ausgestattet. Die einmal jährlich abgehaltenen Turniere und Ranglistenspiele erfreuen sich bei den Beteiligten allgemeiner Beliebtheit.

Für das Jahr 1979 ist der Bau eines neuen Gebäudes und somit auch eigener Umkleide- und Duschmöglichkeiten durch den ASK-Vorstand projektiert worden, der heuer fertiggestellt wurde.

Eisschützen

Der Verein der Eisschützen wurde im Jahre 1967 gegründet. Die Gründungsmitglieder waren der damalige Obmann des ASK Marienthal, Karl Weiss, weiters Fritz Steurer, Alfred Bilek, Alfred Schopper, Johann Dressler, Walter Sulzgruber, Johann Botek, Walter Schmidt, Manfred Rosner und Ernst Strobl.

Die damalige Sektionsleitung: Fritz Steurer (Obmann), Alfred Schopper (Kassier).

Die wichtigste Arbeit war die Errichtung einer Asphaltbahn.

Der erste Erfolg der Sektion war der zweite Platz bei der Bezirksmeisterschaft in Bad Vöslau am 17. Jänner 1971. Dadurch wurde der Aufstieg in die Gebietsmeisterschaft gesichert.

Die Sektion der Eisschützen bei der Vereinsmeisterschaft 1981.

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Die Moarschaft war dazu: Alfred Schopper, Alfred Bilek, Walter Schmidt und Rüdiger Kendler.

Im Sommer 1971 übernahm der damalige Ehrenobmann Rüdiger Kendler die Sektion der Eisschützen. Im Herbst 1973 wurde, bedingt durch den großen Mitgliederzuwachs, die Erweiterung der Sektionsleitung notwendig.

Obmann

Rüdiger Kendler

Obmannstellvertreter

Walter Sulzgruber

Kassier und Schriftführer

Fritz Steurer

Fachwart

Alfred Bilek

Unter Obmann Rüdiger Kendler wurde 1975, nach den Plänen von Kollegen Franz Pachta, mit dem Bau der zweiten Asphaltbahn begonnen. Gleichzeitig wurde das Gelände verschönert und die unzureichende Nachtspielanlage verbessert.

Im Frühjahr 1976 wurde von Bürgermeister Soukup die zweite Asphaltbahn, verbunden mit der Vereinsmeisterschaft, feierlich eröffnet.

Tradition hat schon der kleine Faschingsumzug der Eisschützen zum Zweck der Einladung für das Eisschützengschnas.

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Inzwischen ist der Mitgliederstand auf 56 angewachsen und die Sektion Eisschützen ist auch gesellschaftlich sehr aktiv geworden: jährlicher Fitmarsch zum Nationalfeiertag am 26. Oktober, Gschnas-Veranstaltungen (für deren Vorbereitung sich insbesondere Kollege Sulzgruber – Tombola usw. – eingesetzt hat) sowie auch interne Vereinsmeisterschaften.

Im Juni 1976 übernahm Rüdiger Kendler die Obmann-Stelle des ASK Marienthal und Walter Sulzgruber wurde Obmann der Eisschützen. Fritz Steurer blieb weiterhin Kassier und Alfred Bilek Fachwart.

Am 12. September 1977 übernahm Kollege Johann Bleyer als Obmann die Sektion Eisschützen. Der restliche Ausschuß wurde von folgenden Mitgliedern gebildet: Rüdiger Kendler (Ehrenobmann), Leopold Wallisch (Obmannstellvertreter), Fritz Steurer (Kassier), Johann Christoph (Kassierstellvertreter), Hermine Beer und Karl Neuber (Schriftführer), Alfred Bilek (Fachwart).

Besonders erfreulich ist, daß seit dem Jahre 1977 bei den Eisschützen auch eine Damenmannschaft aktiv tätig ist.

Bei diversen Pokalturnieren auf Eis und Asphalt wurden schöne Preis- und Pokalerfolge erzielt.

Die Gewinner des Wanderpokals, Ring- und Stockschießen, Damen:

1977: Hilde Wallisch

1981: Ilka Pock

1978: Ilka Pock

1982: Lisl Baumgartner

1979: Ilka Pock

1983: Erika Vigh

1980: Herma Steurer

 

Die Gewinner des Wanderpokals, Ring- und Stockschießen, Herren:

1973: Ernst Strobl

1979: Josef Berger

1974: Alfred Schopper

1980: Nandor Vigh

1975: Alfred Bilek

1981: Stefan Beer

1976: Ernst Lunczer

1982: Walter Borovits

1977: Johann Christoph

1983: Johann Dressler

1978: Johann Pock

 

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55

Schlußwort des Verfassers

Am Ende möchte ich mich bei allen, die mir für die Zusammenstellung der Festschrift Unterlagen und Bilder zur Verfügung stellten, herzlich bedanken. Nicht unerwähnt sollen auch die persönlichen Gespräche mit ehemaligen Aktiven und Funktionären bleiben (stellvertretend für alle soll an dieser Stelle Franz Pachta und Karl Weiss genannt werden), die eine wesentliche Hilfe bei der Erstellung der Festschrift bedeuteten.

Leider konnte ich über die Sektionen des ASK in der Zwischenkriegszeit im Detail nicht viel in Erfahrung bringen. Daher fiel dieser Teil nur sehr allgemein und kurz aus.

Sollte ich jemanden der im Verein tätig war vergessen haben, so ersuche ich schon im voraus um Entschuldigung.

Abschließend wünsche ich dem ASK Marienthal weiterhin sportlich und wirtschaftlich viel Erfolg.

Alfred Forche

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Zum Abschluß dieser Broschüre möchte ich allen Danke sagen, welche mitgeholfen haben, in mühseliger Kleinarbeit all das zusammenzutragen, damit diese Broschüre zur 75–Jahrfeier des Bestehens des ASK Marienthal in diesem Umfang gestaltet werden konnte.

Ein Danke auch allen, die uns mit Unterlagen für diese Broschüre geholfen haben etwas zu schaffen, das den Weg des ASK Marienthal in diesen 75 Jahren seines Bestehens doch sehr umfangreich und ausführlich schildert.

Nicht vergessen sollte man all jener Funktionäre, Mitarbeiter und Anhänger zu gedenken, welche in diesen 75 Jahren die Geschicke des ASK leiteten und durch ihren Einsatz und ihre Treue zum Verein, das langjährige Bestehen des Marienthal gesichert haben. Ein recht herzliches Dankeschön allen Anhängern und Funktionären, welche immer wieder, in guten und in schlechten Zeiten dem ASK Marienthal die Treue gehalten haben.

Ein Dankeschön allen aktiven Mitarbeitern, ob beim Tennis, Stockschützen oder Fußball, welche in der Vergangenheit und auch heute bereit sind, für den ASK Marienthal ihre Freizeit zu opfern.

Ich hoffe, daß auch in Zukunft die Funktionäre, sowie die aktiven Spieler und Anhänger dem ASK Marienthal die Treue halten.

Egal welche der drei Sektionen Erfolge verbucht – das Gemeinsame soll im Vordergrund stehen – denn der ASK Marienthal sind wir alle.

Jeder für sich sind wir schwach, aber gemeinsam sind wir stark.

Kendler Rüdiger

Obmann

Gramatneusiedl, im August 1983

[Umschlagblatt 3]

[Umschlagblatt 4]