Soziologie in Österreich

 

 

 

 

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Karl von Winckler

1919 bis 1937: Karl Winckler; falsche Namensschreibung: Karl (von) Winkler

geb. Stainach, Kronland Steiermark, Österreich-Ungarn (heute Bundesland Steiermark, Österreich), am 8. Dezember 1912

gest. Ottobrunn, Freistaat Bayern, Deutschland, am 11. Februar 1988

Manager

Angehöriger des weiteren sogenannten Spannkreises, Vorstandsmitglied der »Gesellschaft für Ganzheitsforschung«

Karl von Winckler, Sohn des Landwirts Carl von Winckler und dessen Ehefrau Johanna, geborene Stögmüller, sowie Neffe des Heimwehrführers Emil Fey (1886–1938), wuchs in Schladming (Steiermark) auf.

Karl Winckler war seit den frühen 1930er Jahren ein konservativer Aktivist gegen den Nationalsozialismus. In diesem Kontext wirkte er auch im weiteren sogenannten Spannkreis mit und verfasste 1934 bis 1935 auch Rezensionen für die Zeitschrift »Ständisches Leben« (Berlin–Wien).

1937 bis 1938 wirkte Karl Winckler beim Reichskommissar für die Preisbildung in Berlin.

Karl Winckler studierte Volkswirtschaft unter anderem bei Othmar Spann (1878–1950) an der Universität Wien, wo er 1939 zum Dr. rer. pol. promoviert wurde. Danach hielt er sich kurz zu einem Studienaufenthalt in Rom ‹Roma› auf.

1938 bis 1945 war Karl von Winckler Privatsekretär des Industriellen und Zentrumspolitikers Nikolaus Grafen von Ballestrem (Ober-Gläsersdorf [Schlesien; heute Szklary Górne, Polen] 1900 – Dresden 1945) in Gleiwitz (Schlesien; heute Gliwice, Polen). Er gehörte 1942 bis 1945 gemeinsam mit Raphael Spann (1909–1983) und Roman Hädelmayr (1907–1988) zum Kern der Widerstandsgruppe »W-ASTRA«.

Karl von Winckler war 1946 bis 1949 hochrangiger Manager der »Österreichischen Kontor GmbH« in Graz (Steiermark) und Wien, 1949 bis 1952 Repräsentant und 1952 bis 1958 stellvertretender Direktor der zum Flick-Konzern gehörenden »Buderus'schen Eisenwerke« in Österreich. Seit 1958 gehörte er dem Vorstand des Konzerns an und war 1967 bis 1974 Vorstandsvorsitzender. Außerdem war er Vorstandsmitglied der »Wirtschaftsgruppe Gießereiindustrie« in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen), Aufsichtsratsmitglied der »Burger Eisenwerke« in Burg (Hessen), der »Ferrum GmbH« in Dinkelscherben (Bayern), der »Omniplast GmbH« in Ehringhausen (Hessen), der »Omnical GmbH« in Ewersbach (zu Dietzhölztal, Hessen), der »Zentroguß GmbH« in Hirzenhain (zu Eschenburg, Hessen) und der »Wanit und Premo GmbH« in Wanne-Eickel (Nordrhein-Westfalen). Er wohnte zunächst in Wetzlar (Hessen) und ließ sich im Ruhestand in Ottobrunn (Bayern) nieder.

Karl von Winckler, der durch eine große Geldspende die Fortführung der sogenannten Gesamtausgabe der Werke von Othmar Spann förderte und die Herausgabe der Zeitschrift »Schrifttumsspiegel« (Wien) ermöglichte, wurde 1969 zum Ehrensenator der Hochschule für Welthandel (heute Wirtschaftsuniversität) Wien ernannt und am 25. Juni 1973 mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Copyright © 2013 Reinhard Müller, Graz
Stand: Oktober 2013